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Die Dellwiger Kirche steht auf dem Ahlinger Berg in Mitten der Ortschaft Dellwig seit nunmehr 1000 Jahren. Damals gründete die Kath. Kirchengemeinde Menden auf dieser Seite der Ruhr eine Tochtergemeinde, für die ein fester Turm errichtet wurde, der auch als Wehrturm diente. Patron der Kirche war der Hl. Laurentius. Im Laufe der Zeit wurde die Kirche immer mehr erweitert. Im 12. Jahrhundert wurde das Kirchenschiff in der heutigen Form erbaut, das 1510 den Chorraum als Abschluss erhielt. Eine grundlegende Umgestaltung erfuhr das Innere der Kirche 1960 und 1992 bei einer weitere Renovierung seine heutige Gestalt. Aus der langen Reihe der Dellwiger Pfarrer ist Friedrich von Bodelschwingh besonders zu erwähnen. Er kam 1863 aus einer Pfarrstelle in Paris mit seiner Ehefrau Ida nach Dellwig. Die vier Kinder des Pastorenehepaares starben im Januar 1869 an Diphterie und sind auf dem benachbarten Friedhof beerdigt. . 1872 folgte von Bodelschwingh dem Ruf nach Bethel bei Bielefeld. Dort baute er als Leiter die Diakonische Anstalt für Epilepsiekranke und Nichtsesshafte auf.

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Archiv

11. Juli 2014

Sehnsucht nach Frieden wachhalten

Auf den Spuren Jesu: eine Gruppe Studierender aus Nes Ammim unterwegs mit Studienleiter Rainer Stuhlmann

Das internationale christliche Dorf Nes Ammim („Zeichen für die Völker“) im Norden Israels ist ein ganz besonderer Ort: seine Gründung geht zurück auf Christinnen und Christen aus den Niederlanden, der Schweiz und Deutschland. Diese einte der Wille, vor dem Hintergrund des Antisemitismus und der Schoah eine aktive Versöhnungsarbeit. sowohl religiös wie kulturell, zu leisten. Seit 2011 ist Dr. Rainer Stuhlmann der Studienleiter in dem nahe Akko und Naharija gelegenen Lern- und Begegnungsort. Nun besuchte Stuhlmann den Pfarrkonvent im Ev. Kirchenkreis Unna.

Dort erzählt er von den Arbeits- und Lebensbedingungen im Norden Israels, unweit zur syrischen und libanesischen Grenz. Von Gästen aus aller Welt, Juden und Christen und Muslimen. Jährlich besuchen viele Freiwillige das Dorf, um dort zu arbeiten und um sich für Frieden und Versöhnung einzusetzen.  Die Sehnsucht nach Frieden wach zu halten und die Kraft der Versöhnung stärken, das sei es, was dieser Ort immer noch leisten könne. Und dies gerade jetz, wo die Nachrichten aus Israel so unversöhnliche Botschaften melden. Daher brauche es auch eine kritische Solidarität mit Israel - gerade jetzt, so Stuhlmann.

Aktuelle Lage

Am 11. Juli erreichte uns ein Bericht über die Lage in Nes Amin von Rainer Stuhlmann: „Keine Panik! Hier in Nes Ammim ist alles wie immer, abgesehen davon, dass sich das Hotel füllt mit Leuten, die im Süden wohnen und das Wochenende lieber ruhiger verleben möchten. […] Erfahrungsgemäß sieht die Situation durch die Brille der deutschen Medien mit ihren reißerischen Bildern immer dramatischer aus, als die Situation  hier ist. […] Natürlich kann man im Nahen Osten manches nicht vorher sehen. Wir sind weiterhin wachsam und beobachten die Situation und verlassen uns auf die Ratschläge der Deutschen Botschaft in Tel Aviv.“

Aufruf zum Gebet

Superintendentin Annette Muhr-Nelson, die Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche von Westfalen, äußert sich besorgt über die Eskalation des Konflikts zwischen Israel und Palästina:

Voller Sorge beobachten wir die gewalttätige Eskalation des Konflikts zwischen Israel und Palästina. Es ist schwierig, angesichts der Fernsehbilder von verwundeten und getöteten Palästinensern in kritischer Solidarität zu Israel zu bleiben und diejenigen zu ermutigen und zu unterstützen, die weiterhin für Versöhnung und Frieden in Israel und Palästina eintreten.

Muhr-Nelson und Stuhlmann bitten um Solidarität und Beistand und rufen zum Gebet auf.

Gebet für Israel/Palästina

Du Gott des Friedens:
Wir alle leben davon, dass du unsere Bosheit nicht mit Bösem vergiltst,
und an die Stelle von Rache dein barmherziges Recht setzt.
Du bist Anwalt der Schwachen, weist die Starken in Grenzen und schaffst Versöhnung.

An dich wenden wir uns, ratlos und empört angesichts der neuen Welle von Gewalt im Nahen Osten.
Wir können die Trauer ganz Israels über den Mord an drei Schülern verstehen.
Wir teilen den Zorn der Palästinenser über den grausamen Rachemord.
Aber die Hassparolen auf beiden Seiten, die Bereitschaft zu Gewalt
und der Ruf nach weiterer Vergeltung, wecken die Sorge um die Zukunft der ganzen Region.

Nach unserem Ermessen gibt es kaum noch Möglichkeiten der Versöhnung,
und wir fürchten die Folgen eines Flächenbrandes auch für uns.

Gott, bewahre uns davor, uns in den Konflikt hineinziehen zu lassen,
einseitig Schuld zuzuweisen, und die Verletzungen und Ängste
der anderen Seite nicht anzuerkennen.

Wir haben keine tauglichen Rezepte. Deshalb bitten wir dich:
Schaffe du Frieden für Israel und Palästina,
und für die angrenzenden Staaten.
Heile die Wunden, die Hass und Gewalt geschlagen haben und führe die Menschen zusammen
in Respekt füreinander und im Geist der Versöhnung.

Gebetsvorschlag von Pfarrerin i. R. Sylvia Bukowski aus Wuppertal

Weitere Informationen:

Nes Ammim: www.nesammim.org

Blog von Rainer Stuhlmann hier

Film über Nes Ammim auf youtube und Bilder: