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Dorfkirche Bausenhagen Die Evangelische Dorfkirche ist zwischen 1180 und 1200 als romanische Wehrkirche errichtet worden. Seit über 800 Jahren wird in ihr den Menschen das Wort Gottes verkündet.Bis zum Bau einer neuen katholischen Kirche im Jahr 1875 ist sie als St. Agnes-Kirche von beiden Konfessionen („simultan“) genutzt worden. In den Jahren 1997/98 wurde die Kirche grundsaniert. Anschließend erhielt sie eine zeitgenössischen Innenausstattung und sieben moderne Fenster; sie alle beruhen auf einem der „Ich bin“–Worte Jesu aus dem Johannesevangelium. Der Künstler Andreas Felger aus Gnadenthal (Limburg) hat diese „Predigten aus Glas“ entworfen. Das Deckenfresko mit einem Durchmesser von 140 cm zeigt Christus, den Weltenrichter („Christus Panokrator“) und stammt aus der Entstehungszeit der Kirche. Es wurde 1957 unter Putzschichten wiederentdeckt.

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Archiv

06. September 2012

Geschenktes Leben, die Wohngemeinschaft und der Ruhestand

Nicht auf, vielmehr "vor" der Kamener Kanzel sprach Dr. Henning Scherf in der Pauluskirche zu den knapp 300 Besuchern

Henning Scherf begeistert auf der Kamener Kanzel "Am liebsten gäbe ich jedem von Ihnen die Hand"“ begrüßte Dr. Henning Scherf  die fast 300 Zuhörer in der Pauluskirche. Einige Hände hatte er da schon geschüttelt: auf dem Weg zur "Kamener Kanzel" hielt er mehrfach im Mittelgang an und wandte sich an einzelne Gäste. Die Kanzel blieb aber an diesem Abend leer, denn er wolle "ganz nah bei Ihnen sein", ließ sich ein Handmikrofon geben und erzählte stehend zwischen den Reihen gleich los. Er zählte von seiner Weise, im Alter zu leben, von der berühmtesten Wohngemeinschaft Deutschlands. Er lebt mit 10 Personen zwischen 17 und 80 Jahren in einem Haus. Früh habe man sich an die Gestaltung dieses Lebensabschnittes gemacht, schon mit Mitte 40 entstand die Idee, mit mehreren Generationen unter einem Dach leben zu wollen. Immer wieder die Worte: "Es geht!" Damit bekräftigte er immer wieder, dass auch ungewöhnliche Wege möglich seien: das Leben mit Jung und Alt, Palliativpflege zu Hause, erfüllte Zeit, familiär und institutionell – es geht! "Ich bin nicht im Ruhestand – ruhig gestellt, wer will das schon?! Ich will weiter dabei sein." Immer in Bewegung war Scherf auch selbst und nahm am Ende Fragen der Zuhörer auf: nach dem Übergang ins Alter und natürlich nach der Wohngemeinschaft wurde er gefragt. Er beantwortete, angereichert mit eigenen Erlebnissen, lebendig und Mut machend. Im Rahmen des Jahresthemas "Im besten Alter?!" war Henning Scherf eingeladen worden. Seine Thesen und Bücher haben die Diskussion um das Altwerdens neu belebt, davon konnten die Kamener Zuhörer an diesem Abend etwas abspüren. Beim Hinausgehen wiederholte sich die Szene und es blieb Zeit für viele persönliche Gespräche, vermutlich hat Henning Scherf dann doch wirklich jedem die Hand gegeben.
ds