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Stadtkirche Unna: Von welcher Seite man sich der Kreisstadt Unna auch nähert, immer hat man einen Blick auf das prägende Wahrzeichen der Stadt Unna - die Ev. Stadtkirche. Eine Kirche mitten in der Stadt, gleich neben dem Alten Markt. Eine gotische Hallenkirche von schlichter Schönheit und Eleganz. Das dreijochige Langhaus wurde vermutlich nach 1322 errichtet, der Chor nach Weiheinschrift 1389 begonnen und 1396 vollendet. Der mächtige Westturm, der in das Mittelschiff einbezogen ist und in Mauerstärke aus der Westfront hervortritt, wurde 1407 bis 1467 erbaut. Der Turmhelm wurde mehrfach zerstört, er erhielt seine jetzige Gestalt 1863. Seit 2018 ist die Kirche hinter einem Gerüst verborgen: aufwendige Renovierungen machen dies nötig.

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27. Januar 2011

Lobe den Herren, Klatschen, Halleluja!

Überwältigende Resonanz beim Gospelworkshop FRÖNDENBERG.  "Die Hän-de zum Him-mel!!", mag es juchzend entfahren, freilich streben die Hände der mehr als 60 Juchzenden im Gemeindehaus Stift (insgesamt also über 120 Hände) durchaus zum Himmel hinauf und himmlische Avancen an. Mitnichten singen sie hier aber den Anton aus Tirol. Mitnichten, die vier Dutzend Workshopteilnehmerinnen (auch manche Männer drunter, jawoll) singen Gospels, mit vollem Herzen und ganzer Inbrunst. Wie man's macht, lernen sie von Axel Christian Schullz, denn der kennt sich aus. Singen, klatschen, sich bewegen, Gemeinschaft erleben und leben (!) - neue Lieder proben. Dies alles gehört dazu zum Gospel. "Wie viele doch gekommen sind!", freut sich Ramona Kühn, die junge Kantorin der Gemeinde. Was sich hier im gottlob geräumigen Gemeindesaal versammelt hat, kann sich fürwahr blicken lassen: "Wohlweislich, der Raum ist ungeheizt", bemerkt die junge Kirchenmusikerin. Wohlgemerkt: es ist Mitte Januar. Kein Mensch trägt dennoch gospelprobend Schal oder Mütze gar. Einige reißen sich die Pullis schon schwitzend vom Leib.  "37 Grad, multipliziert mit 60, kombiniert mit den Bewegungseinheiten", rechnet Ramona Kühn vor. Da kommt Hitze zusammen. Bewegungseinheiten verordnet reichlich Gospelfachmann Schullz, er dirigiert am Klavier sozusagen mit Händen und Füßen. Gospel, resümiert Ramona Kühn, glücklich über die atemberaubende Resonanz, erfordern eben vollen Körpereinsatz. "Wir singen deutsche und englische Stücke", schildert die 30-Jährige das Programm dieses Wochenendes. "Axel Schullz hat als Workshopdozent deutschlandweit ja ein 'Handbuch der Gospelchorleitung' herausgegeben und schreibt zahlreiche Stücke selbst." In der Stiftskirche beim Abschlusskonzert singen sie final auch reizvoll aufgepeppt Kirchliches - etwa die halb-poppige Fassung des ehrwürdigen "Lobe den Herren!". Halleluja!Silvia Rinke