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Paul-Gerhardt-Kirche Bereits im Jahr 1964 war der Wunsch nach einer eigenen Kirche groß, ein Kirchbauverein sammelte fleißig und in der ersten Sitzung des Presbyteriums dieser Gemeinde wird beschlossen, eine eigene Kirche zu bauen: Im Herbst 1968 kamen die ersten Bagger, am 26.4.1970 wurde Kirchweihfest gefeiert. Die Kirche wurde auch als Garnisonskirche für die nahe liegende Glück-auf-Kaserne erbaut. Im Kirchenraum fällt zuerst der komplett aus Sandstein gefertigte Innenraum auf. Der Architekt Werner Johannsen hat einen quadratischen Grundriss gewählt. Eingangsportal, Kreuz, Altar und Taufbecken wurden von dem Bildhauer Heinz Heiber aus Nürnberg gestaltet. Besonderer Blickfang ist hier das Kreuz, dass mit 4 Metern Höhe zentraler Ort in Chorraum ist. Beleuchtet wird die Kirche durch die Kirchenfenster vom Bremer Glasmaler Heinz Lilienthal. In jede Himmelsrichtung ist ein großes Fenster vom Boden bis zum Dach, so dass zu jeder Tageszeit Sonnenlicht in bunten Farben in die Kirche fällt.

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Archiv

19. März 2009

Alltagshandeln statt Sonntagsreden

Kirchenkreis eröffnet Aktion "glaubwürdig wirtschaften"   BERGKAMEN.     "In Bergkamen ist der Papiertiger-Preis eine begehrte Auszeichnung geworden, denn insgesamt wird jetzt 40% weniger Papier verbraucht. Und der Neubau eines Kamener-Fahrradkreuzes ist nötig geworden, weil der Fahrradverkehr um 500% gestiegen ist." Solche Zukunftsmusik war in den aktuellen Nachrichten von 2020 zu hören, mit denen der experimentelle Gottesdienst „"Zukunft einkaufen" in der Bergkamener Friedenskirche schloss. Er eröffnete die Aktion "Glaubwürdig wirtschaften in Kirchen", bei der der Kirchenkreis Unna als Testregion dabei ist. "Nicht die schöne Sonntagsrede, sondern ganz praktisches Alltagshandeln ist jetzt dran",  betonte Superintendentin Annette Muhr-Nelson angesichts der ökologischen Situation. Bei solchem Handeln wollen die Kirchen als Bewirtschafterinnen von Gebäuden, große Verbraucherinnen von Energie jetzt vorangehen. "Kirche ist ein großer Verbraucher, wir haben ein Beschaffungsvolumen in Milliardenhöhe",  hob Gesamtprojektleiter Hans-Jürgen Hörner hervor, "wir müssen es aber organisieren, unsere Marktmacht zu bündeln und ökofair einzusetzen." Im Kirchenkreis Unna gibt es bereits viele Bemühungen in diese Richtung: Die Oase Stentrop bezieht möglichst Lebensmittel aus der Region, in Oberaden wird Solarstrom auf dem Kirchendach gewonnen, die Bergkamener Friedenskirchengemeinde verwendet Bio-Saft und Oblaten für das Abendmahl. Doch der kreiskirchliche Beauftragte für Schöpfungsverantwortung, Paul-Egon Siebel, sieht die meisten kirchlichen Möglichkeiten für ein zukunftsfähiges Wirtschaften noch ungenutzt: "Wenn unsere Kirchenkreisdruckerei nur Recyclingpapier verwenden würde, könnte jährlich ein riesiger Laster voller Bäume eingespart werden, dazu soviel Frischwasser wie eine Kleinstadt morgens zum Duschen braucht." Siebel hat in den vergangenen Wochen die Einsparpotenziale im Kreiskirchenamt untersucht. Alle Akteure hoffen, dass möglichst viele Kirchengemeinden und andere Institutionen sich der Aktion anschließen. Informationen gibt es im Internet unter www.zukunft-einkaufen.de Eine Präsentation zu diesem Thema können Sie hier herunterladen.... Gudrun Mawick