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1906 wurde diese Kirche gebaut, mit Material einer Vorgängerkirche, die auf Haus Reck stand. Die kleine Kapelle liegt schon auf dem Gebiet der Stadt Hamm, das Dorf Lerche ist jedoch Kamener Gemeindegebiet. Eine evangelische Gemeinde gab es hier schon seit 1567, also schon 50 Jahre nach Luthers Thesenanschlag. Ende der neunziger Jahre erhielt die Kirche neue Fenster, die nach Entwürfen des chilenischen Künstlers José Franzesco Correa Lira angefertigt wurden. Die alte und junge Geschichte wird dort sichtbar: Abendmahl und Grubenlampe finden sich gleich nebeneinander auf den Kirchenfenstern. Sichtbare Predigten auf Gemälden aus Glas.

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Archiv

24. September 2014

Flüchtlinge verlassen Fröndenberg

Die Flüchtlinge konnten auch aufgrund der vielen ehrenamtlichen und professionellen Hilfe auch unbeschwerte Momente in der Unterkunft erleben, wie hier bei einem siebten Geburtstag eines der 15 Kinder.

So schnell und überraschend wie ihre Ankunft kam auch die Abreise der Flüchtlinge, die im Haus der Mitte in Stentrop untergebracht waren. In nur vier Tagen wurde dort eine Unterkunft für 43 Menschen errichtet, mit vereinten Kräften von Deutschem Roten Kreuz, Kirchengemeinde und Kirchenkreis sowie der kommunalen Verwaltung. Ab Donnerstag, dem 18.9. waren Zelte, Betten und Küche für die Flüchtlinge fertig und wurden genutzt. Schon eine Woche später verlassen die Flüchtlinge auch schon wieder das Gemeindehaus. Über das schnelle Ende der Zeit in Fröndenberg waren sowohl die Flüchtlinge wie auch die Helfer vor Ort überrascht.

„Zum ersten Mal auf unserer Flucht haben wir erlebt, was es heißt, menschenwürdig behandelt zu werden“, so bedankte sich eine junge Frau bei den Helfern und Verantwortlichen vor Ort. Kleiderspenden wurden von der Gemeinde angenommen, hierfür verwandelte sich ein Kelleraum in eine Kleiderkammer. Ehrenamtliche des DRK waren rund um die Uhr vor Ort, Anwohner spendeten Spielzeug und kamen selbst vorbei, um bei Essensausgabe und Spielangeboten zu helfen. Letztlich waren mehr Freiwillige dort, als DRK-Zugführer Jörg Gemballa einsetzen konnte. Diakoniepfarrerin zeigte sich beeindruckt von der Hilfsbereitschaft: „Die Zusammenarbeit hier klappt prima, so viele Menschen unterstützen uns, die Situation für die Menschen hier erträglich zumachen.“

Die Kurzfristigkeit der Unterbringung war entstanden, weil allein drei Einrichtungen im Regierungsbezirk aufgrund grassierender Masern vorübergehend geschlossen werden mussten. Darüber hinaus sind die Flüchtlingszahlen zurzeit in Deutschland stetig steigend, die Krisenherde der Welt haben hieran wesentlichen Anteil. Die Notunterkunft im Gemeindehaus ist nach dem Auszug der Flüchtlinge Geschichte, nicht jedoch die Notwendigkeit, Flüchtlinge aufzunehmen. In der ehemaligen Polizeikaserne in Kamen sollen bis zu 400 Flüchtlinge untergebracht werden.