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Der Glockenturm der Thomaskirche in Bergkamen wurde 2012 erbaut. Durch die Fassade hindurch sind die Kirchturmglocken zu sehen. Die Kirche selbst steht im Stadtteil Overberge und gehört zur Ev. Friedenskirchengemeinde Bergkamen.

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25. Februar 2008

Gute Beteiligung bei Kirchenwahlen - am höchsten in Frömern: 21,74 %

In elf von vierzehn Kirchengemeinden im Kirchenkreis Unna gab es gestern Kirchenwahlen. Die Wahlbeteiligung lag insgesamt bei 9,83 % und somit über dem Durchschnitt der Evangelischen Kirche von Westfalen ( ca. 8,3 %).
Prozentual die meisten Wählerinnen und Wähler gab es in Frömern (21,74%), die wenigsten in der Evangelischen Gemeinde Unna (2,53 %).
Gute Stimmung in Königsborn
"Bei uns war die Stimmung den ganzen Tag super", freut sich Pfarrerin Hannelore Hollstein aus der Paul-Gerhardt-Gemeinde in Unna-Königsborn. Wie überall im Kirchenkreis ging auch hier gleich nach dem Gottesdienst  die Wahl los. Für die Königsborner GottesdienstbesucherInnen wurde anlässlich der Kirchenwahl ein Mittagessen angeboten. Weiter gab es am Nachmittag im Gemeindecafé Lesungen von biblischen Geschichten - aus der Kinderbibel. Jedoch mussten die beiden 15-jährigen Mädchen, die an der Wahl teilnehmen wollten, auf die nächste Kirchenwahl vertröstet werden.
ErstwählerInnen-Aktion in Kamen

Besonders um die ErstwählerInnen hatte sich die Kirchengemeinde Kamen gekümmert: Alle waren angeschrieben worden und es gab ein Wahlprogramm mit Verlosung für Jugendliche. "Die Resonanz hätte schon noch besser sein können," fand Jugendreferent Jörg Brand," aber etliche Jugendliche sind gekommen, die ich noch nie gesehen hatte." Wer jünger als 16 ist, durfte gestern schon einmal an einer Probewahl teilnehmen. "Die Probewähler können zur nächsten Wahl in vier Jahren wiederkommen," hofft Brand. Die Gemeinde konnte die Wahlbeteiligung kontinuierlich steigern: "2000 hatten wir 12,2%, 2004 13,9% und jetzt 14,3%," hat Pfarrer Andreas Dietrich ausgerechnet.
Knappe Ergebnisse in Heeren-Werve/ Die Ergebnisse für alle Gemeinden

In Heeren-Werve standen die Menschen nach dem Gottesdienst bis zu einer Dreiviertelstunde Schlange, um ihre Stimme abzugeben. "Aber sie haben sich alle gute unterhalten," hat Pfarrer Herbert Ritter beobachtet. Froh ist er, dass auch die beiden KandidatInnen, die nicht gewählt wurden, viele Stimmen bekommen haben. "Bei mir haben sieben Stimmen zum Presbyteramt gefehlt," sagt Werner Doepke, "aber dann mache ich eben beim Gemeindebrief mit - für alles habe ich ohnehin keine Zeit." Denn Doepke ist auch in der Partnerschaftsarbeit und anderen kirchlichen Zusammenhängen aktiv. Die Ergebnisse der Kirchenwahlen im Einzelnen finden Sie hier.
Die Wahl in ganz Westfalen: Beteiligung von 1,5 bis 46,8 %
Etwa 8,3 Prozent der wahlberechtigten Protestanten in Westfalen haben nach vorläufigem Ergebnis am Sonntag mitentschieden, wer für die kommenden vier Jahre ihre Gemeinde leitet (Stand: 24.2., 21 Uhr). Bei der Kirchenwahl wurden die Leitungsgremien (Presbyterien) der 556 Gemeinden für die nächsten vier Jahre bestimmt. 2004 hatte die Wahlbeteiligung bei 9,9 Prozent gelegen. Die aktuelle Wahlbeteiligung aufgeschlüsselt nach Gemeinden: http://www.kirchenwahl2008.de.  Spitzenreiter in der Wahlbeteiligung war die Evangelische Kirchengemeinde Schale in Hopsten im Tecklenburger Land: Dort machten 46,8 Prozent der Gemeindemitglieder von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Am wenigsten waren es in der Gemeinde Selm im Kirchenkreis Lünen bei Dortmund mit 1,5 Prozent Wahlbeteiligung. Eine Wahlhandlung fand in 228 Gemeinden statt: Dort stellen sich mehr Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl als Plätze im Presbyterium zu besetzen sind. In den anderen 328 Gemeinden haben sich jeweils so viele Kandidaten gefunden wie es der Zahl der Sitze entspricht. Sie gelten damit als gewählt. Insgesamt sind in Westfalen rund 7.500 Frauen und Männer im Ehrenamt der Gemeindeleitung tätig. Wählen darf, wer mindestens 16 Jahre alt ist. Kirchenwahlen gab es am 24. Februar in ganz Nordrhein-Westfalen, also auch in der Evangelischen Kirche in Rheinland und in der Lippischen Landeskirche. Das Presbyterium hat laut Kirchenordnung dafür Sorge zu tragen, dass die biblische Botschaft von Gottes Liebe weitergegeben wird und dass Taufe und Abendmahl in guter Weise geschehen. Die Wahl des Pfarrers oder der Pfarrerin ist eine wichtige Aufgabe des Presbyteriums. Es ist außerdem für die Konzeption verantwortlich, die nach dem Willen der Synode jede Gemeinde für sich erarbeitet. Darin werden ihr Profil, ihre Schwerpunkte und Ziele beschrieben. Aber das Presbyterium hat auch ganz handfeste Aufgaben wie Finanzen und Immobilien der Gemeinde. Es ist außerdem Anstellungsträger von Sekretärin, Küster, Kantor, vertritt die Gemeinde also auch im rechtlichen Sinne.   Gudrun Mawick/ Pressestelle EKvW