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Paul-Gerhardt-Kirche Bereits im Jahr 1964 war der Wunsch nach einer eigenen Kirche groß, ein Kirchbauverein sammelte fleißig und in der ersten Sitzung des Presbyteriums dieser Gemeinde wird beschlossen, eine eigene Kirche zu bauen: Im Herbst 1968 kamen die ersten Bagger, am 26.4.1970 wurde Kirchweihfest gefeiert. Die Kirche wurde auch als Garnisonskirche für die nahe liegende Glück-auf-Kaserne erbaut. Im Kirchenraum fällt zuerst der komplett aus Sandstein gefertigte Innenraum auf. Der Architekt Werner Johannsen hat einen quadratischen Grundriss gewählt. Eingangsportal, Kreuz, Altar und Taufbecken wurden von dem Bildhauer Heinz Heiber aus Nürnberg gestaltet. Besonderer Blickfang ist hier das Kreuz, dass mit 4 Metern Höhe zentraler Ort in Chorraum ist. Beleuchtet wird die Kirche durch die Kirchenfenster vom Bremer Glasmaler Heinz Lilienthal. In jede Himmelsrichtung ist ein großes Fenster vom Boden bis zum Dach, so dass zu jeder Tageszeit Sonnenlicht in bunten Farben in die Kirche fällt.

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Archiv

07. September 2010

"Pass-Tor" Setzer im Ruhestand

Kirche und Sport: Seelsorger weiter mit Leib und Seele dabei UNNA. "Pass - Tooor",  so schallt es, wenn fußballbegeisterte Theologen - ja die gibt es - aus ganz Westfalen auf dem Rasen im SportCentrum Kaiserau bei Methler zum alljährlichen Turnier der Kirchenkreise antreten. Und dann ist und war der Mann mit der obligatorischen Trillerpfeife nie fern: Pastor Karl-Ernst Setzer aus Unna. Mit dem 31.Juli endete das berufliche Engagement für den auch sportlich einsatzwilligen Theologen, der seit 1983 Synodalbeauftragter des Kirchenkreises Unna für den Bereich "Kirche und Sport" war. Jetzt wechselte er zwar nicht den "Verein", dafür aber in den Ruhestand - und das alles ohne Ablösesumme. Pfiff - Ende und Aus - mitnichten: den "Konfirmanden-Cup" im nächsten Jahr möchte Setzer "höchstpersönlich" und "am liebsten in Unna" stattfinden lassen und natürlich auch leiten, strahlt er vielversprechende Zuversicht aus. Der in Lübbecke in Westfalen geborene und in Siegen aufgewachsene Karl-Ernst Setzer bekleidete seit August 1978 die 5. Pfarrstelle im Kirchenkreis Unna, will heißen "Religionsunterricht an beruflichen Schulen". Seit 1979 war Setzer dann als Synodalbeauftragter für die Beratung und Seelsorge an Kriegsdienstverweigerern und Zivildienstleistenden sowie für den Kirchlichen Entwicklungsdienst im Kirchenkreis tätig. Dabei lag ihm seit 1983 besonders der Aufbau einer Partnerschaft mit dem Kirchenkreis Dar Es Salam in Tansania und der Gemeinde auf Sansibar am Herzen. 1988 kam es zum ersten Besuch, erinnert sich Karl-Ernst Setzer gern an die Anfänge des Aufbaus. Trotz des beruflichen Schwerpunkts Schule lag Karl-Ernst Setzer aber auch immer der Kontakt zur Gemeinde am Herzen. Von 1981 an war er beratendes Mitglied im Presbyterium der Paul-Gerhardt-Kirchengemeine Unna-Königsborn und nahm gerne auch Gottesdienst- und Urlaubsvertretungen wahr. In seiner Funktion als Religionslehrer am Hansa-Berufskolleg in Unna hatte er schnell den Schwerpunkt "Seelsorge und Beratung" inne. "Bei den jungen Leuten ging es häufig um Krisen- und Konfliktberatung, um Themen wie Tod und Trauer", erinnert sich Setzer an die Zeit als Beratungslehrer. Unabhängig von der jeweiligen Konfession der Schüler - darunter auch etliche islamischen Glaubens - ging es häufig auch um familiäre Konflikte. Rückblickend dankt Setzer, dass seine Schülerinnen und Schülern ihm einen "großen Vertrauensvorschuss" gewährt und immer den direkten Weg zu ihm gesucht hätten. Als Drogenberatungslehrer am Berufskolleg konnte der Seelsorger sich auch in Fragen der vorbeugenden Drogenberatung einbringen. Die "Droge Sport" habe, schmunzelt Setzer, ihn auch privat immer noch im Griff: Radfahren ist bei ihm fast so eine alte Leidenschaft wie "Kanufahren zu Zweit" auf ruhigen Wanderflüssen. Deshalb geht es für ihn jetzt zunächst einmal zum wohlverdienten sportlichen "Ausspannen" in den Norden.Tonino Nisipeanu