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Die Auferstehungskirche Weddinghofen wurde 1954 erbaut, zunächst als Kirche eines Bezirkes der Kirchengemeinde Methler. Seit 1971 gehört Weddingofen zur Friedenskirchengemeinde Bergkamen. Der Kirchbau erinnert in seiner Form an ein Ei. Der damalige Superintenden und Altpräses Alfred Buß schriebt in de Festschrift zum 50jährigen Bestehen der Kirche: „Mit dem Ei als Symbol der Auferstehung wird die nicht leicht verstehbare Osterbotschaft, die der Kirche den Namen gegeben hat, schon Kindern einsichtig. Diese die tödlichen Grenzen des Lebens sprengende Botschaft ist in Weddinghofen seit 50 Jahren in Stein und Glas gesetzt.“ Innen findet sich ein Taufstein von Carl-Ernst Kürten, eine Raupach-Orgel und ein Chorfenster "Das himmlischen Jerusalem" von Heinz Lilienthal. Eine Barbara aus Kohle für die Barbarafeiern sowie das Kreuz der Benediktinerabtei aus Meschede erinnern bis heute an die Bergbautradition des Ortes.

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Archiv

14. Januar 2022

hinschauen - helfen - handeln

Als Multiplikatorinnen zur Pr?vention gegen sexualisierte Gewalt sind in den Kirchenkreisen Hamm und Unna Annika Sprunk (r.) und Janina Scherlich (l.) t?tig.

Kirchenkreis startet Initiative zum Schutz vor sexualisierter Gewalt

Sicherheit ist eine Grundlage für ein vertrauensvolles Miteinander – auch die Sicherheit vor sexualisierter Gewalt. Immer wieder wird in den Medien von betroffenen Menschen berichtet, auch aus dem kirchlichen Raum. Zum Schutz vor sexualisierter Gewalt wurde nun ein Konzept für die gesamte Ev. Kirche von Westfalen (EKvW) erarbeitet und gesetzlich verankert. Im Ev. Kirchenkreis Unna hat jetzt die Umsetzung unter dem Motto „hinschauen – helfen – handeln“ begonnen, die Umsetzung geschieht in enger Zusammenarbeit mit dem benachbarten Kirchenkreis Hamm.

Wir schauen hin:
Sexualisierte Gewalt darf nicht sein. Ob gegen Kinder, Jugendliche oder Erwachsenen: wir setzen uns dafür ein, dass alle vor Übergriffen geschützt sind. Wir sensibilisieren Mitarbeitende, bei Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung genau hinzuschauen.

Wir helfen:
Betroffene von sexualisierter Gewalt haben professionelle Ansprechpersonen. Wir arbeiten zusammen mit Beratungsstellen und qualifizieren Mitarbeitende, angemessen reagieren zu können.

Wir handeln:
Schulungen und Schutzkonzepte sind Bausteine einer umfassenden Prävention gegen sexualisierte Gewalt. Ob haupt- oder ehrenamtlich tätig: wer sich in der evangelischen Kirche engagiert, wird durch Schulungen und Kurse im eigenen Handeln gestärkt.

Ansprechpartnerin für den Kirchenkreis Unna ist Janina Scherlich, sie arbeitet im ganzen Projekt eng mit dem Kirchenkreis Hamm zusammen, dort steht Annika Sprunk als Ansprechpartnerin zur Verfügung. Beide sind mit der gemeinsamen Präventionsarbeit beauftragt, stehen für Fragen zur Verfügung und kümmern sich um die anstehenden Schulungen der Mitarbeitenden in allen Arbeitsbereichen der beiden Kirchenkreise.
Kontakt zu Janina Scherlich: Tel.: 02303 / 288 - 163, Mail:

Vertrauen und Integrität wieder herstellen

„Der Prozess, den wir jetzt beginnen, wird uns Zeit, Kraft und Geld kosten. Wie notwendig er ist, daran erinnern immer wieder die Berichte von Menschen, die in unserer Kirche sexualisierte Gewalt erlitten haben - es sind erschütternd viele. Lassen Sie uns unsere Verantwortung wahrnehmen und alles tun, um es Täter/-innen in unserer Kirche so schwer wie möglich zu machen. Vielleicht können wir so auch dazu beitragen, dass das Zutrauen in die Integrität und Vertrauenswürdigkeit unserer Kirche wieder wächst“, so die Superintendent/-innen Kerstin Goldbeck (Hamm) und Dr. Karsten Schneider (Unna).

Hintergrund ist das von der Landessynode beschlossene „Kirchengesetz zum Schutz vor sexualisierter Gewalt“, das am 1. März 2021 in Kraft getreten ist. Mit der kirchengesetzlichen Regelung und dem damit verbundenen Aufbau neuer Strukturen betreten die Kirchenkreise Neuland. So sieht das Schutzkonzept vor, dass alle beruflich wie ehrenamtlich Tätigen in den Entwicklungsprozess eingebunden und entsprechend ihren Aufgabe mit dem Thema befasst werden. Im Vordergrund steht hier die Präventionsarbeit, um die Aufmerksamkeit und vor allem Handlungssicherheit zu stärken.

Mehrere Bausteine

Das beschlossene „Kirchengesetz zum Schutz vor sexualisierter Gewalt“ sieht mehrere Bausteine vor. Ein erster Schritt ist die Einsicht in die erweiterten Führungszeugnisse aller Mitarbeitenden. Somit müssen alle haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden bis zum 31. März ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen. Entsprechende Anschreiben sind bereits auf dem Postweg bzw. bei den Mitarbeitenden eingegangen.

Führungszeugnis gefordert

In einem nächsten Schritt starten Schulungsmaßnahmen für die Mitarbeitenden. Je nach Einsatzbereich werden die Mitarbeitenden in drei Modulen (Basis, Pädagog/-innen, Leitung) geschult. Dazu wird es dann ein weiteres Anschreiben mit Informationen geben. Für einen ausführlichen Überblick befinden sich derzeit entsprechende Internetseiten der Kirchenkreise Hamm und Unna im Aufbau.

Zeitgleich wird in allen kirchlichen Einrichtungen ein Konzept erarbeitet. Dies soll gewährleisten, dass die handelnden Personen voneinander wissen, wie gemeinsam der Schutz gegen sexualisierte Gewalt sichergestellt wird. Diese umfassenden Schutzkonzepte bauen in der Regel auf den schon vorhandenen Interventions-Konzepten auf, die zum Tragen kommen, wenn ein Verdacht auf Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung vorliegt.

Materialien und Informationen

Viele weitere Informationen und Dokumente finden sich auf der Seite
www.kirchenkreis-unna.de/hinschauen.