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Stadtkirche Unna: Von welcher Seite man sich der Kreisstadt Unna auch nähert, immer hat man einen Blick auf das prägende Wahrzeichen der Stadt Unna - die Ev. Stadtkirche. Eine Kirche mitten in der Stadt, gleich neben dem Alten Markt. Eine gotische Hallenkirche von schlichter Schönheit und Eleganz. Das dreijochige Langhaus wurde vermutlich nach 1322 errichtet, der Chor nach Weiheinschrift 1389 begonnen und 1396 vollendet. Der mächtige Westturm, der in das Mittelschiff einbezogen ist und in Mauerstärke aus der Westfront hervortritt, wurde 1407 bis 1467 erbaut. Der Turmhelm wurde mehrfach zerstört, er erhielt seine jetzige Gestalt 1863. Seit 2018 ist die Kirche hinter einem Gerüst verborgen: aufwendige Renovierungen machen dies nötig.

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12. Juni 2014

Wandel gestalten

Wandel und Bewegung - die Windräder auf den Tischen der Synodentagung verdeutlichten das Thema.

Kreissynode verlängert Diskussion um "Gemeinsame Dienste"
"Wer sind wir eigentlich als Kirche?" so fragte im Eröffnungsgottesdienst der Sommersynode des Ev. Kirchenkreises Unna die Präses der westfälischen Kirche am Dienstagabend in ihrer Predigt: Wer sind wir dort als Frauen und Männer, als Pfarrer und Ehrenamtliche? Kurschus ermutigte die Synodalen dazu, sich als Kirche immer wieder zu hinterfragen und die Veränderungen mutig zu gestalten. Sie nahm dabei anlässlich des 40jährigen Jubiläums der Gleichstellung von Pfarrerinnen und Pfarrern besonders Bezug auf den Wandel im Pfarrberuf. Auch der weitere Abend stand ganz unter der Frage, wie sich zukünftig der Pfarrberuf angesichts kirchlicher und gesellschaftlicher Entwicklungen wandeln muss. Hierzu gab Dr. Simone Mantei, Studienleiterin für den Bereich Praktische Theologie und Organisationsentwicklung vom Institut für Genderfragen der EKD eine kurzen geschichtlichen Einblick.

Wandel gestalten, so ließe sich auch der Bericht von Superintendentin Annette-Muhr-Nelson am darauffolgenden Sitzungstag überschreiben: veränderte Familiensituationen und die Herausforderung, als Arbeitgeber darauf zu reagieren;  die Aufgabe, Kinder- und Jugendarbeit weiterzuentwickeln; demographische Veränderungen ernst nehmen und gemeindliche Angebote anzupassen; neue Gottesdienstformen ausprobieren und die Feststellung, dass das Ehrenamt von vielen als das Gesicht der Kirche wahrgenommen wird. Dies alles münde letztlich in eine Herausforderung besonders für den Pfarrberuf: "Wir brauchen visionär und geistig gegründete Pfarrerinnen und Pfarrer, die vor allem eins können: Die Freude am Evangelium überzeugend kommunizieren." Wenn über die Zukunft des Kirchenkreises gesprochen werde, dann rede man "über die Ausstattung der Heiligen", also auch der Ehrenamtlichen und der vielen hauptamtlichen Mitarbeitenden in kirchlichen Arbeitsfeldern.

Begegnung mit amerikanischer Kirche

Der Begriff "Ausstattung der Heiligen" (to equip the saints) kommt aus der United Church of Christ (UCC), einer amerikanischen protestantischen Kirche. Die UCC Ohio Conference lud westfälische Kirchenkreise als Partner für Austausch-Programme ein. Christa Kronshage, Mitglied der westfälischen Kirchenleitung, stellte die als liberal geltende UCC vor. Die Landeskirche ist seit 1990 in Kirchengemeinschaft mit der amerikanischen Kirche verbunden. Dieser Einladung folgt nun der Kirchenkreis Unna und beschloss eine Teilnahme am Austauschprogramm "Young Ambassedor" der EKvW. Eine eigene Partnerschaft mit der UCC wird angestrebt. Ein erster Jugendaustausch ist für 2016 oder 2017 geplant. Schulpfarrer Andreas Müller wusste aus früheren Partnerschaftsbegegnungen zu berichten, dass es Sinn macht, Jugendliche als  Botschafter ihrer Kirche in einen anderen Kontext zu bringen. Für die Planung der Begegnungen hat er bereits die Unterstützung der Jugendreferenten.

Grüße von Nachbarn

Superintendent Frank Millrath aus Hamm betonte in seinem Grußwort, das er in dieser Funktion erstmals der Nachbarsynode vorstellte, Kirche sei aus der Gesellschaft nicht wegzudenken. Doch oftmals fehle es an dem Selbstbewusstsein, zu wissen: "Wir sind gut und werden immer besser". Dies mache kreativ und mutig, aus der Überzeugung von der Sache Jesu. Dechant Paul Mandelkow grüßte die Synode für die katholische Kirche mit dem Hinweis auf den  gemeinsamen Weg, auf dem man sei. Er mahnte zur Sensibilität auch für die Einengung durch die  konfessionellen Zugehörigkeiten, aber so Mandelkow: "Es gibt eine größere Identität, die uns eint."

"Gemeinsame Dienste" weiter diskutieren

Eine ausführliche Arbeit an dem vorgelegten Konzept "Gemeinsame Dienste im Kirchenkreis Unna" prägte den Nachmittag. Die Rückmeldungen aus den Gemeinden zum zukünftigen Verhältnis zwischen Gemeinden und synodalen Diensten stellte der Synodalassessor Hans-Martin Böcker vor. In Arbeitsgruppen diskutierten die Synodalen das Konzept für die "gemeinsamen Dienste", die Diskussion hierüber wird nun in einem weiteren Schritt in die Gemeinden gegeben. 2015 wird dann auf Grundlage der  Rückmeldungen das Konzept beschlossen.

Durchaus kontrovers waren die Meinungen zu einem gemeinsamen Antrag der Kamener Gemeinden, künftig die Zuweisungen für die kreiskirchliche Verwaltung an die Zuweisungen der Gemeinden zu koppeln. Die Verwaltung wird bisher durch einen Vorwegabzug der Kirchensteuer finanziert. Letztlich sprach sich die Synode für die Beibehaltung dieses Verfahrens aus.

Einige Nachwahlen in kreiskirchliche Positionen schlossen sich an, so ist neues stellvertretendes Mitglied im Kreissynodalvorstand Joachim Hosang, Presbyter aus der Kirchengemeinde Dellwig.