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Paul-Gerhardt-Kirche Bereits im Jahr 1964 war der Wunsch nach einer eigenen Kirche groß, ein Kirchbauverein sammelte fleißig und in der ersten Sitzung des Presbyteriums dieser Gemeinde wird beschlossen, eine eigene Kirche zu bauen: Im Herbst 1968 kamen die ersten Bagger, am 26.4.1970 wurde Kirchweihfest gefeiert. Die Kirche wurde auch als Garnisonskirche für die nahe liegende Glück-auf-Kaserne erbaut. Im Kirchenraum fällt zuerst der komplett aus Sandstein gefertigte Innenraum auf. Der Architekt Werner Johannsen hat einen quadratischen Grundriss gewählt. Eingangsportal, Kreuz, Altar und Taufbecken wurden von dem Bildhauer Heinz Heiber aus Nürnberg gestaltet. Besonderer Blickfang ist hier das Kreuz, dass mit 4 Metern Höhe zentraler Ort in Chorraum ist. Beleuchtet wird die Kirche durch die Kirchenfenster vom Bremer Glasmaler Heinz Lilienthal. In jede Himmelsrichtung ist ein großes Fenster vom Boden bis zum Dach, so dass zu jeder Tageszeit Sonnenlicht in bunten Farben in die Kirche fällt.

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11. Februar 2009

Workshop "Zusammenführung" in Königsborn - Vereinigung in Sicht?

Königsborner Kirchengemeinden sind gut auf dem Weg UNNA-KÖNIGSBORN.   Fast 8000 Mitglieder würde eine Königsborner Kirchengemeinde umfassen, die aus bisheriger Christus- und Paul-Gerhardt-Gemeinde demnächst vereinigt würde. Wird dann nicht so manches Pflänzchen verkümmern, das in den beiden kleineren Einheiten bisher durchaus seinen Platz hatte? Welche Angebote werden wegfallen, wird man auf eine der beiden so charakteristischen Kirchgebäude verzichten müssen? Dass die alten Standards angesichts der Gesamtentwicklung von Mitgliedern und Finanzen nicht halten kann, haben alle Verantwortlichen in Unnas Norden längst verinnerlicht und dem mit einer "Steuergruppe" aus beiden Presbyterien und externem Sachverstand Rechnung getragen. Gleichwohl: "Nichts übers Knie brechen", sei die eine Maxime gewesen, so Pfarrer Rüdiger Pagenstecher. Und um die zweite Maxime ging es im Workshop einen ganzen Samstag über: "Wir nehmen die Gemeinden mit." Je 33 Mitarbeiter aus beiden Gemeinden reflektierten die Situation unter Anleitung zweier externer Pastoren, die in Gemeindeberatung Erfahrung besitzen: Beate Hessler von der Dortmunder "MÖWe" und Günter Krüger, der im Münsterland selbst einer frisch vereinigten Gemeinde vorsteht. "Vereinigt" fände man angemessener als "fusioniert", was aus der Wirtschaft nicht immer positiv besetzt sei. Start war das gemeinsam gesungene "Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt" und der gemeinsam gebetete Psalm 121 von den Bergen, zu denen man die Augen aufhebe, weil sie Hilfe versprächen - doch dann forschte jede der beiden Gemeinden noch einmal die eigene Geschichte mit Stärken und Schwächen in den letzten 20 Jahren aus. Noch ein Zacken intensiver ging es in Kleingruppen zur Sache, wo Antworten gesucht wurden zu: "Was wäre Königsborn ohne uns?", "wie sieht man uns von aussen?" und "Welches Bild haben wir von der anderen Gemeinde?", "Die andere Gemeinde ist sozial enagiert und versteht es, Feste zu feiern", sagte eine engagierte Mittvierzigerin; ungefragt fügte sie hinzu: "Ich freue mich auf das gemeinsame Arbeiten". Solche Eindrücke erhielt man aus den Reihen der 66 Aktiven des öfteren. Beide Gemeinden sind lebendig, tun viel in der Kinder- und Jugendarbeit, haben gemeinsame Schnittstellen, aber auch unterschiedliches Profil. Dass die neue Situation, leider akzentuiert durch langfristige Erkrankung von Pfarrer Taube, keinen Stillstand erbracht hat, zeigt etwa die Neugründung von Chor- und Gospelgruppen und das konzentrierte Ansteuern eines "Familienzentrum". Eigentlich sind im Sommer und Spätherbst zwei weitere Workshops zur Zusammenführung der Gemeinden vorgesehen. Doch der Abschluß des ersten brachte dem angereisten Moderator Krüger die verblüffende Erkenntnis, dass nicht nur die oberste Steuerungsgruppe schon große Schritte gemacht hat. Da ergänzen sich zwei Gemeinden guten Willens, so dass manche Befürchtung über die Zukunft sich verflüchtigt. "Aufeinander zugehen" war schon bisher in Königsborn gute Übung, und "Christus-" und "Paul-Gerhardt-Gemeinde" praktizieren es jetzt ohne Resignation. Ulrich Knies