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Dorfkirche Bausenhagen Die Evangelische Dorfkirche ist zwischen 1180 und 1200 als romanische Wehrkirche errichtet worden. Seit über 800 Jahren wird in ihr den Menschen das Wort Gottes verkündet.Bis zum Bau einer neuen katholischen Kirche im Jahr 1875 ist sie als St. Agnes-Kirche von beiden Konfessionen („simultan“) genutzt worden. In den Jahren 1997/98 wurde die Kirche grundsaniert. Anschließend erhielt sie eine zeitgenössischen Innenausstattung und sieben moderne Fenster; sie alle beruhen auf einem der „Ich bin“–Worte Jesu aus dem Johannesevangelium. Der Künstler Andreas Felger aus Gnadenthal (Limburg) hat diese „Predigten aus Glas“ entworfen. Das Deckenfresko mit einem Durchmesser von 140 cm zeigt Christus, den Weltenrichter („Christus Panokrator“) und stammt aus der Entstehungszeit der Kirche. Es wurde 1957 unter Putzschichten wiederentdeckt.

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Archiv

27. April 2010

Rünther Konfirmanden ohne Berührungsängste

"Seniorenglück":
Senioren im Rollstuhl besuchten jungen Leute im Rünther Haus der Mitte RÜNTHE.   Theorie und Praxis gingen am Samstag Hand in Hand. 25 Konfirmandinnen und Konfirmanden, die im nächsten Jahr zum ersten Mal das Abendmahl empfangen werden, bekamen Besuch von fünf Seniorinnen und Senioren aus dem Rünther Seniorenheim "Seniorenglück". Es war eine Kooperation zwischen Seniorenheim und Martin-Luther-Kirchengemeinde. Bereits zum 8. Mal arrangierten Angelika Chur, Sozialdienstleiterin des Rünther Seniorenstifts und Bärbel Kuhlmann vom Presbyterium das Treffen zwischen "jung und alt". Den jugendlichen Teilnehmern erklärte Angelika Chur zunächst die Lebensbedingungen der älteren Menschen, die zum Teil angewiesen sind auf fremde Hilfe, um die Konfirmandinnen und Konfirmanden auf die menschlichen Belange und Bedürfnisse älterer Mitbürger zunächst einmal zu sensibilisieren. Ausführlich erklärte Chur nicht nur das Alltagsleben in einem der zahlreichen Seniorenheime, sondern erzählte der jungen Generation auch über ihre persönliche Arbeit und ihre Erfahrungen mit den Senioren. Schnell war das Interesse bei den Konfirmanden geweckt, die, neugierig geworden, auch nicht nachließen, als Referent Marco Pfaff, Mitarbeiter eines in Rünthe ansässigen Pflegedienstes, über die Symptomatik und den Umgang von Altersdemenz sprach. "Wir wollen junge Menschen an soziales Lernen heranführen", erklärten Angelika Chur und Bärbel Kuhlmann die Absicht des generationsübergreifenden Projektes. Ein Erlebnis war es jedoch nicht nur für die Teilnehmer der jungen Generation, sondern auch für die fünf Senioren, die allesamt mit dem Rollstuhl zum Haus der Mitte gefahren worden waren. Auf dem Außengelände ging es dann an den praktischen Part: Jeder Jugendliche durfte einmal einen Menschen im Rollstuhl einige Meter fahren. Welch schwere Arbeit es darstellt, bekamen die Teenager dann sehr schnell vermittelt. Angelika Chur erläuterte zum einen den technischen Umgang mit den mobilen Hilfsmitteln, aber auch die Art und Weise, wie die Kommunikation für Seniorinnen und Senioren am angenehmsten ist. Geübt wurde die Kommunikation in einem Rollenspiel, das die rüstigen Senioren zu einem oft heiteren Schmunzeln veranlasste. Andreas Krüger