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Paul-Gerhardt-Kirche Bereits im Jahr 1964 war der Wunsch nach einer eigenen Kirche groß, ein Kirchbauverein sammelte fleißig und in der ersten Sitzung des Presbyteriums dieser Gemeinde wird beschlossen, eine eigene Kirche zu bauen: Im Herbst 1968 kamen die ersten Bagger, am 26.4.1970 wurde Kirchweihfest gefeiert. Die Kirche wurde auch als Garnisonskirche für die nahe liegende Glück-auf-Kaserne erbaut. Im Kirchenraum fällt zuerst der komplett aus Sandstein gefertigte Innenraum auf. Der Architekt Werner Johannsen hat einen quadratischen Grundriss gewählt. Eingangsportal, Kreuz, Altar und Taufbecken wurden von dem Bildhauer Heinz Heiber aus Nürnberg gestaltet. Besonderer Blickfang ist hier das Kreuz, dass mit 4 Metern Höhe zentraler Ort in Chorraum ist. Beleuchtet wird die Kirche durch die Kirchenfenster vom Bremer Glasmaler Heinz Lilienthal. In jede Himmelsrichtung ist ein großes Fenster vom Boden bis zum Dach, so dass zu jeder Tageszeit Sonnenlicht in bunten Farben in die Kirche fällt.

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Archiv

19. Juli 2013

Gemeinsam rutschen und beten

So verschieden zeigt sich Jugendarbeit: als großes Spaßevent beim WheelSlidingContest und eine Woche später beim Konfirmanden-Tag rund um die Stadtkirche. In Unna gehen die Gemeinden in der Jugendarbeit neue und auf alle Fälle gemeinsame Wege. "Vieles ist für die einzelnen Gemeinden nur noch schwer durchzuführen. Aber gemeinsam bekommen wir Teilnehmende und Ehrenamtliche genug zusammen. Und es macht gemeinsam mehr Spaß" erläutert Philipp Kleffner, Jugendreferent der Ev. Kirchengemeinde Unna die Beweggründe für die regionale Kooperation. Da ist zunächst "seine" Erfindung: auf einem Gummiring über eine eingeseifte Plane rutschen. Zum dritten Mal wurde der "WheelSlidingContest" durchgeführt, doch erstmals mitten in der Stadt. Unterstützung fand die evangelische Jugend bei Feuerwehr und LÜSA, sogar die Bundeswehr war eingespannt. "Wir waren damit in der Öffentlichkeit sehr präsent und haben viele Menschen mobilisiert." so Kleffner. Eigens für die Rutschpartie wurde eine Straße in Unna abgesperrt und eine sechzig Meter lange Bahn gebaut. Sieben Tage später: auf dem großen Kirchplatz vor der Stadtkirche Unna treffen sich die Ehrenamtlichen aus den Gemeinden Unna, Königsborn, Massen und Hemmerde-Lünern wieder: diesmal ist es ein regionaler Konfirmandentag, der sie zusammen bringt. Mit ihren Pfarrerinnen und Jugendreferenten gestalten sie für 250 Konfis einen lebendigen Tag. "Hdl" - die sms-fähige Abkürzung für "Hab dich lieb" ist jetzt Thema, ein ausgelassener und fröhlicher Tag war es: "Überall rannten Konfis herum, man konnte nicht mehr erkennen, wer zu welcher Gemeinde gehörte. Aber die Veranstaltung verlor durch die Einstimmung zu Beginn, die thematischen Workshops und die Andacht zum Ende nicht ihren Ursprung - als Teil der kirchlichen Konfirmanden-Arbeit." schildert Lukas Lobert, einer der Ehrenamtlichen aus der evangelischen Jugend. Regionale Kooperation, die ist auch in der Konzeption des Kirchenkreises Unna für die Jugendarbeit beschrieben. Hier sind die Jugendreferenten alle bei den Gemeinden angestellt. Der Blick über den Tellerrand der eigenen Gemeinde und die personelle Notwendigkeit veranlassen die Gemeinden aber zu neuen Wegen. Dazu braucht es auch schon mal spektakuläre Ideen, dazu braucht es aber auch die Verankerung von Gemeinsamkeiten im Alltag. "Die kommt aber ganz von alleine, denn die Ehrenamtlichen interessieren sich plötzlich für die Mitarbeitenden aus der Nachbargemeinde. Wir besuchen uns mittlerweile regelmäßig", so beobachtete es Phillip Kleffner in diesem Frühjahr. Mit seinen Kollegen fühlt er sich daher auch bestärkt, diesen Weg weiter auszubauen: "Beides, Rutschpartie und Konfitag, wollen wir im nächsten Jahr wiederholen." Mit der Mitarbeit von vielen Ehrenamtlichen und den Hauptamtlichen aus allen vier Unnaer Gemeinden kann er ganz sicher rechnen.ds