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Die Dellwiger Kirche steht auf dem Ahlinger Berg in Mitten der Ortschaft Dellwig seit nunmehr 1000 Jahren. Damals gründete die Kath. Kirchengemeinde Menden auf dieser Seite der Ruhr eine Tochtergemeinde, für die ein fester Turm errichtet wurde, der auch als Wehrturm diente. Patron der Kirche war der Hl. Laurentius. Im Laufe der Zeit wurde die Kirche immer mehr erweitert. Im 12. Jahrhundert wurde das Kirchenschiff in der heutigen Form erbaut, das 1510 den Chorraum als Abschluss erhielt. Eine grundlegende Umgestaltung erfuhr das Innere der Kirche 1960 und 1992 bei einer weitere Renovierung seine heutige Gestalt. Aus der langen Reihe der Dellwiger Pfarrer ist Friedrich von Bodelschwingh besonders zu erwähnen. Er kam 1863 aus einer Pfarrstelle in Paris mit seiner Ehefrau Ida nach Dellwig. Die vier Kinder des Pastorenehepaares starben im Januar 1869 an Diphterie und sind auf dem benachbarten Friedhof beerdigt. . 1872 folgte von Bodelschwingh dem Ruf nach Bethel bei Bielefeld. Dort baute er als Leiter die Diakonische Anstalt für Epilepsiekranke und Nichtsesshafte auf.

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26. November 2013

Kreissynode beriet über Finanzen, Flüchtlinge und Familien

Auf ihrer diesjährigen Herbstsynode am 25.11. konnten die Mitglieder der Kreissynode Unna durchweg positive Nachrichten hören: zunächst gab Verwaltungsleiter Thomas Sauerwein den 120 Delegierten in Kamen-Methler seinen Finanzbericht: "Mit einer stabilen Finanzlage sind wir in der Situation, uns auf Veränderungen der Zukunft, insbesondere der immer deutlicher wahrzunehmenden demographischen Entwicklung, einzustellen. Große Sprünge sind aber auch nicht drin." Vorsorge sei dass Gebot der Stunde, gelte es doch weiterhin, sich auf sinkende Zahlen bei den Einnahmen in Zukunft einzustellen. Die Zuweisung, mit der im Kirchenkreis gearbeitet werden kann, hat eine Höhe von 8,9 Mio. Euro, in drei Jahren werden es voraussichtlich noch 8,3 Mio sein. Der größte Teil, im nächsten Jahr 7,1 Mio Euro, geht in die Gemeinden, deren Kinder- und Jugendarbeit und die KiTas bzw. ist für die Pfarrbesoldung vorgesehen.

"Familien heute"

Ein Jahr langt hat sich auch der Kirchenkreis Unna mit dem Thema „Familien heute“ beschäftigt. Die Westfälische Landeskirche hat hierzu eine Hauptvorlage herausgegeben, die in den Gemeinden diskutiert wurde. Wesentliche Aussage des nun vorliegenden Beschlusses ist die Öffnung des traditionellen Familienbegriffes und die Wertschätzung des  verlässlichen Zusammenlebens von Menschen. "Der in der Hauptvorlage vorgelegte erweiterte Familienbegriff stellt eine Herausforderung dar, die bei manchen zu Verunsicherung im Verständnis des Begriffs 'Familie' wie auch zu kontroverser Diskussion führt, aber auch mit großer Erleichterung zur Kenntnis genommen wurde, da er eine Vielzahl tatsächlich existierender Formen des Zusammenlebens aufnimmt und Menschen in Gewissensnöten entlastet", so verlautet es die Kreissynode.

Gemeinsame Dienste

Einen Zwischenbericht erhielten die Mitglieder der Synode zum seit einem Jahr laufenden Diskussion um einen Umstrukturierung im Kirchenkreis. Drei Szenarien wurden hierzu auf der Sommersynode vorgestellt. -  So setzt die erste Variante die jeweilige Kirchengemeinde in den Mittelpunkt kirchlichen Handelns und stärkt deren Arbeit. Hier findet nicht nur das kirchliche Leben statt, sondern es würde auch von hier gesteuert und geleitet. Die jetzt auf Kirchenkreisebene verantworteten Dienste würden damit sukzessive abgebaut und ihre Arbeiten von den Gemeinden übernommen. - Ein zweites Szenario beschreibt die Auswirkungen einer Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Ortsgemeinde und Kirchenkreis. Diese Variante kommt der jetzigen Verteilung am nächsten, müsste aber in einigen Bereichen neu beschrieben werden. - Im dritten Modell wird durchbuchstabiert, was eine Stärkung der synodalen Ebene bedeuten könnte. Hier blieben die Gemeinden verantwortlich für die pastorale Grundversorgung. Beim Kirchenkreis würden dann für die kirchlichen Handlungsfelder jeweils sogenannte Kompetenzzentren eingerichtet, deren Arbeit von den Gemeinden abgerufen werden könnte.   Eine Entscheidung über die konzeptionelle Ausrichtung in Zukunft trifft die Synode dann im Juni nächsten Jahres.

Im Engagement für Flüchtlinge nicht nachlassen

Auf der gerade vergangenen Landessynode hat Präses Annette Kurschus gemahnt: "Männer, Frauen und Kinder, die aus unterschiedlichen Gründen aus ihrer Heimat geflüchtet sind und in Europa und Deutschland Aufnahme suchen, müssen bei uns auf zugewandte Menschlichkeit stoßen." Dem schloss sich die Synode des Kirchenkreises Unna an, der Kirchenkreis steht auf der Seite von Asylsuchenden und Flüchtlingen und tritt für die Bewahrung ihrer Rechte ein. Nach einem ausführlichen Bericht über die Situation der Flüchtlinge in Unna-Massen beschließt die Synode, sich dort stärker zu engagieren.  Sie drängt auf die Verbesserung der Standards in der Unterbringung und Versorgung beim Land NRW und bittet die Landesregierung, ihre Planung für die Nutzung der Landesstelle offen zu legen. Dies führe zu einer Planungssicherheit der Kommune und der Helfenden. Auch hält sie die Einrichtung eines  Runden Tisches mit Bezirksregierung, Stadt, Anwohner und Betreuern für notwendig. Die Gemeinden in den anderen Kommunen des Kreises bittet die Synode, bei der Suche nach Wohnraum für Asylsuchende zur Seite zu stehen. Des weiteren will sich die Synode im Gespräch mit den Mitgliedern des Landtages und Bundestages für eine großzügige Aufnahmeprogramm der Bundesrepublik Deutschland für syrische Schutzbedürftige und für eine Neuausrichtung der deutschen und europäischen Asylpolitik werben. "Der Schutz von Flüchtlingen und Fremden ist ein zentrales biblisches Gebot", so Diakoniepfarrerin Anja Josefowitz. "Die Katastrophe von Lampedusa darf sich nicht wiederholen." Damit verbunden ist auch der Aufruf zu Spenden an die Diakonie Katastrophenhilfe, die Kollekte der Synodalen war bestimmt für ein Flüchtlingsprojekt für syrische Flüchtlinge in Jordanien.

Reformation und Politik

Ein weiterer Blick in die Zukunft galt dem Themenjahr 2014 "Reformation und Politik". Auf dem Weg zum Reformationsjubiläum 2017 widmet sich das nächste Jahr (nach Taufe, Musik und Toleranz in den vorigen Jahren) diesem Thema unter dem Motto "streitbar". Auch im Kirchenkreis Unna wird es hierzu eine Reihe von Veranstaltungen geben (siehe hier).