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Paul-Gerhardt-Kirche Bereits im Jahr 1964 war der Wunsch nach einer eigenen Kirche groß, ein Kirchbauverein sammelte fleißig und in der ersten Sitzung des Presbyteriums dieser Gemeinde wird beschlossen, eine eigene Kirche zu bauen: Im Herbst 1968 kamen die ersten Bagger, am 26.4.1970 wurde Kirchweihfest gefeiert. Die Kirche wurde auch als Garnisonskirche für die nahe liegende Glück-auf-Kaserne erbaut. Im Kirchenraum fällt zuerst der komplett aus Sandstein gefertigte Innenraum auf. Der Architekt Werner Johannsen hat einen quadratischen Grundriss gewählt. Eingangsportal, Kreuz, Altar und Taufbecken wurden von dem Bildhauer Heinz Heiber aus Nürnberg gestaltet. Besonderer Blickfang ist hier das Kreuz, dass mit 4 Metern Höhe zentraler Ort in Chorraum ist. Beleuchtet wird die Kirche durch die Kirchenfenster vom Bremer Glasmaler Heinz Lilienthal. In jede Himmelsrichtung ist ein großes Fenster vom Boden bis zum Dach, so dass zu jeder Tageszeit Sonnenlicht in bunten Farben in die Kirche fällt.

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Archiv

10. November 2015

Kirchenwahl 2016

Stimmauszählung in Holzwickede bei der Wahl 2016

Die kommende Kirchenwahl in der Evangelischen Kirche von Westfalen ist am 14. Februar 2016. Auch in den dreizehn Gemeinden des Ev. Kirchenkreises Unna werden dann die Presbyterien, also die Kirchenvorstände, neu gewählt. In den Gemeinden im Kirchenkreis werden 153 Menschen gesucht, die als Presbyterinnen und Presbyter ehrenamtlich für die Geschicke der Gemeinden verantwortlich sind. Je nach Gemeindegröße sind zurzeit zwischen acht und zwanzig gewählte Vertreter neben den Pfarrerinnen und Pfarrern im Leitungsgremium aktiv.

Wahlen sind aktive Gemeindebeteiligung

Superintendent Hans-Martin Böcker hält die Wahl trotz aller Mühen für urchristlich: „Es ist sicher nicht immer leicht, Kandidaten und Kandidatinnen für dieses verantwortungsvolle kirchliche Ehrenamt zu gewinnen. Aber der Einsatz lohnt sich.“ Echte Wahlen böten zudem die große Chance, auch vielleicht noch verborgene Gaben aufzudecken. Landeskirchenweit fand bei der letzten Wahl vor vier Jahren nur in ca. jeder vierten Gemeinde eine Wahl statt, auch war die Wahlbeteiligung mit durchschnittlich 6,6% eher gering. Im Kirchenkreis gab es nur in vier Gemeinden (Frömern, Holzwickede und Opherdicke, Heeren-Werve, Kamen-Methler) eine Wahlmöglichkeit. Doch auch das gibt es: die Ev. Kirchengemeinde Frömern hatte mit 25% Wahlbeteiligung einen der höchsten Werte in ganz Westfalen. „Kirchenwahlen gibt es, seit es christliche Gemeinden gibt. Das ist nicht der leichtere Weg, aber der Weg zu einer qualifizierten Gemeindebeteiligung“, ist sich Superintendent Böcker sicher.

In diesem Jahr wird erstmals das ganze Presbyterium neu zusammengestellt. Bisher wurde je die Hälfte für acht Jahre gewählt, nun sind es vier Jahre für alle neu Gewählten. Wählen darf jedes Gemeindemitglied, das älter als 16 Jahre ist. Hier kann es noch zu einer Änderung kommen: im November berät die Landessynode über eine Herabsenkung des Wahlalters auf 14 Jahre. Dies würde dann schon im nächsten Frühjahr gelten. 

Der Zeitplan

Seit Oktober werden in den Gemeinden Kandidatinnen und Kandidaten gesucht und vorgeschlagen. Zwischen dem 8. und 15. November finden Gemeindeversammlungen statt, in denen die Gemeinde über das Verfahren informiert wird. Bis zum 21. November können dann noch Menschen zur Wahl vorgeschlagen werden. Wenn eine Wahl zustande kommt, es also mehr Kandidaten als Plätze gibt, werden die Wahlvorschläge am 13.12. bekanntgemacht. Es folgt eine einwöchige Beschwerdefrist und eine mögliche Prüfung von Beschwerden, am 10. Januar steht dann die Wahlliste. Ab dem 24. Januar ist Briefwahl möglich, am 14. Februar stehen die Urnen in den Kirchen und Gemeindehäusern. Hier wird direkt ausgezählt. Das endgültige Wahlergebnis wird am 28. Februar abgekündigt. Wenn keine Wahl zustande kommt, weil es nur so viele Vorschläge wie Plätze gibt, sind diese Vorschläge auch gleichzeitig das Wahlergebnis, das am 13.12. verkündet wird. Amtseinführung der neuen Presbyterinnen und Presbyter ist am 6. März oder an einem der beiden folgenden Sonntage.