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Ev. Kirche Heeren-Werve Die Anfänge der denkmalgeschützten Dorfkirche liegen im 14. Jahrhundert. Besonders auffällig sind die „Heerener Giganten“, zwei Skulpturen im Seitenschiff, die der hiesige Künstler Dietrich Worbs aus wuchtigen Baumstämmen gestaltet hat („Familie in Gottes Hand“ sowie sieben biblische Szenen in einem Stamm). Von der bewegten Geschichte der Kirche erzählen u. a. die Totenschilder der Kirchenpatrone (bis 1950 Patronatskirche der Grafen von der Recke bzw. von Plettenberg), die Kopfkonsolen als Gewölbestützen sowie das bis heute einwandfrei funktionierende Uhrwerk der Kirchturmuhr von 1910. Sehenswert sind auch die Chorraumfenster mit Motiven aus der Weihnachts-, Oster- und Pfingstgeschichten. Musikinteressierte mögen sich an der Walcker-Orgel erfreuen, die vom weltberühmten Organisten Wilhelm Middelschulte und seiner Familie 1910 gestiftet wurde.

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Diakonie

Diakonie ist...

... das Herz der Kirche - so der Waldenser Theologe Paolo Rica,
... Wesens- und Lebensäußerung der Kirche - so das Diakoniegesetz der Evangelischen Kirche von Westfalen

Das Wort Diakonie kommt von dem griechischen Wort diakoneia und bedeutet Dienst. Das Wesen diakonischen Handelns wird an einer Bibelstelle ganz besonders deutlich:

"Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mir zu essen gegeben.
Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mir zu trinken gegeben.
Ich bin ein Fremder gewesen, und ihr habt mich aufgenommen.
Ich bin nackt gewesen, und ihr habt mich besucht.
Ich bin im Gefängnis gewesen, und ihr seid zu mir gekommen."

In den ersten christlichen Gemeinden gab es Diakone, die das Amt des Tischdienstes inne hatten und als Helfer für arme Menschen tätig waren. Die heutige Bedeutung besteht in der Lebenshilfe für andere Menschen. D.h. sie nimmt sich besonders der Menschen in körperlicher Not, in seelischer Bedrängnis und in sozial ungerechten Verhältnissen an. Sie thematisiert auch die Ursachen dieser Nöte und versucht sie zu beheben. Sie tritt für soziale Gerechtigkeit ein.

Die Professionalisierung diakonischer Hilfe führte zur Gründung spezieller Einrichtungen und zur Beschäftigung hauptberuflicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - im Kirchenkreis Unna z.B. in Form der verschiedenen Arbeitsbereiche von Diakonie Ruhr-Hellweg e.V., des Evangelischen Perthes-Werkes e.V. sowie anderer Vereine wie z.B. des Blauen Kreuzes oder der Johanniter-Unfall-Hilfe.

Das soll aber nicht vergessen lassen, dass der Dienst für andere der ganzen Kirche aufgetragen ist. In den Gemeinden des Kirchenkreises ist eine Vielzahl von haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden z.B. in unterschiedlichen Besuchsdiensten, bei den Diakoniesammlungen, bei Mittagstischen oder Cafébetrieben und in Selbsthilfegruppen aktiv.

Das Kronenkreuz ist das diakonische Zeichen. Das Kreuz symbolisiert die Liebe Gottes, die Krone seinen Herrschaftsbereich. Diakonie steht also unter dem Herrschaftsbereich der Liebe Gottes und will die Liebe Gottes in der Nächstenliebe deutlich machen. Das Kreuz mit der Krone wurde 1925 von Prof. Boeland für die Innere Mission entworfen.