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Ev. Kirche Heeren-Werve Die Anfänge der denkmalgeschützten Dorfkirche liegen im 14. Jahrhundert. Besonders auffällig sind die „Heerener Giganten“, zwei Skulpturen im Seitenschiff, die der hiesige Künstler Dietrich Worbs aus wuchtigen Baumstämmen gestaltet hat („Familie in Gottes Hand“ sowie sieben biblische Szenen in einem Stamm). Von der bewegten Geschichte der Kirche erzählen u. a. die Totenschilder der Kirchenpatrone (bis 1950 Patronatskirche der Grafen von der Recke bzw. von Plettenberg), die Kopfkonsolen als Gewölbestützen sowie das bis heute einwandfrei funktionierende Uhrwerk der Kirchturmuhr von 1910. Sehenswert sind auch die Chorraumfenster mit Motiven aus der Weihnachts-, Oster- und Pfingstgeschichten.

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Archiv

03. Oktober 2021

3 Tage Stars of David-Festival

Pfarrer Reinhard Chudaska hat das Stars-of-David-Festival in R?nthe initiiert

Festival: Wie Menschen jüdischer Herkunft die Popkultur bereichern

Jüdische Musik, meist ist die erste Assoziation dazu Klezmer oder jiddische Lieder. Das Stars-of-David-Festival vom 22. bis 24.10. in der Christuskirche Rünthe zeigt, dass sich noch viel mehr musikalische Schätze jüdischer Künstler in Rock und Pop finden lassen.

Das Festival hat Pfarrer Reinhard Chudaska initiiert. „Die Musik jüdischer Musikerinnen und Musiker hat die Gegenwarts- und Popkultur maßgeblich geprägt, aber oftmals bleibt das unbekannt.“ Er erhofft sich, mit dem Festival dies zu ändern. Chudaska: „Das Festival bietet viele Einblicke und kann doch die Tür lediglich einen schmalen Spalt öffnen.“

„Hallelujah, Leonard Cohen“ am Freitag

Zu entdecken gibt es am ersten Abend die Musik von Leonhard Cohen. In vielen seiner Lieder griff Cohen Geschichten und Personen der Bibel auf. In seinem Welthit „Hallelujah“ beschrieb er, wie Israels König David die Abgründe der Liebe erlebte. Als Jude aus frommem Haus kannte und schätzte Cohen den Reichtum der biblischen Überlieferung. Der Theologe und Publizist Uwe Birnstein erzählt von dem außergewöhnlichen Musiker. Musik gibt es auch zu hören, denn Birnstein ist auch Musiker und mit dem „Birnstein Acoustic Cohen Project“ zu Gast in Rünthe. (22.10., 19 Uhr).

Soundtrack des Jahrhunderts – Konzert am Samstag

Einen Eindruck von der Vielfalt der Musik jüdischer Künstler verschafft das Stars-of-David-Konzert. Den „Soundtrack des 20. und 21. Jahrhunderts“ – so nennt Chudaska dieses Programm – singen und spielen Julia Kropp und die Stars of David-Band, die Musikgruppe Aschira, der Chor Simcha der jüdischen Gemeinde haKochaw aus Unna und wieder das Birnstein Acoustic Project. Dort spielt Rabea Bollmann am Cello, sie stand bereits mit Michael Bubblé und Epitaph auf der Bühne. Zu hören sind Coversongs von Bob Dylan über Simon and Garfunkel bis Amy Winehouse - Musik, die den Soundtrack des 20. und 21. Jahrhunderts maßgeblich beeinflusst hat und ganz oben in den Charts steht. Dazu kommen Folksongs in hebräischer Sprache und Lieder aus der Synagogenliturgie.

Gottesdienst am Sonntag

Ein Gottesdienst am 24.10. um 10 Uhr beendet das Festival. Die Musik steht auch hier im Mittelpunkt, wenn es heißt „Frieden Dir, Jerusalem“. Es spielten die Musikgruppen Aschira und Out of Blue.

Beitrag zum Jubiläumsjahr

Im Jubiläumsjahr „1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ ist das Festival ein Beitrag, die Musik Menschen jüdischer Herkunft erlebbar zu machen. „Dieser Beitrag ist kaum zu überschätzen“, so Chudaska. „Ihr Einfluss auf unser Lebensgefühl und unseren Lebensstil ist und bleibt bedeutend.“

Karten und Vorverkauf

Der Eintritt beträgt für die Teilnahme am gesamten Festival 20 Euro. Für einen Besuch nur am Freitag beläuft er sich auf 10 Euro, nur am Samstag auf 15 Euro. Für den Gottesdienst ist keine Eintrittskarte nötig. Karten gibt es im Gemeindebüro der Martin-Luther-Kirchengemeinde Bergkamen (02306 83120 oder un-kg-martin-luther@kk-ekvw.de) oder online unter www.ev-bildungsportal-unna.de (im Suchfeld Stars of David eingeben). Auch bei Pfarrer Reinhard Chudaska sind Karten erhältlich:

Gefördert und unterstützt wird das Stars-of-David-Festival von der westfälischen Landeskirche, der Stadt Bergkamen, der Sparkasse Bergkamen-Bönen, dem Bestattungshaus Schäfer-Kretschmer und Hünerbein, Schäfer GmbH Fenster-Türen-Fassaden und dem Ev. Kirchenkreis Unna.

Die Mitwirkenden: