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Die Dellwiger Kirche steht auf dem Ahlinger Berg in Mitten der Ortschaft Dellwig seit nunmehr 1000 Jahren. Damals gründete die Kath. Kirchengemeinde Menden auf dieser Seite der Ruhr eine Tochtergemeinde, für die ein fester Turm errichtet wurde, der auch als Wehrturm diente. Patron der Kirche war der Hl. Laurentius. Im Laufe der Zeit wurde die Kirche immer mehr erweitert. Im 12. Jahrhundert wurde das Kirchenschiff in der heutigen Form erbaut, das 1510 den Chorraum als Abschluss erhielt. Eine grundlegende Umgestaltung erfuhr das Innere der Kirche 1960 und 1992 bei einer weitere Renovierung seine heutige Gestalt. Aus der langen Reihe der Dellwiger Pfarrer ist Friedrich von Bodelschwingh besonders zu erwähnen. Er kam 1863 aus einer Pfarrstelle in Paris mit seiner Ehefrau Ida nach Dellwig. Die vier Kinder des Pastorenehepaares starben im Januar 1869 an Diphterie und sind auf dem benachbarten Friedhof beerdigt. . 1872 folgte von Bodelschwingh dem Ruf nach Bethel bei Bielefeld. Dort baute er als Leiter die Diakonische Anstalt für Epilepsiekranke und Nichtsesshafte auf.

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Archiv

14. Januar 2022

hinschauen - helfen - handeln

Als Multiplikatorinnen zur Pr?vention gegen sexualisierte Gewalt sind in den Kirchenkreisen Hamm und Unna Annika Sprunk (r.) und Janina Scherlich (l.) t?tig.

Kirchenkreis startet Initiative zum Schutz vor sexualisierter Gewalt

Sicherheit ist eine Grundlage für ein vertrauensvolles Miteinander – auch die Sicherheit vor sexualisierter Gewalt. Immer wieder wird in den Medien von betroffenen Menschen berichtet, auch aus dem kirchlichen Raum. Zum Schutz vor sexualisierter Gewalt wurde nun ein Konzept für die gesamte Ev. Kirche von Westfalen (EKvW) erarbeitet und gesetzlich verankert. Im Ev. Kirchenkreis Unna hat jetzt die Umsetzung unter dem Motto „hinschauen – helfen – handeln“ begonnen, die Umsetzung geschieht in enger Zusammenarbeit mit dem benachbarten Kirchenkreis Hamm.

Wir schauen hin:
Sexualisierte Gewalt darf nicht sein. Ob gegen Kinder, Jugendliche oder Erwachsenen: wir setzen uns dafür ein, dass alle vor Übergriffen geschützt sind. Wir sensibilisieren Mitarbeitende, bei Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung genau hinzuschauen.

Wir helfen:
Betroffene von sexualisierter Gewalt haben professionelle Ansprechpersonen. Wir arbeiten zusammen mit Beratungsstellen und qualifizieren Mitarbeitende, angemessen reagieren zu können.

Wir handeln:
Schulungen und Schutzkonzepte sind Bausteine einer umfassenden Prävention gegen sexualisierte Gewalt. Ob haupt- oder ehrenamtlich tätig: wer sich in der evangelischen Kirche engagiert, wird durch Schulungen und Kurse im eigenen Handeln gestärkt.

Ansprechpartnerin für den Kirchenkreis Unna ist Janina Scherlich, sie arbeitet im ganzen Projekt eng mit dem Kirchenkreis Hamm zusammen, dort steht Annika Sprunk als Ansprechpartnerin zur Verfügung. Beide sind mit der gemeinsamen Präventionsarbeit beauftragt, stehen für Fragen zur Verfügung und kümmern sich um die anstehenden Schulungen der Mitarbeitenden in allen Arbeitsbereichen der beiden Kirchenkreise.
Kontakt zu Janina Scherlich: Tel.: 02303 / 288 - 163, Mail:

Vertrauen und Integrität wieder herstellen

„Der Prozess, den wir jetzt beginnen, wird uns Zeit, Kraft und Geld kosten. Wie notwendig er ist, daran erinnern immer wieder die Berichte von Menschen, die in unserer Kirche sexualisierte Gewalt erlitten haben - es sind erschütternd viele. Lassen Sie uns unsere Verantwortung wahrnehmen und alles tun, um es Täter/-innen in unserer Kirche so schwer wie möglich zu machen. Vielleicht können wir so auch dazu beitragen, dass das Zutrauen in die Integrität und Vertrauenswürdigkeit unserer Kirche wieder wächst“, so die Superintendent/-innen Kerstin Goldbeck (Hamm) und Dr. Karsten Schneider (Unna).

Hintergrund ist das von der Landessynode beschlossene „Kirchengesetz zum Schutz vor sexualisierter Gewalt“, das am 1. März 2021 in Kraft getreten ist. Mit der kirchengesetzlichen Regelung und dem damit verbundenen Aufbau neuer Strukturen betreten die Kirchenkreise Neuland. So sieht das Schutzkonzept vor, dass alle beruflich wie ehrenamtlich Tätigen in den Entwicklungsprozess eingebunden und entsprechend ihren Aufgabe mit dem Thema befasst werden. Im Vordergrund steht hier die Präventionsarbeit, um die Aufmerksamkeit und vor allem Handlungssicherheit zu stärken.

Mehrere Bausteine

Das beschlossene „Kirchengesetz zum Schutz vor sexualisierter Gewalt“ sieht mehrere Bausteine vor. Ein erster Schritt ist die Einsicht in die erweiterten Führungszeugnisse aller Mitarbeitenden. Somit müssen alle haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden bis zum 31. März ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen. Entsprechende Anschreiben sind bereits auf dem Postweg bzw. bei den Mitarbeitenden eingegangen.

Führungszeugnis gefordert

In einem nächsten Schritt starten Schulungsmaßnahmen für die Mitarbeitenden. Je nach Einsatzbereich werden die Mitarbeitenden in drei Modulen (Basis, Pädagog/-innen, Leitung) geschult. Dazu wird es dann ein weiteres Anschreiben mit Informationen geben. Für einen ausführlichen Überblick befinden sich derzeit entsprechende Internetseiten der Kirchenkreise Hamm und Unna im Aufbau.

Zeitgleich wird in allen kirchlichen Einrichtungen ein Konzept erarbeitet. Dies soll gewährleisten, dass die handelnden Personen voneinander wissen, wie gemeinsam der Schutz gegen sexualisierte Gewalt sichergestellt wird. Diese umfassenden Schutzkonzepte bauen in der Regel auf den schon vorhandenen Interventions-Konzepten auf, die zum Tragen kommen, wenn ein Verdacht auf Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung vorliegt.

Materialien und Informationen

Viele weitere Informationen und Dokumente finden sich auf der Seite
www.kirchenkreis-unna.de/hinschauen.