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Die Stiftskirche Fröndenberg wurde ab 1230 als Klosterkirche eines Zisterzienserinnenklosters gebaut. Sie war von Anfang an mit dem märkischen Grafengeschlecht von Altena verbunden und wurde als Grabeskirche genutzt. Das Kirchenschiff selber wurde damals vom „normalen“ Volk genutzt. Der Bereich unter der Empore wurde lange als eine Art Krypta ausgewiesen. Hier fanden z.B. einige Grafen von der Mark, aber auch Äbtissinnen ihre letzte Ruhestätte (z.B. Graf Otto – 1262, Graf Engelbert – 1391). Nach gut 200 Jahren Klostertätigkeit wurden die Klosterregeln allmählich aufgegeben. Die Einrichtung wurde zu einer Versorgungsstätte für Töchter des südwestfälischen Hochadels. Der Marienaltar im Seitenschiff der Stiftskirche ist in seiner Bedeutung nicht hoch genug einzuschätzen. Er ist um 1400 entstanden und wird Konrad von Soest zugeschrieben. Er erzählt einen Marienzyklus und setzt damit kirchliche Legendenbildung und biblisches Material in Farbe um. Der Reichsadler auf dem Altar mit den Initialen FR für Friedericus Rex (Preußenkönig Friedrich) erinnert an die Fürsorgeflicht Preußens gegenüber der Stiftskirche seit der Säkularisation von 1803. Die Kirche gehört bis heute dem Land Nordrhein-Westfalen in der preußischen Rechtsnachfolge.

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Tür zu – Kioskfenster offen

Do, 17. September 2020

„Systemsprenger“ zum Start

30. Oktober 2020

Tür zu – Kioskfenster offen

Petra Rolfsmeyer, Gemeindesekretärin der Ev. Kirchengemeinde Unna, hat in Corona-Zeiten immer öfter ihr „Kiosk-Fenster“ geöffnet und gibt zum Beispiel einen Kalender heraus.

Veränderte Arbeitswelt im Kreiskirchenamt

Das Haus der Kirche in Unnas Innenstadt soll ein Ort der Begegnung und des Gespräches sein. „Einladend - gastfreundlich - inspirierend" heißt es schon in der Konzeption des Ev. Kirchenkreises Unna; als Leitmotiv dient der biblische Gedanke der Gastfreundschaft. Und jetzt? Die Corona-Pandemie hat für starke Einschränkungen gesorgt, das Haus der Kirche ist seit April für die Öffentlichkeit geschlossen, ein Zugang nur in dringenden Angelegenheiten mit Anmeldung möglich. Trotzdem gehen die Arbeiten weiter, wenn auch mit veränderten Abläufen und unter Corona-Schutzmaßnahmen. Die Mitarbeitenden gehen unterschiedlich damit um, haben sich arrangiert und teils kreative Lösungen gefunden.

Für Abholungen und kurze Gespräche öffnet Petra Rolfsmeyer, Gemeindesekretärin der Ev. Kirchengemeinde Unna, ihren „Kiosk“. So nennt sie es scherzhaft, wenn kleine Angelegenheiten am offenen Fenster erledigt werden. Schwer sei es trotzdem, den Kontakt zu den Gemeindegliedern zu halten. Das gelte auch für das Gemeindebüro Königsborn, das ebenfalls im Haus der Kirche untergebracht ist. Immer mehr Gemeindeglieder melden sich telefonisch, weniger kommen persönlich. „Wenn man zwei oder drei Menschen in einem Raum hätte, wären die Dinge einfacher”, beschreibt Andrea Rückstein, Gemeindesekretärin in Königsborn, die Lage. Doch das ist in Corona-Zeiten nicht möglich.

Neustart in der Krise

Bei all den Einschränkungen in den vergangenen sieben Monaten hat es aber auch Neueinstellungen gegeben und Mitarbeitende haben ihren Job im Haus der Kirche angetreten. Darunter war auch der Superintendent Dr. Karsten Schneider, der sein Amt im April antrat. „Es war ein ‚Im-Amt-Sein‘ mit angezogener Handbremse“, beschreibt Dr. Schneider seine ersten hundert Tage im Amt. Eine feierliche Einführung gab es bis heute nicht. Die Herausforderungen durch die Pandemie seien für alle neu gewesen – „und damit gab es auch keine anderen Superintendentur-Kollegen, die ich hätte fragen können; wie das denn geht – einen Kirchenkreis leiten in Zeiten einer Pandemie“, erklärte Schneider in seinem Synodenbericht im September.

Insgesamt hat das Kreiskirchenamt in den vergangenen sechs Monaten fünf neue Mitarbeitende eingestellt, darunter einen Auszubildenden. Eine davon ist auch Julia Lux. Sie sitzt seit rund zwei Monaten in der Zentrale und ist die erste Kontaktperson für Außenstehende. Das sind in Zeiten von Corona natürlich nur wenige Personen mit einem Termin. Dafür gibt´s von Julia Lux zur Begrüßung jetzt immer eine kleine Einweisung in die Hygiene- und Schutzmaßnahmen des Hauses. Viel mehr wird dafür am Telefon geregelt. „Schade ist es natürlich, dass ich die Leute nicht sehen kann“, betont sie. Ihr fehle zum Namen oft noch das Gesicht. Aber auch dies wird sich mit der Zeit einspielen.

Julia Lux arbeitet derzeit hinter Plexiglas und beantwortet viele Fragen am Telefon.
sd/tom