Gemeinsam Kirche von morgen gestalten
Der Evangelische Kirchenkreis Unna befindet sich mitten in einem wichtigen Veränderungsprozess: Aus den bisher 13 Kirchengemeinden sollen bis 2028 vier neue, starke Gemeinden entstehen.
Damit setzen wir einen Weg fort, der bereits in den Regionen gewachsen ist – getragen von gemeinsamen Projekten, enger Zusammenarbeit und der Überzeugung, dass Kirche auch in Zukunft verlässlich, nahbar und handlungsfähig bleiben soll.
Dieser Prozess bedeutet: Verantwortung wahrnehmen, Bewährtes würdigen und Neues mutig entwickeln. Dabei ist ein wichtiges Ziel: Kirche bleibt eine tragende Säule unserer Gesellschaft – mit Werten, die Kraft, Zuversicht und Orientierung geben; mit Seelsorge und Spiritualität; mit Diakonie und Bildung, und mit gegenseitigem Respekt und einem bunten Miteinander. Dabei behalten wir im Blick, was Superintendent Dr. Karsten Schneider auf der Synode im Frühjahr 2025 betonte: Kirche bleibt eine tragende Säule unserer Gesellschaft – mit Werten, die Kraft und Orientierung geben.
Warum dieser Schritt notwendig ist
Unsere Kirche verändert sich – weniger Mitglieder, sinkende finanzielle Mittel und sich wandelnde Lebenswelten stehen neuen Chancen für Zusammenarbeit und innovatives Gemeindeleben gegenüber. Aber auch die Anzahl der Menschen, die hauptamtlich und insbesondere im Pfarramt zur Verfügung stehen, sinkt. In allen Regionen wird darum intensiv beraten, wie Gemeinde auch in Zukunft gestaltbar bleibt und welche Form der Zusammenarbeit am besten trägt.
Die Vereinigungen sind ein Ergebnis dieser Überlegungen – sie ermöglichen:
• eine stärkere Bündelung von Ressourcen
• gemeinsame Profile und Schwerpunkte
• stabile Strukturen für Haupt- und Ehrenamt
• verlässliche Angebote für Menschen aller Generationen
Gleichzeitig nehmen wir die Emotionen, Fragen und Sorgen rund um die Vereinigungen ernst – denn Verbundenheit und Nähe sind zentral für das kirchliche Leben.
Kommunikation auf dem Weg – transparent, verständlich, gemeinsam
Dieser Prozess lebt davon, dass Menschen miteinander im Gespräch bleiben. Deshalb informieren wir hier regelmäßig und offen:
• über aktuelle Schritte und Beschlüsse
• über Zeitpläne und Meilensteine
• über Auswirkungen auf Gebäude, Personal, Gruppen und Angebote
Was bleibt
Gottesdienste, Seelsorge, Diakonie und geistliches Leben bleiben verlässlich bestehen.
Gemeinde ist und bleibt ein lebendiger Ort des Glaubens, der Gemeinschaft und des Engagements.
Was sich ändert
Wir schaffen neue Räume für Zusammenarbeit und kreative Ideen – und entwickeln Bewährtes weiter.
Unsere Aufgaben werden anders verteilt und wir entlasten alle, die mitmachen wollen.
Aktuelle Nachrichten
Bergkamen
Beide Gemeinden haben die nötigen Beschlüsse zur Vereinigung gefasst. Der neue Name wird "Evangelische Kirchengemeinde Bergkamen" heißen.
Kamen
Alle drei Gemeinden haben sich auf den Weg zu einer Gemeindevereinigung gemacht und dies Mitte April veröffentlicht. Nun arbeitet hier eine Steuerungsgruppe weiter. Die Namenssuche läuft auch online hier.
Unna
Die vier Gemeinden in Unna sind auf den Weg zu einer Vereinigung. Eine Steuerungsgruppe mit Vertretungen aus allen vier Gemeinden berät über die gemeinsame Zusammenarbeit.
Region Süd
In zeitgleichen Gemeindeversammlungen Anfang Februar wurden die Gemeindeglieder über die Pläne einer Vereinigung unterrrichtet. Auch hier sind alle Beschlüsse der vier Gemeinden gefasst. Eine Steuerungsgruppe arbeitet an den notwendigen Vorarbeiten. Ein Name ist auch schon gefunden: "Evangelische Kirchengemeinde an Emscher und Ruhr".
