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Dorfkirche Bausenhagen Die Evangelische Dorfkirche ist zwischen 1180 und 1200 als romanische Wehrkirche errichtet worden. Seit über 800 Jahren wird in ihr den Menschen das Wort Gottes verkündet.Bis zum Bau einer neuen katholischen Kirche im Jahr 1875 ist sie als St. Agnes-Kirche von beiden Konfessionen („simultan“) genutzt worden. In den Jahren 1997/98 wurde die Kirche grundsaniert. Anschließend erhielt sie eine zeitgenössischen Innenausstattung und sieben moderne Fenster; sie alle beruhen auf einem der „Ich bin“–Worte Jesu aus dem Johannesevangelium. Der Künstler Andreas Felger aus Gnadenthal (Limburg) hat diese „Predigten aus Glas“ entworfen. Das Deckenfresko mit einem Durchmesser von 140 cm zeigt Christus, den Weltenrichter („Christus Panokrator“) und stammt aus der Entstehungszeit der Kirche. Es wurde 1957 unter Putzschichten wiederentdeckt.

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Archiv

22. Dezember 2009

Jüdische Gemeinde "HaKochaw" zieht ins Bodelschwinghhaus ein

"Gute Lösung für den Stadtteil" UNNA-MASSEN.  Rechtzeitig vor der Schließung des Bodelschwingh-Hauses am 31.Dezember 2009 haben sich Mieter für die Kirche und die Gemeinderäume gefunden: Die jüdische Gemeinde "haKochaw" (deutsch: der Stern) wird die Gebäude für Gottesdienste und Gemeindearbeit vom Kirchenkreis Unna anmieten. 2003 schlossen sich Zuwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion im jüdisch kulturell-integrativen Verein "Stern" e.V. Unna zusammen. 2007 wurde aus dessen Reihen die jüdisch-liberale Gemeinde "haKochaw" begründet. Bisher sind Verein und Gemeinde zu Gast in verschiedenen Kirchen und Gemeindezentren, aktuell im Pfarrheim St. Katharina, im "Haus der Kirche" und im Königsborner Gemeindezentrum "Brücke". "Wir sind sehr glücklich, dass gerade die jüdische Gemeinde das Bodelschwingh-Haus nutzt. Denn wir sind ihr in vielfältiger Weise verbunden. Die Juden sind unsere älteren Geschwister im Glauben an den Gott Israels und heute engagieren wir uns an vielen Stellen gemeinsam", betont Superintendentin Annette Muhr-Nelson. "Bisher waren wir ja eine wandernde Gemeinde - jetzt freuen wir uns, ein Dach über dem Kopf zu haben", strahlte Alexandra Khariakova, die Vorsitzende von "HaKochaw". Auch die jüdische Gemeinde ist zufrieden: "Wir sind sehr glücklich darüber, dass dieses Gotteshaus weiter als Gotteshaus dient.Dank der Unterstützung des Freundeskreises der jüdischen Gemeinde konnten wir auf das Bodelschwinh-Haus zugehen", unterstreicht Alexandra Khariakova.  "HaKochaw" gehört als liberale Gemeinde seit dem 10. Dezember des vergangenen Jahres der Union Progressiver Juden in Deutschland an. Anders als in orthodoxen Gemeinden sind Frauen und Männer hier gleichberechtigt. Das Bodelschwingh-Haus beherbergte seit 1959 den Kirchlich-Diakonischen Dienst für Integration Unna-Massen (KiDInUM). Mit der Schließung der "Landesstelle für Aussiedler, Zuwanderer und ausländische Flüchtlinge" in diesem Sommer hatte der KiDInUM am 11.Oktober 2009 seine Arbeit mit einer Abschlussfeier beendet. Am Silvestertag wird die Kirche an der Buderusstraße  in Massen um 17 Uhr  im Rahmen eines Abschiedsgottesdienst entwidmet. Froh ist man  in Massen zudem, dass das Gebäude nicht lange leersteht und nun doch weiter genutzt wird. "Das ist eine gute Lösung für den Stadtteil", bekräftigt Pfarrer Detlef Main. "Diesem Haus hätte nichts Besseres passieren können, als dass es ein Haus des Gebets bleibt!", pflichtet ihm Helge Hohmann, Pfarrer für Zuwanderung, zufrieden bei.Gudrun Mawick