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Dorfkirche Bausenhagen Die Evangelische Dorfkirche ist zwischen 1180 und 1200 als romanische Wehrkirche errichtet worden. Seit über 800 Jahren wird in ihr den Menschen das Wort Gottes verkündet.Bis zum Bau einer neuen katholischen Kirche im Jahr 1875 ist sie als St. Agnes-Kirche von beiden Konfessionen („simultan“) genutzt worden. In den Jahren 1997/98 wurde die Kirche grundsaniert. Anschließend erhielt sie eine zeitgenössischen Innenausstattung und sieben moderne Fenster; sie alle beruhen auf einem der „Ich bin“–Worte Jesu aus dem Johannesevangelium. Der Künstler Andreas Felger aus Gnadenthal (Limburg) hat diese „Predigten aus Glas“ entworfen. Das Deckenfresko mit einem Durchmesser von 140 cm zeigt Christus, den Weltenrichter („Christus Panokrator“) und stammt aus der Entstehungszeit der Kirche. Es wurde 1957 unter Putzschichten wiederentdeckt.

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Archiv

12. Mai 2010

Hoffnung auf Menschlichkeit

Diskussion übe rdie Grenzen der medizinischen Möglichkeiten UNNA.  Ihre größte Horrorvision, sagt Ministerin a.D. Andrea Fischer, ist: "Dass eine Krankenkasse eines Tages zu Eltern sagt: Wieso habt ihr denn damals dieses Downie bekommen? Das ist ja jetzt viel teurer als ein gesundes Kind!" Endet Hoffnung mit der Möglichkeit der Medizin? Klares "Nein" von Andrea Fischer, seinerzeit im rotgrünen Kabinett unter Gerhard Schröder mit dem Gesundheitsressort betraut. Seit 2001 ist sie freiberufliche Gesundheitsberaterin und kam als solche zur Gesprächsreihe "Damit ihr Hoffnung habt" nach Unna, womit der Vorbereitungszyklus zum ökumenischen Kirchentag endete. Frei von politischen Ambitionen kam die Grüne, freilich sprach sie von Hoffnung -  nicht auf politischen Erfolg bei der Landtagswahl, sondern auf die, die beginnt, wenn medizinische Allroundkunst endet. Das Gesundheitssystem hält Fischer für pumperlgesund, trotz Unkenrufen. 160 Milliarden Euro seien 2009 ins gesetzliche System gepumpt worden. Die Versorgung werde nicht zusammenbrechen, auch nicht unter der Last der zunehmend Älteren und Pflegebedürftigen. "Wer sagt denn, ob es nicht in zwanzig Jahren ein Medikament gegen Alzheimer gibt?", fragte Fischer in die Runde der knapp 30 Zuhörenden. "Die Menschen halten sich außerdem viel länger fit und beweglich. Das solidarische Gesundheitssystem ist stabil. Wir müssen uns allerdings schon die Frage stellen, welche Leistungen wir uns noch leisten können und welche wir der Verantwortung des Einzelnen übertragen." Fischer formulierte die "Hoffnung, dass wir Grenzen akzeptieren - die, die uns das Leben setzt". Die natürliche Grenze des Lebens ist der Tod. "Sterben müssen wir alle, da kann das System noch so toll sein. Dies wird aber als verschämter Misserfolg des Systems behandelt. Davon müssen wir weg."  Hin zu einer Kultur, die "gut ist zu Sterbenden. Der wachsende Zuspruch zur Hospizbewegung ist ein gutes Zeichen." Über Hospizarbeit im Besonderen und würdevolles Sterben im Allgemeinen diskutierten anschließend zusammen mit der Ex-Ministerin im Plenum Klaus Koppenberg (Hospizbewegung im Kirchenkreis Unna), Dietmar Herberhold (Vorstand Evangelisches Krankenhaus Unna) und der Bundes-Behindertenbeauftragte Hubert Hüppe aus Werne. Silvia Rinke