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Dorfkirche Bausenhagen Die Evangelische Dorfkirche ist zwischen 1180 und 1200 als romanische Wehrkirche errichtet worden. Seit über 800 Jahren wird in ihr den Menschen das Wort Gottes verkündet.Bis zum Bau einer neuen katholischen Kirche im Jahr 1875 ist sie als St. Agnes-Kirche von beiden Konfessionen („simultan“) genutzt worden. In den Jahren 1997/98 wurde die Kirche grundsaniert. Anschließend erhielt sie eine zeitgenössischen Innenausstattung und sieben moderne Fenster; sie alle beruhen auf einem der „Ich bin“–Worte Jesu aus dem Johannesevangelium. Der Künstler Andreas Felger aus Gnadenthal (Limburg) hat diese „Predigten aus Glas“ entworfen. Das Deckenfresko mit einem Durchmesser von 140 cm zeigt Christus, den Weltenrichter („Christus Panokrator“) und stammt aus der Entstehungszeit der Kirche. Es wurde 1957 unter Putzschichten wiederentdeckt.

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Archiv

05. August 2020

Vom Flüchtling zum Azubi

Mohammadreza Servatjoo (M.) mit Ausbildungsleiterin Cornelia Knop (l.) und seiner derzeitigen Kollegin Anke Mertin (r.), Assistentin der Verwaltungsleitung.

Neuer Auszubildender im Kreiskirchenamt

Mohammadreza Servatjoo hat Anfang August seine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten beim Ev. Kirchenkreis Unna begonnen. Damit ist der 27-jährige Perser so richtig in Deutschland angekommen. Seit gut drei Jahren lebt Servatjoo mit seiner Frau in Lünen.

Sein Weg führte ihn über Nord-Zypern, wo er mit einem Stipendium zunächst ein Business-Studium begann. Nach zwei Jahren wurde die Visum-Verlängerung fällig und die Probleme begannen. Als gläubiger aber auch verfolgter Christ konnte er seine Religion im Iran nur heimlich ausleben, der Weg zur iranischen Botschaft war ihm also verwehrt. Also ging er zur deutschen Botschaft, die ihn als Flüchtling nach Deutschland schickte. In Lünen angekommen, fand er schnell Kontakt zur Ev. Kirchengemeinde, die ihn vor allem beim Deutsch lernen unterstützte. Inzwischen hat er alle Prüfungen durchlaufen und spricht fließend deutsch. Geholfen hat ihm dabei auch sein Hobby als Schwimmer. In seiner Heimat gehörte er zum internationalen Schwimmteam. Seit über zwei Jahren ist er nun in der SG Lünen aktiv und bringt seine Erfahrung als Schwimm- und Personaltrainer ein. Dabei hatte ihn der Verein in die Pflicht genommen und forderte für die Zusammenarbeit entsprechende Deutschkenntnisse. „Das hat mir geholfen, ich musste innerhalb kürzester Zeit Deutsch lernen“, berichtet Servatjoo.

Eine Ausbildung beim Ev. Kirchenkreis Unna hat er ganz bewusst gewählt. „Ich bin vielen christlichen Leuten dankbar und möchte mich hier engagieren“, erzählt Mohammadreza Servatjoo. So durchläuft er während der dreijährigen Ausbildung alle Abteilungen in der Verwaltung des Kreiskirchenamtes. Erste Einblicke bekommt er jetzt im Sekretariat der Verwaltungsleitung sowie im Gemeindebüro.