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Die Dellwiger Kirche steht auf dem Ahlinger Berg in Mitten der Ortschaft Dellwig seit nunmehr 1000 Jahren. Damals gründete die Kath. Kirchengemeinde Menden auf dieser Seite der Ruhr eine Tochtergemeinde, für die ein fester Turm errichtet wurde, der auch als Wehrturm diente. Patron der Kirche war der Hl. Laurentius. Im Laufe der Zeit wurde die Kirche immer mehr erweitert. Im 12. Jahrhundert wurde das Kirchenschiff in der heutigen Form erbaut, das 1510 den Chorraum als Abschluss erhielt. Eine grundlegende Umgestaltung erfuhr das Innere der Kirche 1960 und 1992 bei einer weitere Renovierung seine heutige Gestalt. Aus der langen Reihe der Dellwiger Pfarrer ist Friedrich von Bodelschwingh besonders zu erwähnen. Er kam 1863 aus einer Pfarrstelle in Paris mit seiner Ehefrau Ida nach Dellwig. Die vier Kinder des Pastorenehepaares starben im Januar 1869 an Diphterie und sind auf dem benachbarten Friedhof beerdigt. . 1872 folgte von Bodelschwingh dem Ruf nach Bethel bei Bielefeld. Dort baute er als Leiter die Diakonische Anstalt für Epilepsiekranke und Nichtsesshafte auf.

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07. November 2016

Niemand bleibt ohne Gedenken

Von allen 15 Verstorbenen wurden die Namen verlesen und Kerzen angezündet.

Wenn ein Mensch stirbt und keine Angehörigen oder Freunde sich um die Bestattung kümmern können, dann ist es Aufgabe der Kommune, für eine würdige Bestattung zu sorgen. In Unna übernimmt die Stadt diese Aufgabe. Doch eine Bestattungsfeier wird dabei nicht durchgeführt. Jetzt fand für alle Verstorbenen mit sogenannter „Bestattung seitens des Ordnungsamtes“ ein ökumenischer Gottesdienst mit Pfarrerin Renate Weißenseel und Pfarrer Georg Birwer statt.  

Erstmalig 2013 fand eine solche Gedenkfeier auf Initiative des Bestattungshauses Groß in Kooperation mit der Stadt und den beiden Kirchen statt. Seelsorgerin Renate Weißenseel erläutert das so: „ Menschen, deren Bestattung seitens des Ordnungsamts angewiesen werden, zu begleiten, sie würdig zu ihrer letzten Ruhestätte hier auf Erden zu tragen, das ist unser Anliegen“. Eine Woche zuvor hatte die Stadt bereits eine Traueranzeige für die Verstorbenen in der Tageszeitung veröffentlicht. Nun fand, wiederum im Bestattungshaus Groß, eine Gedenkfeier statt. Dazu kamen neben Angehörigen, Freunden, Bürgermeister Werner Kolter und anderen Wegbegleitern auch Menschen, die alleinig dieses Gedenken unterstützen, obwohl sie keinen der Verstorbenen kannten.