Sommersynode 2025
Die Vision 2028 nimmt im Bericht des Superintendent Dr. Karsten Schneider eine zentrale Rolle ein.
Bei allen noch ungeklärten Fragen ist Schneider „überzeugt, dass uns dieser Weg kirchlich handlungsfähig hält.“
Zum Bericht hier
Stabstelle Strukturprozess
Im Ev. Kirchenkreis Unna sorgt eine Stabstelle für die Organistaion der Abläufe in allen Vereinigungsprozessen, von Fristenwahrung bis Informationsfluss.
Ansprechpersonen Vision 2028


FAQs
Warum braucht es überhaupt einen Transformationsprozess?
Der Kirchenkreis reagiert auf gesellschaftliche Veränderungen: sinkende Mitgliederzahlen, geringere finanzielle Mittel und neue Anforderungen an kirchliches Leben. Diese Entwicklungen wurden bereits auf der Synode als wichtige Herausforderung benannt.
Warum sollen aus 13 Gemeinden vier Gemeinden entstehen?
Die vier Regionen arbeiten bereits eng zusammen. Die Vereinigungen sollen langfristig Handlungsfähigkeit sichern, Kräfte bündeln und eine klare Struktur bieten. Gerade auf dem Gebiet der Städte bietet sich das an. Auch im Süden des Kirchenkreises sind die Gemeinden in Holzwickede und Fröndenberg schon lange eine enge Zusammenarbeit gewohnt.
Wie läuft der Fusionsprozess ab?
Der Prozess umfasst Orientierung, Erarbeitung von Konzeptionen, Beschlüsse und Umsetzung. Jede Region hat einen eigenen Zeitplan, orientiert sich jedoch am Zieljahr 2028.
Wer entscheidet über die Fusionen?
Steuerungsgruppen regeln die Arbeitsabläufe und die Presbyterien der betroffenen Gemeinden treffen Beschlüsse. Der Kirchenkreis begleitet den gesamten Prozess.
Bleibt meine Gemeinde „erkennbar“?
"Deine" Gemeinde wird sich verändern, sie wird größer. Aber an jedem Ort können Traditionen, Gruppen und lokale Profile bestehen bleiben. Örtliche Besonderheiten und Bedarfe werden bewusst geschützt.
Ändern sich Gottesdienste und Angebote?
Schon jetzt entstehen regionale Pläne. Aber: Gottesdienste, Seelsorge und Gruppenarbeit laufen weiter. Schon während des Prozesses wird geprüft, wo Ergänzungen oder Synergien sinnvoll sind, aber auch wo in der neuen Gemeinde Doppelungen vermieden und welche Orte mit weniger Personal bedient werden können.
Was bedeutet die Fusion für die Mitarbeitenden?
Die Zusammenarbeit wird enger, Verantwortlichkeit neu beschrieben. Ziel ist, gute Rahmenbedingungen für Haupt- und Ehrenamt zu schaffen und Mitarbeitenden längerfristig Arbeitsplätze sichern zu können. Sich reduzierende Stellen werden sozialverträglich verringert, zum Beispiel beim Ausscheiden von Mitarbeitenden.
Bleiben alle Kirchen und Gemeindehäuser erhalten?
In jeder Region bzw. dann Gemeinde wird auch ein gemeinsames Gebäudekonzept entstehen. Ziel ist, dass die Kirche langfristig wirtschaftlich handeln muss – inklusive einer Priorisierung von Gebäuden. Dies wird transparent und mit Beteiligung erarbeitet. Diese Veränderungen hätte es aber auch für jede einzelne Gemeinde gegeben. Die jetzige Anzahl von Gebäuden wird aber nicht zu halten sein.
Wie werden finanzielle Mittel künftig verteilt?
Nach der Vereinigung wird der Haushalt auf Ebene der neuen Gemeinde geführt. Mittel werden zielgerichteter eingesetzt, um Angebot und Gebäude nachhaltig zu sichern. Bereits jetzt gibt es hierfür eine Stabstelle in der Verwaltung.
Wie werde ich über den Prozess informiert?
Regelmäßig über diese Webseite, Gemeindebriefe, Aushänge, Social Media und Infoveranstaltungen. Transparenz ist ein Leitprinzip des gesamten Prozesses.
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