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Ev. Kirche Heeren-Werve Die Anfänge der denkmalgeschützten Dorfkirche liegen im 14. Jahrhundert. Besonders auffällig sind die „Heerener Giganten“, zwei Skulpturen im Seitenschiff, die der hiesige Künstler Dietrich Worbs aus wuchtigen Baumstämmen gestaltet hat („Familie in Gottes Hand“ sowie sieben biblische Szenen in einem Stamm). Von der bewegten Geschichte der Kirche erzählen u. a. die Totenschilder der Kirchenpatrone (bis 1950 Patronatskirche der Grafen von der Recke bzw. von Plettenberg), die Kopfkonsolen als Gewölbestützen sowie das bis heute einwandfrei funktionierende Uhrwerk der Kirchturmuhr von 1910. Sehenswert sind auch die Chorraumfenster mit Motiven aus der Weihnachts-, Oster- und Pfingstgeschichten. Musikinteressierte mögen sich an der Walcker-Orgel erfreuen, die vom weltberühmten Organisten Wilhelm Middelschulte und seiner Familie 1910 gestiftet wurde.

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Archiv

10. November 2010

Spendenaufruf des Kirchenkreises

Kein Platz für liberalen Rabbiner   (von Peter Otten)   Der israelische Rabbiner Moshe Navon verdient nicht genug. Er soll aus Deutschland ausgewiesen werden. Doch die liberalen Juden brauchen ihn...    "Wir müssen wieder die Bibel lesen, wir müssen wissen, was darin steht. Sie gibt uns Kraft, unser Schicksal zu ertragen. Es ist unsere Pflicht, jedem Gemeindemitglied helfend und beratend zur Seite zu stehen. Seelische Betreuung ist mindestens soviel wert wie geldliche. Wir wollen das Judentum wieder ernst nehmen. Auf unsere Ernsthaftigkeit kommt es an." Ein Mitarbeiter der Geheimen Staatspolizei fertigte diese Mitschrift eines Vortrages an, den Josef Kliersfeld, liberaler Rabbiner der jüdischen Gemeinde in Bochum hielt, bevor er 1936 mit einem Redeverbot belegt wurde und 1938 Deutschland verlassen musste. Damit ging auch in Bochum eine lange Tradition des liberalen Judentums in Deutschland jäh zu Ende. "Ich möchte an diese Tradition 70 Jahre nach der Shoa anknüpfen", sagt Dr. Moshe Navon. ...  Ein Unterstützerkreis hat sich gebildet, liberale Juden, Universitätsdozenten, Studierende, Pfarrer und Lehrer sind darin vertreten. "Wir wollen versuchen, Geld zusammen zu bekommen, um damit vorübergehend einen Teil des Einkommens zu sichern", sagt Heinrich Ohlendorf, Sprecher des Unterstützerkreises. Denn dass im Jahr 2010 ein jüdischer Rabbiner nicht in Deutschland leben dürfe, das sei schon heftig. Jetzt lehrt Navon - neben seinen Gemeindetätigkeiten - wieder an den Hochschulen und an der katholischen Fakultät der Bochumer Universität wird zudem versucht, für den Rabbiner eine Stelle einzurichten. Bis jetzt aber ist Navon in Deutschland nur "geduldet". Die Rechtmäßigkeit der Abschiebungsverfügung der Stadt Bochum wird im kommenden Jahr vom Verwaltungsgericht überprüft. Laut Eintragung im Pass ist der Rabbiner und seine Familie mit vier begabten und integrierten Kindern "ausreisepflichtig".   Kontakt: h-ohlendorf@web.de; Spenden: Evangelischer Kirchenkreis Unna,
Stichwort "Rabbiner Navon", Sparkasse Unna, Konto-Nr. 1735, BLZ 44350060      (Den ausführlichen Spendenaufruf können Sie hier als PDF-Datei aufrufen) Kirchenkreis Unna