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Die Dellwiger Kirche steht auf dem Ahlinger Berg in Mitten der Ortschaft Dellwig seit nunmehr 1000 Jahren. Damals gründete die Kath. Kirchengemeinde Menden auf dieser Seite der Ruhr eine Tochtergemeinde, für die ein fester Turm errichtet wurde, der auch als Wehrturm diente. Patron der Kirche war der Hl. Laurentius. Im Laufe der Zeit wurde die Kirche immer mehr erweitert. Im 12. Jahrhundert wurde das Kirchenschiff in der heutigen Form erbaut, das 1510 den Chorraum als Abschluss erhielt. Eine grundlegende Umgestaltung erfuhr das Innere der Kirche 1960 und 1992 bei einer weitere Renovierung seine heutige Gestalt. Aus der langen Reihe der Dellwiger Pfarrer ist Friedrich von Bodelschwingh besonders zu erwähnen. Er kam 1863 aus einer Pfarrstelle in Paris mit seiner Ehefrau Ida nach Dellwig. Die vier Kinder des Pastorenehepaares starben im Januar 1869 an Diphterie und sind auf dem benachbarten Friedhof beerdigt. . 1872 folgte von Bodelschwingh dem Ruf nach Bethel bei Bielefeld. Dort baute er als Leiter die Diakonische Anstalt für Epilepsiekranke und Nichtsesshafte auf.

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17. Juni 2010

17.6. FRÖNDENBERG: Der Traum von einem interkulturellen Garten

FRÖNDENBERG.   Der erste Kontakt wurde im vergangenen Herbst auf dem Bauernmarkt in Fröndenberg geknüpft. Jetzt trafen sich erstmalig Vertreterinnen und Vertreter des türkisch-islamischen Kulturvereins, der evangelischen  Kirchengemeinde und der NABU-Ortsgruppe im Gemeindehaus Stift in der  Eulenstraße. Das Treffen war hochkarätig besetzt. So waren u.a. Ismail Kilic, der Hodscha der Muslime, Hartmut Görler, evangelischer Pfarrer,  Josef Tumbrinck, Landesvorsitzender des Naturschutzbundes NRW sowie  Rüdiger Midasch, Integrationsbeauftragter der Stadt Menden zugegen. Ziel  war es, sich auf eine gemeinsame ökologische Verantwortung zu  verständigen und erste Verabredungen zu treffen. "Selbst die Schlange  isst die Erde mit Maßen". Mit diesem islamischen Sprichwort betonte selbst der Hodscha, dass es für Muslime eine religiöse Pflicht sei, die  Welt zu bewahren und sich vor Ausbeutung zu hüten. "Die erste Generation  von Türken in der Bundesrepublik", so Kilic, "hätten einen landwirtschaftlichen Hintergrund gehabt. Die dritte Generation habe  mittlerweile viel diesbezüglich verloren". Grund genug, sich der  Verantwortung wieder neu zu stellen. Eine Idee begeisterte alle Beteiligen: eine interkulturelle Gartenanlage mit kleineren Parzellen,  in der sich Menschen mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund  treffen und voneinander lernen können. Ob sich dafür ein Grundstück  findet, möglichst zentral zwischen Fröndenberg und Menden, muss in den nächsten Wochen sondiert werden. Einen weiteren Anstoß könnte ein Vortrag am Donnerstag, dem 17. Juni 2010 um 18.30 Uhr in der Bildungsstätte Kluse geben. Unabhängig davon haben sich die NABU Ortsgruppe Fröndenberg und der türkisch-islamische Kulturverein jetzt schon darauf verständigt, eine engere Zusammenarbeit zu prüfen. Und auf religiöser Ebene wollen Christen und Muslime darüber ins Gespräch kommen, inwieweit eine ökologische Verantwortung von der Bibel bzw. vom Koran her begründet ist.Hartmut Görler