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Die Johanneskirche in Frömern ist eine der ältesten Kirchen im Kirchenkreis: der Westturm stammt noch vom ersten nachweisbaren Kirchenbau aus romanischer Zeit (12. Jahrhundert). Um die Mitte des 13. Jahrhunderts erhielt die Turmhalle eine 60 cm starke Kuppel mit längsrechteckigem Grundriß. Bei der ursprünglichen romanischen Kirche handelte es sich um einen einschiffigen, zweijochigen Saalbau (7,88 x 12,76 Meter) mit halbrunder Apsis, wie man bei Grabungen während des Neubaus im 19. Jahrhundert feststellte. Die erhöht liegende Kirche war von einem Friedhof umgeben, der 1682 eine umlaufende Mauer besaß. Die Mauer und die meisten Grabsteine sind heute entfernt. Das Turmportal wurde 1876 beim Neubau vollständig erneuert. Nach dem Turmbrand 1761 bei der Schlacht von Vellinghausen wurde ein neuer spitzer 25,50 m hoher Turmhelm errichtet und die zwei über Eck gestellten Strebepfeiler hinzugefügt.

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Archiv

19. August 2021

Take Care! - Wirtschaft neu denken!

Die Bedeutung und Wertigkeit der Care-Arbeit diskutiert Dr. Uta Meier-Gr?we in der ZOOM-Veranstaltung am 1. September (Foto: Dominik Lange / unsplash.com)

Diskussion über systemrelevante Arbeit nach der Pandemie

Im Vorfeld der Bundestagswahl lädt der Ev. Kirchenkreis Unna zu einer Diskussion über die Erkenntnisse aus der Pandemie für systemrelevante Berufe und Arbeitsbereiche ein. Am Mittwoch, den 1. September von 18 bis 20 Uhr findet die Veranstaltung als Zoom-Konferenz statt.

Systemrelevante Arbeit ist zu einem großen Teil schlecht oder gar nicht bezahlt. Elke Markmann, Pfarrerin im Frauenreferat und im Bereich gesellschaftlicher Verantwortung, stellt die Frage: „Welche politischen Veränderungen sind notwendig? Während der Pandemie haben wir deutlich gespürt: Carearbeit als Fundament von Wirtschaft und Gesellschaft wird überwiegend von Frauen geleistet.“ Unter "Care-Arbeit" wird in diesem Zusammenhang die Gesamtheit der unbezahlten und bezahlten (re)produktiven Tätigkeiten des Sorgens und Sich-Kümmerns, Fürsorge und Selbstsorge gefasst. Dazu zählen die Gesundheitsversorgung, die Betreuung von Kindern und gebrechlichen Menschen, die Sorge für Tiere und Pflanzen, die Sorge für die tägliche Nahrung, für Sicherheit und Hygiene.

Vortrag und Diskussion

Prof i.R. Dr. Uta Meier-Gräwe gibt einen Einblick in wirtschaftliche Entwicklungen und Rahmenbedingungen. Sie zeigt Lösungsmöglichkeiten für eine veränderte und krisenresistentere Wirtschaft auf. Meier-Gräwe war Professorin für Wirtschaftslehre des Privathaushalts und Familienforschung an der Uni Gießen.

Gemeinsam mit Fachleuten aus unserer Region werden Erfahrungen, Herausforderungen und Lösungsansätze diskutiert. Mit dabei sind für das Bündnis für Familie die Sprecherin Pfarrerin Anja Josefowitz, für den Bereich der Pflege David Schilling (Mitarbeitervertretung Hospitalverbund), für die Sozialkaufhäuser der Diakonie die Geschäftsführerin Christine Weyrowitz, für die Perspektive geflüchteter Menschen Elias Nassour, für Erzieherinnen die Vorsitzende der Mitarbeitendenvertretung im Kindergartenwerk des Ev. Kirchenkreises Unna Frauke Hurkens, für das Thema Obdachlosigkeit Anja Wolsza vom Frauenforum im Kreis Unnae.V..

Mit Dr. Dietmar Herberhold vom Christlichen Klinikum Unna ist ein großer Arbeitgeber aus dem Bereich der Sorgearbeit ebenfalls Gesprächspartner. Als Klinikgeschäftsführer steht er vor der schwierigen Aufgabe, einerseits gute Care-Arbeit anzubieten und andererseits am Markt bestehen zu können.

Einladung und Anmeldung

Die Initiiatorin Pfarrerin Elke Markmann vom Evangelischen Kirchenkreis Unna lädt ein, sich zu informieren über die Herausforderungen für Politik und Wirtschaft: "Wir hoffen, mit dieser Veranstaltung zur inhaltlichen politischen Meinungsbildung im Vorfeld der Wahlen beitragen zu können.“ Anmeldungen für die Online-Veranstaltung per zoom sind bis zum 30. August möglich per Mail an julia.lux@kk-ekvw.de oder telefonisch 02303-288 159