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1906 wurde diese Kirche gebaut, mit Material einer Vorgängerkirche, die auf Haus Reck stand. Die kleine Kapelle liegt schon auf dem Gebiet der Stadt Hamm, das Dorf Lerche ist jedoch Kamener Gemeindegebiet. Eine evangelische Gemeinde gab es hier schon seit 1567, also schon 50 Jahre nach Luthers Thesenanschlag. Ende der neunziger Jahre erhielt die Kirche neue Fenster, die nach Entwürfen des chilenischen Künstlers José Franzesco Correa Lira angefertigt wurden. Die alte und junge Geschichte wird dort sichtbar: Abendmahl und Grubenlampe finden sich gleich nebeneinander auf den Kirchenfenstern. Sichtbare Predigten auf Gemälden aus Glas.

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Archiv

26. September 2009

Diakoniepfarrerin "schob" Nachtdienst bei der Polizei

UNNA. Bereits Ende des Jahres 2007 wurde die heute 39jährige Anja Josefowitz, die seit dem Sommer dieses Jahres Diakoniepfarrerin des Kirchenkreises Unna ist, zur Polizeipfarrerin berufen. Am 19./20. September versah sie zusammen mit den Angehörigen der Dienstgruppe C der PHW Unna ihren ersten "polizeilichen" Nachtdienst. Zwar hatte sie in den vergangenen Jahren immer mal wieder bei unterschiedlichen Einsatzanlässen auch als "Notfallseelsorgerin" Kontakt zu Unnaer Polizisten, einen unmittelbaren Eindruck der gesamten polizeilichen Einsatzpalette konnte sie aber bisher nicht gewinnen.   Dieser Nachtdienst war bereits unmittelbar nach der Dienstaufnahme vereinbart worden ("Blaulicht"berichtete). Aus gesundheitlichen  und terminlichen Gründen war die Realisierung aber bisher nicht möglich gewesen. Am Rande des Tages der offenen Tür am 9.Mai 2009 war deshalb eine verbindliche Absprache zur Umsetzung vereinbart und nach Kontaktaufnahme mit dem Leiter der PHW Unna, EPHK Fröhlich abgesprochen worden. Gemeinsam mit allen Kolleginnen und Kollegen der Dienstgruppe C wurde sie zu Schichtbeginn vom WDF der Dienstgruppe C, PHK Uwe Bergmeier und vom Vorsitzenden des Personalrates Willi Kleimann begrüßt und in die Dienstverrichtung eingeplant. In der unruhigen Nacht konnte sie sich dann einen guten Überblick über das Einsatzaufkommen verschaffen. Die Einsatzbewältigung bei Delikten wie gefährliche Körperverletzungen, Trunkenheitsfahrten und Pkw Aufbrüche konnte sie durch die freundliche und offene Gesprächshaltung aller Dienstgruppenangehörigen ebenso mühelos wahrnehmen wie konfliktreiche Bürgergespräche und alltägliches Hilfeersuchen. "Ich freue mich, die polizeiliche Arbeit so kennen gelernt zu haben und  kann so bei meinen Gesprächs- und Hilfsangeboten besser auf die besondere dienstliche Situation der Polizistinnen und Polizisten eingehen", so Pfarrerin Josefowitz. Alle Beteiligten war sich darüber einig, dass sich Polizeidienst und Polizeiseelsorge an wichtigen Stellen bürgernaher Dienstleistung ergänzen können, wenn man sich zuvor ausreichend bekannt gemacht und schätzen gelernt hat. "Das war bestimmt nicht mein letzter Versuch, polizeiliche Handlungsabläufe in der Praxis zu erleben", äußerte sich Pfarrerin Josefowitz sehr positiv in einem Gespräch mit dem Vorsitzenden des Personalrats Willi Kleimann. T. Nisipeanu