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Die Dellwiger Kirche steht auf dem Ahlinger Berg in Mitten der Ortschaft Dellwig seit nunmehr 1000 Jahren. Damals gründete die Kath. Kirchengemeinde Menden auf dieser Seite der Ruhr eine Tochtergemeinde, für die ein fester Turm errichtet wurde, der auch als Wehrturm diente. Patron der Kirche war der Hl. Laurentius. Im Laufe der Zeit wurde die Kirche immer mehr erweitert. Im 12. Jahrhundert wurde das Kirchenschiff in der heutigen Form erbaut, das 1510 den Chorraum als Abschluss erhielt. Eine grundlegende Umgestaltung erfuhr das Innere der Kirche 1960 und 1992 bei einer weitere Renovierung seine heutige Gestalt. Aus der langen Reihe der Dellwiger Pfarrer ist Friedrich von Bodelschwingh besonders zu erwähnen. Er kam 1863 aus einer Pfarrstelle in Paris mit seiner Ehefrau Ida nach Dellwig. Die vier Kinder des Pastorenehepaares starben im Januar 1869 an Diphterie und sind auf dem benachbarten Friedhof beerdigt. . 1872 folgte von Bodelschwingh dem Ruf nach Bethel bei Bielefeld. Dort baute er als Leiter die Diakonische Anstalt für Epilepsiekranke und Nichtsesshafte auf.

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30. Oktober 2006

"Die Menschen, die da sind, sind die Richtigen"

INFORMATIONS- UND DISKUSSIONSABEND zur Kirchenkreiskonzeption UNNA - "Gastfreundschaft ist keine neue Aufgabe, sondern eine Haltung: Die Menschen, die da sind, sind die Richtigen", begann Pfarrer Jens Haasen seinen Vortrag im Unnaer Haus der Kirche.  Der Hagener Theologe stellte das Konzept der "Gemeinde als Herberge" des niederländischen Theologen Jan Hendriks vor. Denn die Vision der Gastfreundschaft, die hier entfaltet wird, ist das Leitbild der Konzeption für den Kirchenkreis Unna, deren Entwurf nun vorliegt. Hasen berichtete von Gemeindearbeit, die Menschen vor Ort "jenseits der traditionellen Kerngemeinde" stärker in den Blick nimmt. So sei am Loxbaum in Hagen, einem stark von Zuwanderern geprägten Stadtteil, ein lebendiges diakonisches Zentrum entstanden. Bei aller Schwerpunktsetzung sei wichtig, dass die drei Dimensionen Gotteserfahrung, Gemeinschaft und Dienst an der Welt  in der Gemeindearbeit vorkämen. "Fehlt eine, sind alle gestört", betonte Hasen. Aktion und Besinnung müsse sich abwechseln wie Ebbe und Flut.
Kirche als Herberge
   Zur Gastfreundschaft gehört auch Bewirtung, so gab es für die ca. 30 Teilnehmenden aus evangelischen Gemeinden und Arbeitsbereichen ein gemeinsames Abendbrot. Der gesamte Abend wurde von Tischliedern durchzogen. Im weiteren Verlauf stellte Superintendentin Annette Muhr-Nelson den Entwurf der Kirchenkreiskonzeption vor: "Wenn die Gemeinden Herbergen sind, dann ist der Kirchenkreis so etwas wie ein Herbergsverband, der verschiedene Serviceleistungen für die Gemeinden bietet, aber auch inhaltliche Angebote von überörtlicher Bedeutung bereitstellt."  Als ein klarer Schwerpunkt wurde im Konzeptionsentwurf die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen beschrieben. Dies beschäftigte die Teilnehmenden in der folgenden Diskussion: Was ist mit den anderen Altergruppen? Natürlich wird es weiterhin kirchliche Angebote  für Erwachsene verschiedenen Alters geben. Wie sollen diese Aufgaben beschrieben und zukünftig organisiert werden?
   Die Konzeption soll nun im ganzen Kirchenkreis breit diskutiert werden. Natürlich wird sie dabei noch vielfach verändert und ergänzt. Viele Anregungen dazu gab es schon an diesem Abend. "Wir sind gespannt auf alle Rückmeldungen", unterstreicht Muhr-Nelson. Zur Sommersynode 2007 soll die Kirchenkreiskonzeption dann beschlussreif sein.  gm