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Dorfkirche Bausenhagen Die Evangelische Dorfkirche ist zwischen 1180 und 1200 als romanische Wehrkirche errichtet worden. Seit über 800 Jahren wird in ihr den Menschen das Wort Gottes verkündet.Bis zum Bau einer neuen katholischen Kirche im Jahr 1875 ist sie als St. Agnes-Kirche von beiden Konfessionen („simultan“) genutzt worden. In den Jahren 1997/98 wurde die Kirche grundsaniert. Anschließend erhielt sie eine zeitgenössischen Innenausstattung und sieben moderne Fenster; sie alle beruhen auf einem der „Ich bin“–Worte Jesu aus dem Johannesevangelium. Der Künstler Andreas Felger aus Gnadenthal (Limburg) hat diese „Predigten aus Glas“ entworfen. Das Deckenfresko mit einem Durchmesser von 140 cm zeigt Christus, den Weltenrichter („Christus Panokrator“) und stammt aus der Entstehungszeit der Kirche. Es wurde 1957 unter Putzschichten wiederentdeckt.

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Archiv

13. April 2022

Neue Pläne für neue Babys

Viel Grund zur Freude hat Hebamme Michaela Pfeiffer (Mitte) gemeinsam mit den Kolleginnen in der Geburtsstation Mtoni.

Hebamme Michaela Pfeiffer besucht Geburtsstation in Dar es Salaam

Der im Evangelischen Kirchenkreis Unna wohl bekannteste tansanische Ortsnamen  lautet "Mtoni". In diesem Vorort von Dar es Salaam liegt das Diaconical Centre, das diakonische Zentrum der Evangelisch-lutherischen Kirche. Dort ist unter anderem eine Geburtsstation untergebracht. Im April 2022 besuchte Michaela Pfeiffer die Station oder eben Mtoni.

Michaela Pfeiffer ist Hebamme und begleitet seit Jahren das Partnerschaftsprojekt „Unna Ward“. So heißt die Geburtsstation mittlerweile, denn die Unterstützung aus dem Kirchenkreis Unna hat sehr zur deren Entwicklung beigetragen. Jetzt, da der Betrieb so langsam an Fahrt aufnimmt, gibt es schon Pläne für einen Ausbau. Doch zunächst muss eine Außenmauer errichtet werden, auch eine Zufahrtsmöglichkeit für PKW und Ambulanzen steht noch an. All dies berät Pfeiffer mit den Verantwortlichen vor Ort. Aber sie fasst auch mit an und an einem der ersten Besuchstage kommen gleich drei Babys in einer Nacht dort zur Welt.

Vertrauen muss wachsen

„Es ist toll zu sehen, wie sich das hier alles entwickelt“, berichtet Pfeiffer. „Wir arbeiten gerade an der Bekanntheit und Akzeptanz der Geburtsstation, da gibt es häufig noch viel Vorbehalte.“ Die afrikanische Mentalität gerade in der Geburtshilfe sei so unterschiedlich zu der ihr bekannten. „Aber Stück für Stück können wir Vertrauen zu den Frauen aufbauen.“ Eine Werbekampagne mit Flyer, großem Schild an der Straße und einem Besuch beim lokalen Radioprogramm stehen daher auch auf der Aufgabenliste der Tage in den Tagen vor Ort.

Echte Partnerschaft

Viel Unterstützung erhält die Geburtsstation weiterhin aus Unna. Der Tansania-Partnerschaftskreis sammelt Spenden und organisiert Hilfen, die dort direkt ankommen. Anja Wulf, ebenfalls Hebamme und für Mtoni engagiert, wird nicht müde, das Projekt zu bewerben. „Was hier gelingt, das ist echte Partnerschaft: wir teilen, was wir haben und was wir können und am Ende entsteht etwas Gemeinsames.“ Sonst sind die beiden gemeinsam gereist, jetzt muss Wulf hierbleiben. „Aber ich bin ganz nah dran, wir sind in ständigem Kontakt und ich weiß immer Bescheid.“ Im Herbst wird eine größere Delegation aus dem Kirchenkreis nach Dar es Salaam reisen, natürlich nicht ohne Mtoni zu besuchen, den für die Gruppe bekanntesten Ortsnamen Tansanias.

Michaela Pfeiffer berichtet in einem Blog aktuell von ihrem Besuch  in Mtoni:
hebammentansania.blogspot.com