Informationen
zum Hintergrund-
bild - bitte klicken
Sie hier.

Im Bild

Ev. Kirche in Lünern: Aus der Entstehungszeit der Evangelischen Kirche in Lünern sind keine schriftlichen Quellen überliefert. Eine exakte Datierung ist deshalb nicht möglich. Anhand der Bausubstanz und des Baustils lassen sich aber die ältesten Bauelemente dem 12. Jahrhundert und damit der romanischen Epoche zuordnen. Bei näherer Betrachtung lassen sich die wichtigsten Bauphasen am Bauwerk selbst ablesen. Die einschiffige Kirche wurde aus grünem Sandstein gebaut. Wie viele Kirchen ist sie geostet, so dass die Längsachsen in West-Ost Richtung verläuft. Betritt man durch den Haupteingang das Kircheninnere, wird der Blick unweigerlich auf den reich vergoldeten Schnitzaltar in der Chorapsis gelenkt. Mit einer Höhe von ungefähr vier Metern und einer jetzigen Breite von drei Metern beherrscht er den Chorraum. Der stets geöffnete Turmraum gibt durch eine Glastür den Blick auf das Innere der Kirche frei.

Zurück zur Seite

Archiv

24. Dezember 2008

Weihnachtsbotschaft 2009

Neulich war ich mit meinem Patenkind in der Bochumer Sternwarte. Auf dem Rückweg haben wir uns die Frage gestellt, was der Name eigentlich bedeutet. "Sternwarte" - Wartet man dort vielleicht angestrengt und gespannt darauf, beim Betrachten des Himmelszelts eine herabfallende Sternschnuppe zu entdecken? Das hätte ja was. Einen Wunsch hat man frei, wenn man eine entdeckt, heißt es.
- Oder wird in einer Sternwarte das Himmelszelt gewartet? Auch das eine nette Assoziation. Sind noch alle Sterne an ihrem Platz? Hat alles noch seine himmlische Ordnung? Der Wechsel der Jahreszeiten, die Gezeiten und Gestirne. Ist auf das alles noch Verlass? Sterndeuter wissen von dieser wundersamen großen kosmischen Ordnung, die ihren guten Einfluss hat auf unseren Mikrokosmos. Der Evangelist Matthäus kannte sich da wohl auch aus. Seine Version der Weihnachtsgeschichte jedenfalls erzählt von den Weisen aus dem Morgenland, die einen neuen Stern am Himmelszelt entdeckt haben.
Da ist die alte Ordnung durcheinandergeraten. Etwas Neues beginnt. Ein neues Zeitalter bricht an. König Herodes ist aufs äußerste beunruhigt. Zu Recht, denn seine Macht ist äußerst begrenzt.  Das Macht der Herren der Welt ist gebrochen. Das ist bis heute die befreiende Weihnachtsbotschaft. Kein neuer Star ist geboren und auch kein Herrscher von dieser Welt, sondern Gottes Sohn. Mit ihm kommt nicht Glitter und Glimmer in die Welt, sondern himmlisches Licht, das die Finsternis erhellt. So kommt der Himmel auf die Erde und ein neues Zeitalter bricht an. Das Zeitalter von Gottes Nähe zu den Menschen.
Wir warten, dass der Himmel die Erde berührt, und wir "warten" unser Leben. Dass dieses beides an Weihnachten und zum Jahreswechsel bei Ihnen geschieht, wünsche ich Ihnen. In diesem Sinne: Frohe Weihnachten und ein gesegnetes neues Jahr! Ihre Annette Muhr-Nelson, Superintendentin des Kirchenkreises Unna