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Die Dellwiger Kirche steht auf dem Ahlinger Berg in Mitten der Ortschaft Dellwig seit nunmehr 1000 Jahren. Damals gründete die Kath. Kirchengemeinde Menden auf dieser Seite der Ruhr eine Tochtergemeinde, für die ein fester Turm errichtet wurde, der auch als Wehrturm diente. Patron der Kirche war der Hl. Laurentius. Im Laufe der Zeit wurde die Kirche immer mehr erweitert. Im 12. Jahrhundert wurde das Kirchenschiff in der heutigen Form erbaut, das 1510 den Chorraum als Abschluss erhielt. Eine grundlegende Umgestaltung erfuhr das Innere der Kirche 1960 und 1992 bei einer weitere Renovierung seine heutige Gestalt. Aus der langen Reihe der Dellwiger Pfarrer ist Friedrich von Bodelschwingh besonders zu erwähnen. Er kam 1863 aus einer Pfarrstelle in Paris mit seiner Ehefrau Ida nach Dellwig. Die vier Kinder des Pastorenehepaares starben im Januar 1869 an Diphterie und sind auf dem benachbarten Friedhof beerdigt. . 1872 folgte von Bodelschwingh dem Ruf nach Bethel bei Bielefeld. Dort baute er als Leiter die Diakonische Anstalt für Epilepsiekranke und Nichtsesshafte auf.

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30. März 2007

Ein Stück Himmel auf Erden

Gemeinde feiert 50. Geburtstag ihrer Martin-Luther-Kirche OBERADEN - 50 Jahre Martin-Luther-Kirche und 75 Jahre "kleine weiße Kirche auf der Burg": das feierte jetzt die Kirchengemeinde Oberaden unter großer Beteiligung der Gemeindeglieder zusammen mit vielen Gästen. Pfarrer Reinhard Chudaska, Pfarrerin Sabine Sarpe, Pfarrer Uwe Rimbach (Rünthe) sowie Superintendentin Annette Muhr-Nelson zogen unter den Klängen des Posaunenchores zusammen mit den Presbyterinnen und Presbytern in die Martin-Luther-Kirche ein. Im Gottesdienst wirkte der Kirchenchor unter Leitung von Reinhard Boguslawski mit. "50 Jahre Martin-Luther-Kirche sind nicht viel im Vergleich zu 2000 Jahre Christentum", betonte Pfarrer Chudaska bei seiner Begrüßung. Aber es gehe nicht nur um das Gebäude, es gehe um Menschen, betonte der Seelsorger. Letztlich dürften wir Gottes Treue und Güte feiern, von der wir alle leben würden, hob Reinhard Chudaska hervor. Was mag das für ein Gefühl gewesen sein, betonte Superintendentin Annette Muhr-Nelson in ihrer Predigt, als sich vor 50 Jahren am Sonntag "Judica" die Türen der neuen Martin-Luther-Kirche öffneten? Vielleicht das Gefühl: da kommt ein Stück Himmel auf die Erde. Der Sonntag "Judica" bedeutet übersetzt "Schaffe mir Recht" erklärte die Superintendentin; aber aus eigener Kraft könnten Menschen keine Gerechtigkeit schaffen. Die alte Kirche habe Ende März immer den "Tag der Erinnerung der Geburt des Herrn" gefeiert, denn in neun Monaten sei Weihnachten. Weihnachten beginne damit in der Passionszeit und schon Martin Luther habe deutlich gesagt "Krippe und Kreuz sind aus einem Holz"."Bezogen auf die Passionszeit betonte die Superintendentin: "Auch Gott will, dass Jesus stirbt – aber auch, dass er aufersteht und den Tod überwindet." Einer gehe in den Tod, damit alle leben können: das sei die Botschaft zu Karfreitag und Ostern, hob sie hervor. Auch Hohepriester der damaligen Zeit seien eingebettet gewesen in Gottes Heilplan. Darum seien auch Juden nicht Schuld am Tod Jesu – denn am Kreuz habe Jesu den Tod für uns alle auf sich genommen. Bei der Festversammlung im Martin-Luther-Zentrum hieß Kirchmeister Friedrich Potthoff Gäste und Gemeindeglieder im Namen des Presbyteriums herzlich willkommen. Landeskirchenrat Gerhard Duncker überbrachte die Grüße von Präses Alfred Buß. Gerhard Duncker grüßte die Festversammlung mit dem 127. Psalm: "Wo der Herr nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen. Wo der Herr nicht die Stadt behütet, so wacht der Wächter umsonst."  Bürgermeister Roland Schäfer überbrachte die Grüße von Rat und Verwaltung der Stadt Bergkamen. Wichtig sei, betonte der Bürgermeister, dass in einer Stadtgemeinde viele Organisationen und Gruppen bemüht seien zum Mitmachen und Mithelfen. Dazu gehöre auch unsere Kirchengemeinde mit mancherlei Aktivitäten und Einsätzen auch in der Stadt und damit auch über die eigenen Gemeindegrenzen hinaus. Die Ev. Kirchengemeinde Oberaden habe immer wieder große Begeisterungsfähigkeit und besonderes Engagement auch über die eigenen Grenzen hinaus bewiesen. Fritz Potthoff