Informationen
zum Hintergrund-
bild - bitte klicken
Sie hier.

Im Bild

Die Dellwiger Kirche steht auf dem Ahlinger Berg in Mitten der Ortschaft Dellwig seit nunmehr 1000 Jahren. Damals gründete die Kath. Kirchengemeinde Menden auf dieser Seite der Ruhr eine Tochtergemeinde, für die ein fester Turm errichtet wurde, der auch als Wehrturm diente. Patron der Kirche war der Hl. Laurentius. Im Laufe der Zeit wurde die Kirche immer mehr erweitert. Im 12. Jahrhundert wurde das Kirchenschiff in der heutigen Form erbaut, das 1510 den Chorraum als Abschluss erhielt. Eine grundlegende Umgestaltung erfuhr das Innere der Kirche 1960 und 1992 bei einer weitere Renovierung seine heutige Gestalt. Aus der langen Reihe der Dellwiger Pfarrer ist Friedrich von Bodelschwingh besonders zu erwähnen. Er kam 1863 aus einer Pfarrstelle in Paris mit seiner Ehefrau Ida nach Dellwig. Die vier Kinder des Pastorenehepaares starben im Januar 1869 an Diphterie und sind auf dem benachbarten Friedhof beerdigt. . 1872 folgte von Bodelschwingh dem Ruf nach Bethel bei Bielefeld. Dort baute er als Leiter die Diakonische Anstalt für Epilepsiekranke und Nichtsesshafte auf.

Zurück zur Seite

Archiv

18. August 2010

Gospel vor dem Kirchportal

UNNA. Wenn sich eine so durchweg weltliche Angelegenheit wie ein Stadtfest mit dem gesungenen und geschnippten Evangelium vermählt, dann kann man sicher sein: Hier hat mindestens ein gospelvernarrter Pfarrer seine Finger ins Spiel gebracht. In diesem Fall sind es sogar zwei Pfarrer, Stadtkirchenpastor Jörg Uwe Pehle und sein katholischer Seelsorgerkollege Georg Birwer vom Pfarrverbund St. Katharina. Beide laden ein zum ökumenischen Gospelgottesdienst am Stadtfestsonntag, dem 5. September, in frischer Luft auf dem evangelischen Kirchplatz und natürlich ungemein swingend musikträchtig. Gospel bedeutet auf Englisch  Evangelium. Was läge also näher, als am Sonntag des größten Stadtfestes der Region (mit über 100-stündigen Musikprogramm auf acht Bühnen) auch das Evangelium swingen zu lassen? Open air, ab 11.30 Uhr. Mitreißende Gospels zum Gospelgottesdienst liefern die 15 "Swingo Singers" aus dem Westmünsterland. Unter der Leitung von Udo Hotten werden sie im Anschluss an den Segen ab ca. 13 Uhr zusätzlich ein 90-minütiges Konzert geben, bei dem geswingt und geklatscht und mit Inbrunst mitgesungen werden darf wie fürs heilige Evangelium schlechthin. Zur musikalischen Begleitung bearbeitet Seelsorger Johannes Doering persönlich die Hammondorgel, Stephan Lucka spielt Bass, Kay Siepmann Schlagzeug und Udo Hotten das Piano.  Überhaupt spielt sich vor der Stadtkirche diesmal höchst Bemerkenswertes ab: Denn das Weindorf der Moselwinzer, so lauschig im Halbkreis vor dem Kirchportal, erstrahlt beim Stadtfest 2010 im sanften Glanz des Freundschaftsjubiläums "60 Jahre Unna-Enkirch". Von daher wird der Kirchplatz schon am Donnerstagabend (2. September) für ein "Pre-Opening" hergerichtet. Die Lokalmatatadoren von Cantus Brutalis Unna  kehren zu diesem Zweck eigens nach fünfjähriger Konzertabstinenz auf die Bühne zurück, und die Winzer aus Enkirch bereiten - neben ihren erlesenen Tröpfchen - so manche Überraschung zum "Aufwärmen" fürs "richtige Stadtfest" vor. Dies beginnt dann wie gewohnt am Freitag und dauert, nonstop mit Musik, Wein (Weib) und Gesang, bis zum vorgerückten Sonntagabend. Silvia Rinke