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1906 wurde diese Kirche gebaut, mit Material einer Vorgängerkirche, die auf Haus Reck stand. Die kleine Kapelle liegt schon auf dem Gebiet der Stadt Hamm, das Dorf Lerche ist jedoch Kamener Gemeindegebiet. Eine evangelische Gemeinde gab es hier schon seit 1567, also schon 50 Jahre nach Luthers Thesenanschlag. Ende der neunziger Jahre erhielt die Kirche neue Fenster, die nach Entwürfen des chilenischen Künstlers José Franzesco Correa Lira angefertigt wurden. Die alte und junge Geschichte wird dort sichtbar: Abendmahl und Grubenlampe finden sich gleich nebeneinander auf den Kirchenfenstern. Sichtbare Predigten auf Gemälden aus Glas.

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Archiv

18. Januar 2008

Wissen was los ist ...

BERGKAMEN.   Still und ohne große Ankündigung trat etwas Neues in das alltägliche Leben der Gemeindemitglieder der Friedenskirchengemeinde in Bergkamen: Der erste farbige Gemeindebrief ist in der Gemeinde erschienen. Nichts besonders sagen Sie? Allerdings doch, denn womöglich ist es gleichzeitig auch der erste komplett farbige Gemeindebrief im gesamten Kirchenkreis Unna. Ist es aufgefallen? In dem ganzen Wirrwarr von bunten Zeitschriften, den schnellen Bildfrequenzen im Fernsehen und den knalligen Reklametafeln, fällt die Erneuerung auch nur schwer auf. Denn alles ist ja bunt. "Der Gemeindebrief geht mit dem Wandel. Er muss mit der Zeit gehen",  erklärte Seelsorger Willi Wohlfeil, Redakteur des Gemeindebriefs. Nachdem sie viele Jahre lang, die Layouts auf Eigenregie gestalteten, ermöglichte nun der Grafiker Guido Muermann, der bereits das neue Gemeindelogo entwarf, eine völlig neue Ansicht auf den Gemeindebrief. Die Kirche trägt nun schon lange nicht mehr die Farbe grau, wie auch ihre Mitglieder. In Kooperation mit einer Druckerei in Bönen gelang der erste Schritt für das neue Gesicht des Kirchenblattes. Die dezente Farbgebung ordnet den Gemeindebrief völlig neu, strukturiert Termine und deren Zusatzinformationen. Die zusätzlichen Umschlagsseiten tragen zu diesem Eindruck bei, denn durch die ausklappbaren und abtrennbaren Seiten können Termine für Gottesdienste sofort erkannt und an die Küchenpinnwand geheftet werden. Die Resonanz aus der Gemeinde ist durchweg positiv. Besonders die Umschlagseiten mit den Infos und Veranstaltungshinweisen machen sich gut an der Pinnwand. Aus dem einstmaligen Veranstaltungsbrief ist ein moderner Gemeindebrief mit hohem Informationsanteil entstanden, der von den Entwicklungen in der eigenen Kirche berichtet und auch ihren Blick auf thematische Schwerpunkte setzt wie z.B. das Thema Jugend. Gleich sechs Seiten voller Geburtstagsglückwünsche findet man in dem Gemeindebrief. Sicher die Friedenskirchengemeinde ist keine kleine Gemeinde mit ihren über 9000 Gemeindegliedern, doch so viele Seiten voller Geburtstagsgrüße? "Das ist bei uns eine gute Tradition, die Glückwünsche im Gemeindebrief verlauten zu lassen, denn gerade die älteren Menschen haben sich hier oft verdient gemacht", erzählt Pfarrer Wohlfeil. Deborah Goldmann