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Ev. Kirche in Lünern: Aus der Entstehungszeit der Evangelischen Kirche in Lünern sind keine schriftlichen Quellen überliefert. Eine exakte Datierung ist deshalb nicht möglich. Anhand der Bausubstanz und des Baustils lassen sich aber die ältesten Bauelemente dem 12. Jahrhundert und damit der romanischen Epoche zuordnen. Bei näherer Betrachtung lassen sich die wichtigsten Bauphasen am Bauwerk selbst ablesen. Die einschiffige Kirche wurde aus grünem Sandstein gebaut. Wie viele Kirchen ist sie geostet, so dass die Längsachsen in West-Ost Richtung verläuft. Betritt man durch den Haupteingang das Kircheninnere, wird der Blick unweigerlich auf den reich vergoldeten Schnitzaltar in der Chorapsis gelenkt. Mit einer Höhe von ungefähr vier Metern und einer jetzigen Breite von drei Metern beherrscht er den Chorraum. Der stets geöffnete Turmraum gibt durch eine Glastür den Blick auf das Innere der Kirche frei.

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Archiv

22. November 2008

Sozialpolitischer Buß- und Bettag: Ungerechtes Schulsystem

Zu einem "sozialpolitischen Buß- und Bettag" lud der Sozialausschuss des Kirchenkreises erstmals in das Haus der Kirche ein. Die mit 80 Personen gut besuchte Podiumsdiskussion stand unter der Überschrift "Müssen arme Kinder dumm bleiben?". Superintendentin Annette Muhr-Nelson umriss eingangs die Zusammenhänge zwischen der sozialen Herkunft und den Chancen auf eine gute Ausbildung von Kindern und Jugendlichen: "Akademiker- und Beamtenkinder haben in Deutschland eine viermal höhere Chance, das Gymnasium zu besuchen als Arbeiterkinder."
Die Schulrätin für den Kreis Unna, Margot Berten, forderte eine Verlängerung der Grundschulzeit. Auch müsse mehr für die Kinder in ihren ersten vier Lebensjahren mehr getan werden: "Man schafft sonst das Aufholen nicht mehr", so die Pädagogin. Grundschulleiter Matthias Landsberg trat für eine engere Verzahnung von Kindergarten und Grundschule sowie die Beteiligung der Eltern in den Institutionen ein. SPD- Landtagsabgeordneter Wolfram Kuschke forderte, dass eine erweiterte schulische Förderung von Kindern nicht gegen die Verantwortung der Elternhäuser ausgespielt werden dürfe. Einig waren alle Podiumsteilnehmer, dass das bisherige dreigliedrige Schulsystem abgeschafft werden müsse und dass Alternativen in einem sachlichen Klima zu diskutieren seien.
Auch das Publikum beteiligte sich lebhaft. Am Ende des Abends hatte WDR-Moderator Michael Brocker Mühe, noch alle Fragen und Beiträge laut werden und durch das Podium beantworten zu lassen.
Die Veranstaltung stand im Kontext des Jahresthemas 2008 "Gerechtigkeit" des Kirchenkreises Unna.
  • Vortrag "Sollen arme Kinder dumm bleiben?" von Prof. Dr. Hans-Martin Lübking, bearbeitet und vorgetragen von Superintendentin Annette Muhr-Nelson.
  • Fernsehbeitrag WDR-Lokalzeit zum Buß- und Bettag in Unna