Informationen
zum Hintergrund-
bild - bitte klicken
Sie hier.

Im Bild

Ev. Kirche Heeren-Werve Die Anfänge der denkmalgeschützten Dorfkirche liegen im 14. Jahrhundert. Besonders auffällig sind die „Heerener Giganten“, zwei Skulpturen im Seitenschiff, die der hiesige Künstler Dietrich Worbs aus wuchtigen Baumstämmen gestaltet hat („Familie in Gottes Hand“ sowie sieben biblische Szenen in einem Stamm). Von der bewegten Geschichte der Kirche erzählen u. a. die Totenschilder der Kirchenpatrone (bis 1950 Patronatskirche der Grafen von der Recke bzw. von Plettenberg), die Kopfkonsolen als Gewölbestützen sowie das bis heute einwandfrei funktionierende Uhrwerk der Kirchturmuhr von 1910. Sehenswert sind auch die Chorraumfenster mit Motiven aus der Weihnachts-, Oster- und Pfingstgeschichten. Musikinteressierte mögen sich an der Walcker-Orgel erfreuen, die vom weltberühmten Organisten Wilhelm Middelschulte und seiner Familie 1910 gestiftet wurde.

Zurück zur Seite

Archiv

14. November 2015

Den Opfern gedenken

Superintendent Hans-Martin Böcker zu den Anschlägen in Paris

"Angesichts der menschenverachtenden Gewalt, die wir in Paris erlebt haben, sind wir ratlos und auch sprachlos. Wir gedenken der Opfer und suchen Trost für die Angehörigen." Superintendent Hans-Martin Böcker zeigt sich erschüttert am Tag nach den Anschlägen in Paris. In seiner Rede zum Volkstrauertag nimmt er die aktuellen Ereignisse als Verpflichtung für heute in den Blick:

"Alle Menschen guten Willens müssen zusammenhalten und in ihrem Tun und Glauben zusammenstehen. Nichts ist gerade heute angesichts der Bedrohung durch Terror und Fanatismus falscher als Stammtischparolen. Nichts ist jetzt verkehrter, als sich nach Sündenböcken umzusehen. Wohin das führt, wenn Menschen nur aufgrund ihrer Herkunft oder aufgrund ihrer Religion beargwöhnt oder gar gebrandmarkt werden, auch daran erinnert uns der heutige Tag.

Alle Menschen guten Willens, für die Sache des Friedens und der Freiheit zu gewinnen, damit uns Friede und Freiheit auf ewig erhalten bleiben, auch dazu ermahnt uns der Volkstrauertag in diesem Jahr besonders. Es ist ein Tag, an dem wir an die Opfer von damals und heute denken, damit es zukünftig keine mehr geben muss.

Der Volkstrauertag ist ein Tag, der uns ermahnen möchte, damit alte Fehler nicht noch einmal gemacht werden. Es ist ein wichtiger Tag, heute wichtiger denn je.

Alle Religionen kennen das Gebet, die Anrufung Gottes, um dessen Kraft wir in dieser schweren Zeit bitten."

 

Gebet

Herr, du bist unsere Zuflucht.

Wir sind ratlos, sprachlos, machtlos. Wir begreifen nicht, dass Menschen zu solchen Taten fähig sind, wir wissen nicht, was sie dazu antreibt.

Barmherziger Gott, sei jetzt bei den Opfern der Gewalt und ihren Angehörigen. Gib ihnen Trost und Kraft.

Bewege die Herzen, dass der Hass nicht die Oberhand gewinnt.
Lass alle Menschen guten Willens zusammenstehen.

Wir bitten für alle, die jetzt politische Verantwortung tragen, um Besonnenheit, damit die Macht des Staates gerade jetzt dem Recht dient und damit die Freiheit, die uns stark macht, erhalten bleibt.

Allmächtiger Gott, du weißt Wege, von denen wir nichts ahnen.
Zeige uns, wie wir Wege finden zu Frieden und Gerechtigkeit.

Amen.
(Gebet: www.ekvw.de)