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Paul-Gerhardt-Kirche Bereits im Jahr 1964 war der Wunsch nach einer eigenen Kirche groß, ein Kirchbauverein sammelte fleißig und in der ersten Sitzung des Presbyteriums dieser Gemeinde wird beschlossen, eine eigene Kirche zu bauen: Im Herbst 1968 kamen die ersten Bagger, am 26.4.1970 wurde Kirchweihfest gefeiert. Die Kirche wurde auch als Garnisonskirche für die nahe liegende Glück-auf-Kaserne erbaut. Im Kirchenraum fällt zuerst der komplett aus Sandstein gefertigte Innenraum auf. Der Architekt Werner Johannsen hat einen quadratischen Grundriss gewählt. Eingangsportal, Kreuz, Altar und Taufbecken wurden von dem Bildhauer Heinz Heiber aus Nürnberg gestaltet. Besonderer Blickfang ist hier das Kreuz, dass mit 4 Metern Höhe zentraler Ort in Chorraum ist. Beleuchtet wird die Kirche durch die Kirchenfenster vom Bremer Glasmaler Heinz Lilienthal. In jede Himmelsrichtung ist ein großes Fenster vom Boden bis zum Dach, so dass zu jeder Tageszeit Sonnenlicht in bunten Farben in die Kirche fällt.

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Archiv

18. April 2017

Zukunft für die Jüngsten

Die Kreissynode berät über die Zukunft der Kindergärten.

Kreissynode berät über Kindergärten

In den 26 Kindergärten im Ev. Kirchenkreis soll auch in den kommenden Jahren noch Kinderlachen zu hören sein. Damit dies so gelingt, beschäftigt sich die Kreissynode des Ev. Kirchenkreises Unna mit dem künftigen Betrieb ihrer Einrichtungen. Hierfür wurde eigens eine Sondersynode am 26. April im Gemeindehaus Schwesterngang in Kamen einberufen.

Seitens des Kirchenkreises wird die Zukunft der Kitas nicht in Frage gestellt. Aber seit vier Jahren legen der Kirchenkreis oder die Gemeinden als Träger jährlich drauf. Im laufenden Kindergartenjahr steht im Haushalt ein Defizit von 650.000 Euro. Auch in den kommenden Jahren werden, wenn es denn weitergeht wie bisher, ca. 350.000 Euro aus Kirchensteuern in die Arbeit fließen. „Das können wir auf die Dauer nicht stemmen.“, so Hermann Schiefer, Geschäftsführer des Kindergartenwerkes im Kirchenkreis. „Daher brauchen wir eine Lösung für die Zukunft. Denn wir wollen auch weiterhin Verantwortung für die Jüngsten übernehmen.“

Schere zwischen Einnahmen und Kosten

Die Schieflage hat mehrere Gründe: So stieg die Landesförderung als wichtigste Finanzierung nur um 1,5% im Jahr, deutlich geringer als z. B. die Lohnkosten. Erst in diesem Jahr wurde sie auf 3% erhöht, aber immer noch zu wenig, um die gestiegenen Kosten einzufangen. Auch erhöht sich jährlich der gesetzliche Eigenanteil für den Träger. Zum anderen folgt der Kirchenkreis den Lohnsteigerungen des öffentlichen Dienstes und die Mitarbeitenden sind meist lange beim Träger beschäftigt. Schiefer: „Beides ist uns wichtig: tarifliche Bezahlung und treue Mitarbeitenden, aber es ist auch teuer. Wir arbeiten heute schon nur mit Mindestbesetzungen, für eine qualifizierte pädagogische Arbeit reicht das nicht aus.“ Ebenso verteuern sich die Gebäudekosten stärker als die Zuwendungen.

Strategie für die Zukunft

Die Mitglieder der Synode beraten nun über die Zeit bis zur Novellierung des KiBiz (Kinderbildungsgesetz NRW). Diese ist für 2019 angekündigt und soll die Träger entlasten. So liegt den Synodalen der Vorschlag vor, die nächsten beiden Jahren mit ca. 1,3 Mio. Euro zu überbrücken. Finanziert werden könnte der Betrag aus den Mehreinnahmen der Kirchensteuer. Aber auch für die Zeit danach wird jetzt bereits geplant. So schlägt der zuständige Fachausschuss den Synodalen weiter vor, ein Perspektivkonzept zu entwickeln. Hierin wären auch Kriterien zu entwickeln, was denn mit Einrichtungen geschieht, die nicht mehr ausfinanziert sind. Doch zunächst geht es allen um eine Weiterführung. Dazu Superintendent Hans-Martin Böcker: „Für uns ist Gemeinde ohne Kitas kaum denkbar, daher setzen wir auf eine gute Zukunft: für die Kinder, die Mitarbeitenden und uns als Kirche.“

Im Evangelischen Kirchenkreis werden 26 Einrichtungen betrieben, 20 davon unter dem Dach des kreiskirchlichen Kindergartenwerkes, die anderen in Gemeindeträgerschaft (Bergkamen, Kamen, Methler, Heeren-Werve). Acht Einrichtungen werden als Familienzentrum geführt. Im laufenden Kindergartenjahr werden insgesamt 1.609 Kinder betreut, 307 davon unter drei Jahre. 274 Mitarbeitende sind in dem Arbeitsbereich beschäftigt.