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Die Dellwiger Kirche steht auf dem Ahlinger Berg in Mitten der Ortschaft Dellwig seit nunmehr 1000 Jahren. Damals gründete die Kath. Kirchengemeinde Menden auf dieser Seite der Ruhr eine Tochtergemeinde, für die ein fester Turm errichtet wurde, der auch als Wehrturm diente. Patron der Kirche war der Hl. Laurentius. Im Laufe der Zeit wurde die Kirche immer mehr erweitert. Im 12. Jahrhundert wurde das Kirchenschiff in der heutigen Form erbaut, das 1510 den Chorraum als Abschluss erhielt. Eine grundlegende Umgestaltung erfuhr das Innere der Kirche 1960 und 1992 bei einer weitere Renovierung seine heutige Gestalt. Aus der langen Reihe der Dellwiger Pfarrer ist Friedrich von Bodelschwingh besonders zu erwähnen. Er kam 1863 aus einer Pfarrstelle in Paris mit seiner Ehefrau Ida nach Dellwig. Die vier Kinder des Pastorenehepaares starben im Januar 1869 an Diphterie und sind auf dem benachbarten Friedhof beerdigt. . 1872 folgte von Bodelschwingh dem Ruf nach Bethel bei Bielefeld. Dort baute er als Leiter die Diakonische Anstalt für Epilepsiekranke und Nichtsesshafte auf.

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18. März 2010

17.3. Königsborn: Theaterstück "Judas"

Ich, ein Jud - Verteidigungsrede des Judas Ischarioth
von Walter Jens
  "Und ich wiederhole: der hier am Kreuz wusste um meine Rolle. Oder glaubt ihr etwa, er sei so... täppisch gewesen, ausgerechnet den Allerfalschesten in seine Schar aufzunehmen?"
In den vier Evangelien des Neuen Testaments hat Judas Ischarioth eine eindeutige Rolle. Er ist der Verräter, der Sündenbock, der Erzfeind des gesamten Christentums. Für nur 30 Silberlinge hat er Jesus verraten und durch den Kuss im Garten Gethsemane an das Kreuz geliefert. 
In ,,Ich, ein Jud", einer von Walter Jens verfassten Verteidigungsrede, spricht Judas höchstpersönlich und erzählt uns nach 2000 Jahren seine Sichtweise der ihm zugeschriebenen Rolle. Judas war im Einvernehmen mit Jesus bereit die Rolle des Schwerverbrechers anzunehmen und die Vorherbestimmung zu ermöglichen. Ohne Judas und dessen "Verrat" hätte es keine Kreuzigung und keine christliche Kirche gegeben, vielleicht auch keine Judenverfolgung. Jesus wäre vermutlich als alter Mann gestorben.
Ein Monolog für einen Schauspieler, der die Fragen nach dem Umgang mit dem "Bösen" und dem Verhältnis von menschlicher Freiheit und Vorherbestimmung zum Thema hat. Gespielt im Zeitraum der Passionszeit in verschiedenen Kirchen im Kreis Unna.
Der Philologe und Rhetoriker Prof. Walter Jens (* 1923) wurde vor allem durch seine fachwissenschaftlichen Arbeiten, sein Wirken als streitbarer Kritiker, Redner, Schriftsteller, Übersetzer und seine Bearbeitung zahlreicher biblischer und antiker Schriften bekannt. Großen Einfluss übte er als Fernseh- und Rundfunkkritiker aus, ebenso bekannt ist seine radikaldemokratische Auffassung Ende der 60er Jahre zur politischen Entwicklung Deutschlands. Walter Jens war Präsident des P.E.N.- Zentrums der BRD und Präsident der Akademie der Künste, Berlin. In 7 Kirchen vom 18.02. - 01.04.2010 
  • Ev. Stadtkirche, Unna   18.02.
  • Ev. Kirche, Unna-Hemmerde   25.02.
  • Pauluskirche, Kamen   04.03.
  • Ev. Kirche, Fröndenberg-Dellwig   11.03.
  • Paul-Gerhardt-Kirche, Unna-Königsborn   18.03.
  • Friedenskirche, Unna-Massen   25.03.
  • Auferstehungskirche, Bergkamen   01.04. 
jeweils 19.30 Uhr, Eintritt frei.  Eine Veranstaltung der Offenen Stadtkirche Unna in Kooperation mit dem theater narrenschiff.   Inszenierung: Kirsten Ullrich-Klostermann, Spiel: André Decker, Abendspielleitung: Judith Binias  Adressen der Veranstaltungsorte: Ev. Stadtkirche  (18.02.), Kirchplatz, 59423 Unna / Ev. Kirche (25.02.), Hemmerder Kirchplatz, 59427 Unna-Hemmerde / Pauluskirche (04.03), Kirchplatz 7, 59174 Kamen / Ev. Kirche (11.03.), Ahlinger Berg, 58730 Fröndenberg-Dellwig / Paul-Gerhardt-Kirche (18.03), Fliederstr. 16, 59425 Unna-Königsborn / Friedenskirche (25.03.), Kleistr. 2, 59427 Unna-Massen / Auferstehungskirche (01.04.), Goekenheide 5, 59192 Bergkamen