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Paul-Gerhardt-Kirche Bereits im Jahr 1964 war der Wunsch nach einer eigenen Kirche groß, ein Kirchbauverein sammelte fleißig und in der ersten Sitzung des Presbyteriums dieser Gemeinde wird beschlossen, eine eigene Kirche zu bauen: Im Herbst 1968 kamen die ersten Bagger, am 26.4.1970 wurde Kirchweihfest gefeiert. Die Kirche wurde auch als Garnisonskirche für die nahe liegende Glück-auf-Kaserne erbaut. Im Kirchenraum fällt zuerst der komplett aus Sandstein gefertigte Innenraum auf. Der Architekt Werner Johannsen hat einen quadratischen Grundriss gewählt. Eingangsportal, Kreuz, Altar und Taufbecken wurden von dem Bildhauer Heinz Heiber aus Nürnberg gestaltet. Besonderer Blickfang ist hier das Kreuz, dass mit 4 Metern Höhe zentraler Ort in Chorraum ist. Beleuchtet wird die Kirche durch die Kirchenfenster vom Bremer Glasmaler Heinz Lilienthal. In jede Himmelsrichtung ist ein großes Fenster vom Boden bis zum Dach, so dass zu jeder Tageszeit Sonnenlicht in bunten Farben in die Kirche fällt.

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Archiv

22. Mai 2020

Sorge um Infektion in Flüchtlingsunterkünften

Angebote wie die Spielstube der Ev. Kirchengemeinde Massen k?nnen nicht stattfinden, die Sorge um Infektionen in Einrichtungen f?r Gefl?chtete ist gro?. (Foto: Ev. Kirchengem. Massen)

Evangelischer Kirchenkreis Unna initiiert offenen Brief an Landesregierung

Die Sorge um Menschen, die in Einrichtungen für Geflüchtete in dieser Zeit leben, ist groß. In der Erstaufnahmeeinrichtung in Unna-Massen leben rund 300 Menschen auf engstem Raum. "Ein Ausbruch der Corona-Infektion hätte unter diesen Wohnbedingungen lebensbedrohliche Folgen", so Volker Jeck, der Beauftragte für Flüchtlingsarbeit im Evangelischen Kirchenkreis Unna. Seine Sorge teilen mehrere Initiativen, die sich für eine angemessene Gesundheitsversorgung und Unterbringung von Geflüchteten im Kreis Unna einsetzen. Gemeinsam haben sie sich in einem offenen Brief an Landes- und Bezirksregierung sowie die Bürgermeister der Umgebung und den Landrat gewandt.

Eine Sorge der Verfasser: eine Quarantäne in der Erstaufnahmeeinrichtung in Massen würde bedeuten, dass rund 300 Bewohner das Gelände der Einrichtung nicht verlassen dürften. Jeck: „Die Menschen - darunter auch viele Familien und mehr als 70 Kinder und Minderjährige - leben in kleinen Räumen, die jeweils mit vier Pritschen, einem kleinen Tisch und einem Stuhl ‘möbliert’ sind. Die Einrichtung ist nur für den Aufenthalt von wenigen Tagen, aber nicht von mehreren Wochen oder gar Monaten eingerichtet.“ Besonders für die Kinder und psychisch belastete, traumatisierte Personen sei diese Enge unzumutbar, im Fall einer nötig werdenden Quarantäne gar unerträglich.

Kreative und schnelle Lösungen benötigt

Die Unterzeichnenden des offenen Briefes setzen sich für kreative und schnelle Lösungen, wie die vorübergehende Nutzung leerstehender Hotels oder Gebäude der Stadt, des Landes oder des Bundes ein. Auch seien größere Quarantänelager dringend zu vermeiden und das Gebot der Wohnverpflichtung in Aufnahmeeinrichtungen aufzuheben.

Der Initiative des Evangelischen Kirchenkreis Unna haben sich mehrere Organisationen angeschlossen: darunter als Erstunterzeichnende der Arbeitskreis Asyl Schwerte, der Caritasverband für den Kreis Unna e.V., die Flüchtlingsinitiative "Willkommen in Holzwickede", der Flüchtlingsrat in Kreis Unna, der Integrationsrat der Kreisstadt Unna, der katholische Pastoralverbund Kamen-Kaiserau, der Patenschaftskreis für Flüchtlinge in Fröndenberg und die Initiative WeltOffen Unna.

Das Anliegen unterstützen

Der Offene Brief findet sich im Wortlaut hier.
Wenn Sie das Anliegen unterstützen möchten und den offenen Brief unterzeichnen wollen, senden Sie eine Mail an Pfarrerin Christa A. Thiel  . Geben Sie auch an, ob wir Ihren Namen in diesem Zusammenhang veröffentlichen dürfen.

Ansprechpartner für Rückfragen:

Volker Jeck, Beauftragter des Ev. Kirchenkreises Unna für Flüchtlingsarbeit
Tel.: 02303 4370 - E-Mail:

vertretungsweise:
Christa A. Thiel, Referat für Diakonie und gesellschaftliche Verantwortung im Ev. Kirchenkreis Unna
Tel.: 02303 288 196 - Mail: