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Die Dellwiger Kirche steht auf dem Ahlinger Berg in Mitten der Ortschaft Dellwig seit nunmehr 1000 Jahren. Damals gründete die Kath. Kirchengemeinde Menden auf dieser Seite der Ruhr eine Tochtergemeinde, für die ein fester Turm errichtet wurde, der auch als Wehrturm diente. Patron der Kirche war der Hl. Laurentius. Im Laufe der Zeit wurde die Kirche immer mehr erweitert. Im 12. Jahrhundert wurde das Kirchenschiff in der heutigen Form erbaut, das 1510 den Chorraum als Abschluss erhielt. Eine grundlegende Umgestaltung erfuhr das Innere der Kirche 1960 und 1992 bei einer weitere Renovierung seine heutige Gestalt. Aus der langen Reihe der Dellwiger Pfarrer ist Friedrich von Bodelschwingh besonders zu erwähnen. Er kam 1863 aus einer Pfarrstelle in Paris mit seiner Ehefrau Ida nach Dellwig. Die vier Kinder des Pastorenehepaares starben im Januar 1869 an Diphterie und sind auf dem benachbarten Friedhof beerdigt. . 1872 folgte von Bodelschwingh dem Ruf nach Bethel bei Bielefeld. Dort baute er als Leiter die Diakonische Anstalt für Epilepsiekranke und Nichtsesshafte auf.

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04. April 2019

Geldsegen vom Land für Ev. Stadtkirche Unna

Dipl.-Ing. Architekt und Steinmetz Eberhard Tiemann berichtet Ministerin Ina Scharrenbach, welche Arbeiten anstehen, um Wasserspeier und Fialen wiederherzustellen.

Ministerin Ina Scharrenbach besucht Baustelle

Mitten in die aufwendigen Sanierungsarbeiten an der Ev. Stadtkirche Unna erreichte die Kirchengemeinde eine gute Nachricht. Das Land Nordrhein-Westfalen wird in diesem Jahr rund 367.000 Euro für die dringend notwendige Fassadensanierung bewilligen. Die Sanierung der Turmhaube steht im kommenden Jahr 2020 an. Die Landesmittel tragen zur Entlastung der Gemeindekasse der Kirchengemeinde im Zusammenhang mit der Kirchensanierung bei.

Bei einem Ortstermin hatte sich Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, selbst ein Bild von den zu beseitigenden Schäden gemacht. Erst im vergangenen Jahr wurden die Denkmal-Fördermittel des Landes deutlich erhöht und Kirchenbauten stärker einbezogen. Davon profitiert nun auch der Kirchturm in Unna. Der Antrag für die Finanzierung der Fassadensanierung belief sich auf exakt 366.728 Euro. Vorherige  Anträge für Bundesmittel oder an die Deutsche Stiftung Denkmalpflege wurden abgelehnt.  Daher war die Freude über diese Zusage in Unna groß: „Das hilft uns sehr und gibt für die weiteren Bauarbeiten eine gute Perspektive“, so Superintendent Hans-Martin Böcker.

Einstehen für Sanierung

 „Die Evangelische Stadtkirche als gotische Hallenkirche aus dem 14. Jahrhundert ist Stadtbild-prägend – von weitem wird sie gesehen, von den Bürgerinnen und Bürgern geschätzt. Der Sturm „Friederike“ hat ihr zugesetzt und weitere Schäden offenbart. Es steht in unserer gemeinsamen Verantwortung für die Sanierung und damit den Erhalt der Stadtkirche einzustehen: Die Bürgerschaft hilft mit – bisher – 250.000 Euro, Kirchengemeinde und Kirchenkreis investieren selbst auch. Also ein großes Gemeinschaftswerk“, erläutert die in Kamen wohnende Ministerin und lobt zugleich die Anstrengungen vor Ort. Für die Sanierung des Turmhelms wurde ein weiterer  Förderantrag über 157.000 Euro gestellt. Eine Entscheidung hierüber wird mit dem Denkmalförderprogramm 2020 fallen.  

Herausforderung bleibt groß

Insgesamt rechnet Christoph Schulte, Leiter der Bauabteilung im Ev. Kirchenkreis, zurzeit mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 3,4 Mio Euro: „Das ist für die Sanierung von Turmhaube und der Fassade samt Galerie. Mitten in die Arbeiten an den Fialen und Wasserspeiern sind wir über die Zusage sehr erleichtert.“ Denn insgesamt fehlen der Gemeinde für die komplette Sanierung noch rund 1,9 Mio. Euro. Und das obwohl der Ev. Kirchenkreis Unna  eine Million Euro beisteuert und 250.000 Euro durch Spendenaktionen eingeworben wurden. Auch bereits eingegangene Zuschüsse und die erhoffte Förderung für die Turmsanierung sind da schon eingerechnet. Dennoch bleibt die Aufgabe für die Gemeinde groß, weiß Pfarrer Johannes Doering: „Wir werden natürlich weitermachen und die Bürgerinnen und Bürger um ihre Unterstützung bitten und uns um weitere Fördermittel bemühen.“