01.12.2025
Kreissynode beschließt Haushalt
Finanzen weiterhin große Herausforderung
Auf seiner diesjährigen Herbsttagung hat die Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Unna die finanziellen Weichen für die Zukunft gestellt. Zur Verfügung stehen für die kirchliche Arbeit in Gemeinden und beim Kirchenkreis 11,4 Millionen Euro. Die Verteilung der Mittel für alle kirchlichen Arbeiten im Kirchenkreis Unna ist die Aufgabe der Kreissynode.
Neben der Kirchensteuer in Höhe von 10,4 Millionen Euro wird der Haushalt mit Eigenmitteln von 1 Millionen Euro gestärkt, die besonders für die Kitas benötigt werden. Die Gemeinden erhalten 3,6 Millionen Euro, die Diakonie Ruhr-Hellweg rund 500.000 Euro, ebenso der Ausgleichsfonds samt Klimapauschale. Die Arbeit des Kirchenkreises selbst erhält 2,8 Millionen Euro. Die Besoldung der Pfarrerinnen und Pfarrer liegt bei 2,8 Millionen Euro. Eine besondere Herausforderung der kommenden Jahre sei die Finanzierung der landeskirchlichen Versorgungssysteme. Diese werden zukünftig einen steigenden Betrag benötigen, der dann dem Kirchenkreis und den Gemeinden weniger zur Verfügung steht. Der Gesamte Haushalt ist hier zum download bereitgestellt.
Keine Entwarnung bei Kitas
Mit Blick auf die Kita-Finanzierung gab es von Verwaltungsleiter Thomas Sauerwein auch gute Nachrichten: „Es ist uns gelungen, durch interne Anstrengungen, aber auch ganz besonders durch die Kooperation mit den Kommunen, die Finanzierung der Kitas zu konsolidieren. Dafür gilt den Kommunen ganz besonders unser Dank.” Dies sei jedoch keine Entwarnung, denn der allgemeine Kostendruck in der Kita-Arbeit bleibe bestehen. So stand auch ein Rückblick auf die Entscheidungen rund um die Kita-Landschaft an. Superintendent Dr. Karsten Schneider: „Es hat geschmerzt, Kitas zu schließen und um jeden Standort ist es mehr als schade. Aber nur so konnten wir die Weiterarbeit im Kita-Werk sichern.“ Nicht zuletzt im Hinblick auf die Kita-Arbeit betonte Till Knoche, der neue Bürgermeister Holzwickedes, in seinem erstmaligen Grußwort vor der Synode: „Wenn wir die Aufgaben, die sich uns stellen, in guter Zusammenarbeit angehen, dann ist das für unsere Region der richtige Weg. Dazu lade ich ein.“
Berichte aus Klimaschutz und Ökumene
Eindrückliche Ergebnisse brachte Klimaschutzmanagerin Katrin Mertens mit. Sie berichtete von den Maßnahmen zum Klimaschutz, die bereits Erfolge zeigten, ob in Form von energetischer Sanierung der Gebäude bis zur Förderung alternativer Mobilitätsformen. Als Beispiel für eine klimafreundliche und zukunftsweisende Energieversorgung stellte Mertens die Maßnahmen am Jugendhaus Taubenschlag in Königsborn vor. Dort wird durch eine Wärmepumpe, die gemeinsam mit einer PV-Anlage und einem ergänzenden Stromspeicher arbeitet, effektiv fossile Energie vermieden. Der Bericht von einer Delegationsreise nach Tansania war weniger ein Reisebericht als ein emotionaler Einblick in das ostafrikanische Land, in dem es unmittelbar nach dem Besuch der elfköpfigen Gruppe im Oktober zu Unruhen, Massenverhaftungen und Toten bei Straßenkämpfen kam. Rund um die Präsidentschaftswahl entlud sich die Unzufriedenheit mit der Regierung. Die Partnerkirche in Tansania bat eindrücklich um Unterstützung und Gebete.