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Die Kirche wurde nach Grundsteinlegung am 28. Juni 1953 und tatkräftiger Mithilfe während der Bauzeit am 1. Advent 1955 eingeweiht. Im Jahr 2013 wurde eine durch einen Raumteiler geschützte Gedenkkapelle eingerichtet und ein Durchgang zum Gemeindehaus errichtet. An der Wand neben dem Altarraum zeigt ein Putzschnitt den „Sinkenden Petrus“. Die Orgel ist eine Steinmann-Orgel von 1978 . Drei Glocken rufen die Gemeinde zum Gebet und Gottesdienst. Sie tragen die Aufschriften: „Er ist unser Friede“, „Land, Land, Land höre des Herrn Wort!“ und „Ehre sein Gott in der Höhe“ .

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Archiv

03. März 2010

Unna-Königsborn: Heißes Eisen angepackt

Zahlreiche Männer hatten ihre Partnerinnen mitgebracht, und das war gut so. Seit dem Abend über "Patientenverfügung", der anschaulich und sachkundig von Engelbert Schulte von der Betreuungsbehörde der Stadt Unna bestritten wurde, sind Tabus aufgebrochen worden, die in diesem hochsensiblen Bereich weit verbreitet sind. Anders als bei der "Allgemeinen Vollmacht", die über vorhandene Vordrucke problemlos ausgestellt werden kann, bedarf es bei der Patientenverfügung eines individuell aufgesetzten kleinen "Dokuments", das persönlich darlegt, wie man in extremen Situationen ärztlich behandelt werden möchte. Die vom Bundesminister der Justiz herausgebrachte Broschüre, die im Kaminzimmer der Paul-Gerhardt-Gemeinde starken Absatz fand, informiert da präzis und zuverlässig. "Der größte Mangel," so Schulte, "liegt darin, dass junge wie alte Menschen sich vor Fragen des Lebensendes drücken." Und: "Je jünger man ist, desto wichtiger ist eine eigens formulierte Patientenverfügung, an die der Arzt sich halten kann. Ab 18 müsste man eigentlich für einen ‚Vertreter' sorgen." Und da liegt der zweite Knackpunkt: mit diesem ‚Vertreter', der die Verfügung im Krankheitsfalle vorlegen und auch durchsetzen soll, muss enges, regelmäßiges Einvernehmen bestehen. Alle zwei Jahre solle man die Patientenverfügung überarbeiten und dann auch beim Hausarzt hinterlegen. Rüdiger Pagenstecher, Pastor nunmehr im Ruhestand: "Ich gestehe, dass ich zu denen gehöre, die sich jetzt flugs an eine Patientenverfügung ranmachen. Jetzt ist mir erst einmal so richtig klar geworden, welche Erleichterung ich damit für meine Angehörigen schaffen kann."Ulrich Knies