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Stadtkirche Unna: Von welcher Seite man sich der Kreisstadt Unna auch nähert, immer hat man einen Blick auf das prägende Wahrzeichen der Stadt Unna - die Ev. Stadtkirche. Eine Kirche mitten in der Stadt, gleich neben dem Alten Markt. Eine gotische Hallenkirche von schlichter Schönheit und Eleganz. Das dreijochige Langhaus wurde vermutlich nach 1322 errichtet, der Chor nach Weiheinschrift 1389 begonnen und 1396 vollendet. Der mächtige Westturm, der in das Mittelschiff einbezogen ist und in Mauerstärke aus der Westfront hervortritt, wurde 1407 bis 1467 erbaut. Der Turmhelm wurde mehrfach zerstört, er erhielt seine jetzige Gestalt 1863. Seit 2018 ist die Kirche hinter einem Gerüst verborgen: aufwendige Renovierungen machen dies nötig.

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16. September 2010

"Den Papst in der Tasche"

Südkamen: Sommerwetter krönte ein wahrhaft tolles Gemeindefest   KAMEN.    Henri (5) streichelt hingebungsvoll den Fuchs. Der fletscht die Zähne und sieht mit seinen gesträubten Nackenhaaren beunruhigend angriffslustig aus, doch Henri hat keine Angst, denn der Fuchs ist ja mausetot. Ebenso wie der Fasan, ausgestopft, ihn streichelt zart Chiara (7) und blinzelt in die Sonne. Fürwahr, beim Gemeindefest in Südkamen hatte die Evangelische Kirchengemeinde Kamen - will man die Ökumene bemühen - wettertechnisch den Papst in der Tasche. Anbetungswürdiger Spätsommersonnenschein. Die Kinder belagerten die rollende Waldschule mit lebensecht präpariertem Getier. Füchse, Marder, Wiesel, Eulen, was eben kreucht, fleucht und fliegt. "Den Unterschied zwischen einem Kaninchen und einem Feldhasen kennen selbst Erwachsene oft nicht", weiß Waidmann und Presbyter Matthias Echterhoff. Er zeigt auf zwei Anschauungsexemplare, die praktischerweise direkt nebeneinander stehen: "Hase: lange Löffel, lange Hinterläufe, fast doppelt so groß wie das Kaninchen. Klar?" Klar, nicken eifrig Henri und Chiara. "Ach", staunt eine Mutter, die den Kinderwagen vorbeischiebt, "das wusste ich selbst noch nicht, wie groß Hasen sind." Eben, nickt Echterhoff. "Und ein Reh ist auch nicht die Frau vom Hirschen." Leckeres zum Reinbeißen von Feld und Wiese boten die Bauernmarkt-Anbieter und mengten sich mit pflückfrischen Tomaten und Zwetschgen appetitlich unter Korbflechter, Holzschnitzer und Steinmetze. Ihre selbstgemachten Liköre fanden längst schon vor 12 Uhr begeisterte Abnehmer - kein Wunder, wenn man so verführerisch verlockt wird wie von Ursula Taut und Helga Siering von der Ev. Arbeitnehmer-Bewegung ("na, mal' n Schlückchen Brombeeraufgesetzten probieren?"). Vielzählige Organisationen vom Männerforum bis zu den Hellweg-Werkstätten stellten sich vor, auf der Bühne zeigten u.a. die Gesamt- und Realschüler ihr Können. Mit das Beste für viele war indes das üppige kulinarische Angebot: Von köstlichen Waffeln, Currywurst, Schwenkkartoffeln und Co. regelrecht umzingelt "müsste man", stöhnte eine ältere Dame in komischer Verzweiflung am Kuchenbuffet, "am besten fünf Mägen haben!"Silvia Rinke