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Die Kirche wurde ab 1230 als Klosterkirche eines Zisterzienserinnenklosters gebaut. Sie war von Anfang an mit dem märkischen Grafengeschlecht von Altena verbunden und wurde als Grabeskirche genutzt. Das Kirchenschiff selber wurde damals vom „normalen“ Volk genutzt. Der Bereich unter der Empore wurde lange als eine Art Krypta ausgewiesen. Hier fanden z.B. einige Grafen von der Mark, aber auch Äbtissinnen ihre letzte Ruhestätte (z.B. Graf Otto – 1262, Graf Engelbert – 1391). Nach gut 200 Jahren Klostertätigkeit wurden die Klosterregeln allmählich aufgegeben. Die Einrichtung wurde zu einer Versorgungsstätte für Töchter des südwestfälischen Hochadels. Der Marienaltar im Seitenschiff der Stiftskirche ist in seiner Bedeutung nicht hoch genug einzuschätzen. Er ist um 1400 entstanden und wird Konrad von Soest zugeschrieben. Er erzählt einen Marienzyklus und setzt damit kirchliche Legendenbildung und biblisches Material in Farbe um. Der Reichsadler auf dem Altar mit den Initialen FR für Friedericus Rex (Preußenkönig Friedrich) erinnert an die Fürsorgeflicht Preußens gegenüber der Stiftskirche seit der Säkularisation von 1803. Die Kirche gehört bis heute dem Land Nordrhein-Westfalen in der preußischen Rechtsnachfolge.

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Archiv

24. Juni 2010

Faire Fete mit Bananen

Eine-Welt-Laden Unna feierte standesgemäß seine 25 Jahre UNNA. Die Bananen sind kostenlos und fair und schmecken sonnengelb nach Afrika, aus Afrika stammt auch Trommler Joseph Mahamé und lugt mit seiner Trommel und den Stöcken zögerlich vom Kirchenportal hinauf ins wolkensuppige Einerlei, denn der Wettergott springt mit dem Festjubel zum 25-jährigen Eine-Welt-Laden-Bestehen eher etwas unfair um. Ruppig pustet er Winde um die Kirche, doch Profitrommler Mahamé pfeift auf afrikanische Gefühle und lässt sich stoisch im Kurzarmhemd mitten auf dem Kirchplatz nieder. Die ersten Trommellustigen gesellen sich neugierig im Kreis um ihn herum und bearbeiten auf Geheiß des Meisters beherzt die Trommeln vor sich mit den flachen Händen. Der anspornende Applaus der Umstehenden dient zugleich als Beifall für den Eine-Welt-Laden Unna, denn 25 Jahre fairer Handel ist schon eine Leistung, und die wird an diesem 19. Juni bei entschieden nichtjunihaften Temperaturen standesgemäß gefeiert. Dazu gibt´s Musik - Gospels von der Gruppe "Sunlight Voices" aus der Paul-Gerhardt-Kirchengemeinde; es gibt Currygewürz delikat bis scharf und selbstgestoßen - jeder kann mitmachen, und viele lassen sich im winddichten Zelt nicht zweimal bitten. Nachdenklichkeit und Meditation bietet der Festgottesdienst in der Kirche, draußen lockt, na klar, fußballerische Aktion an der Torwand inklusive Fußballquiz. Und es gibt Bananen, Schokolade, Kaffee, Tee, Geschirr, Textilien - samt und sonders fair gehandelt. Spende geht an soziale Projekte in Entwicklungsländer Das Lädchen neben der Stadtkirche platzt am Jubiläumssamstag vor kaufbegieriger Kundschaft. Bärbel Welpmann, Vorsitzende der Partnerschaftsgruppe Eine-Welt-Laden, posiert mit ihrem Team strahlend zum Gruppenfoto inmitten von Honig, Kaffee, Leinentaschen allesamt fair. Überwiegend stammen die Waren aus Südamerika, erklärt sie, und aus Asien. So fröhlich die Eine-Welt-Laden-Kasse speziell an diesem 25. Geburtstagssamstag auch klingelt, so bleibt doch kein Cent im Laden selbst, sondern wird in der Regel fair gespendet - an soziale Projekte in Entwicklungsländern, die früher "Dritte Welt" genannt wurden. Silvia Rinke