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Die Dellwiger Kirche steht auf dem Ahlinger Berg in Mitten der Ortschaft Dellwig seit nunmehr 1000 Jahren. Damals gründete die Kath. Kirchengemeinde Menden auf dieser Seite der Ruhr eine Tochtergemeinde, für die ein fester Turm errichtet wurde, der auch als Wehrturm diente. Patron der Kirche war der Hl. Laurentius. Im Laufe der Zeit wurde die Kirche immer mehr erweitert. Im 12. Jahrhundert wurde das Kirchenschiff in der heutigen Form erbaut, das 1510 den Chorraum als Abschluss erhielt. Eine grundlegende Umgestaltung erfuhr das Innere der Kirche 1960 und 1992 bei einer weitere Renovierung seine heutige Gestalt. Aus der langen Reihe der Dellwiger Pfarrer ist Friedrich von Bodelschwingh besonders zu erwähnen. Er kam 1863 aus einer Pfarrstelle in Paris mit seiner Ehefrau Ida nach Dellwig. Die vier Kinder des Pastorenehepaares starben im Januar 1869 an Diphterie und sind auf dem benachbarten Friedhof beerdigt. . 1872 folgte von Bodelschwingh dem Ruf nach Bethel bei Bielefeld. Dort baute er als Leiter die Diakonische Anstalt für Epilepsiekranke und Nichtsesshafte auf.

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21. Juni 2022

Joachim Gauck kommt mit Verspätung

Altbundespräsident Joachim Gauck (© J. Denzel, S. Kugler)

„Kamener Kanzel“ am 23. September mit Altbundespräsident

Was zunächst für Mai 2020 geplant war und wegen Corona gleich zweimal ausfiel, kann nun endlich stattfinden: am 23. September kommt Altbundespräsident Joachim Gauck nach Kamen. In der Reihe „Kamener Kanzel“ spricht er um 19 Uhr, jedoch nicht von einer Kanzel: Da die Pauluskirche in der Zeit nicht nutzbar ist, findet die Veranstaltung im Gemeindehaus Schwesterngang statt.

„Toleranz – einfach schwer“, so das Thema des Vortrages. Nicht nur sein gleichnamiges Buch ist Thema des Abends, auch die Geschehnisse in den vergangenen beiden Jahren, besonders Pandemie und Ukraine-Krieg, geben dem Auftritt besondere Bedeutung.

Karten im Vorverkauf

Um eventuellen Einschränkungen bezüglich der Platzanzahl vorzubeugen, stehen in einer ersten Runde nur 75% der möglichen Karten im Gemeindehaus zum Verkauf. Diese sind erhältlich am 5. Juni von 9 bis 12 Uhr im Gemeindehaus Schwesterngang in Kamen und zur gleichen Zeit auch im Haus der Kirche in Unna, Mozartstr. 18-20. Sollte sich die Lage im Herbst noch stabil zeigen, werden in einer zweiten Runde auch die restlichen Karten freigegeben.

Ehemaliger Pfarrer und Bundespräsident

Joachim Gauck, 1940 in Rostock geboren, war zunächst Pfarrer in seiner Geburtsstadt. Dort engagierte er sich in der Opposition zum DDR-Regime und initiierte kirchlichen und öffentlichen Widerstand gegen die SED-Diktatur. Er leitet Friedensgebete und ist Mitbegründer des Neuen Forums. 1990 zieht er als Abgeordneter von Bündnis 90 in die zum ersten Mal frei gewählte Volkskammer der DDR ein. Seit dem 3. Oktober ist er bis 2000 Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes, oder kurz: er ist Leiter der „Gauck-Behörde“. Am 18. März 2012 wählt die Bundesversammlung Joachim Gauck zum elften Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland. Seine Amtszeit endete am 18. März 2017. Weiterhin engagiert er sich für Demokratie und gegen das Vergessen von Unrecht, ob nationalsozialistischem oder dem des SED-Regimes. Dies sind auch Themen in seinen Publikationen, unter anderen in dem Buch „Toleranz: einfach schwer“ aus dem Jahr 2019.

Schon über 10 Jahre Kamener Kanzel

Die „Kamener Kanzel“ ist seit 2011 Ort und Veranstaltungsform für Lesungen oder Vorträge. Erste Rednerin dort war Margot Käßmann. Die Evangelische Kirchengemeinde Kamen und der Evangelische Kirchenkreis Unna laden Menschen auf die Kamener Kanzel, die sich gesellschaftlichen Themen und Fragen der Zeit widmen. Vorherige Gäste waren u.a. Dunja Hayali, Hellmuth Karrasek, Christine Westermann oder Samuel Koch.

ds