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Die Christuskirche in Bergkamen-Rünthe wurde nach dem 2. Weltkrieg zunächst als Gemeindesaal gebaut, 1959 zur Kirche umgebaut und im gleichen Jahr als Lutherkirche eingeweiht. 2004 wurde die Lutherkirche umgebaut und grundlegend neugestaltet. Die räumliche Grundstruktur der ehemaligen Christuskirche (1989 abgerissen) wurde hierbei zugrunde gelegt. Augenfällig an dem Kirchraum ist der Verzicht auf ein klares vorne und hinten und damit die Betonung von Gemeinschaft und Kommunikation. Die Gemeinde versammelt sich um den in der Mitte stehenden Altar. Als die Ev. Kirchengemeinden Rünthe und Oberaden fusionierten, gab es in der neuen Gemeinde zwei Lutherkirchen, so wurde diese Kirche 2008 in Christuskirche umbenannt.

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Archiv

15. Januar 2008

Beitrag zur "Schöpfungsbewahrung"?

Stadtwerke Unna liefern Ökostrom für alle Kunden UNNA - "Wir folgen seit über 15 Jahren dem Motto Negawatt statt Megawatt’", sagt Professor Christian Jänig, Chef der Stadtwerke Unna. Und das passe gut zu dem, was die Kirchen unter "Schöpfungsbewahrung" anstrebten. Beispiel Wettbewerb "StromAbnehmen" für Stadtwerke-Kunden: 400 Unnaer Haushalte hätten sich im letzten Jahr beteiligt: "Über die Hälfte ihres Jahresverbrauchs sparten die Sieger ohne Komfortverlust ein". Checklisten helfen die Stromfresser aufzuspüren - ganz ähnlich wie beim kirchlichen Umweltmanagement "Grüner Hahn". Umweltbilanz des Wettbewerbs für Unna: 10 Tonnen CO² wurden in einem Jahr vermieden. Neue Initiative aus der Hellwegstadt: Ab Januar 2008 erhalten sämtliche 35.000 Haushalte "Ökostrom", den die Stadtwerke ab sofort bei einem norwegischen Wasserkraftwerk einkaufen, ähnlich wie in Kassel oder Wedel (bei Hamburg), die ebenfall Strom aus Skandinavien beziehen. Bundesweit mehren sich allerdings die kritischen Stimmen nach Hinweisen von "Greenpeace". Die Organisation stellt laut in Frage, ob diese neuen Stromlieferverträge das Siegel "Ökostrom" tatsächlich in voller Güte verdient haben oder es sich nur um einen -  wenn auch legalen "Etikettentrick" der Stromanbieter handelt. Dass es auch hierzulande zu sauberer Stromproduktion kommt, daran bastelt Jänigs Mannschaft kräftig mit. Über "Trianel", den Zusammenschluß von 28 Stadtwerken, ist man an der Installierung der Offshore-Windkraftanlage "Borkum II" beteiligt, die 80 km nordwestlich der Nordseeinsel mit 80 Türmen à 5 Megawatt insgesamt soviel Strom liefern wird wie ein üblicher Kohlekraftwerksblock (400 MW). Zwei dieser Borkum-Räder liefern ab 2011 Strom nach Unna und decken damit ein Fünftel des hiesigen Bedarfs ab. Jänig peilt damit einen 70%igen Anteil Stromproduktion aus eigenen erneuerbaren Energien an - "deutlich über Bundes- und EU-Zielen". Wie sieht Jänig den Vorstoß der evangelischen Landessynode vom letzten Monat, ein Moratorium für Planung und Bau neuer Braun- und Steinkohlekraftwerke zu erwirken, von denen für NRW allein elf vorgesehen seien? Offenbar mit Sympathie, beteiligen sich doch seine Stadtwerke wiederum über Trianel am Gasturbinen-Kraftwerk Hamm, das soeben an den Start ging. Und die Trianel-Planung im benachbarten Lünen auf Kohlekraft-Basis? "Gas bringt einen Wirkungsgrad von 58 Prozent, Steinkohle nur von 42. Da geben wir der umweltfreundlicheren Produktion den Vorzug." Entwickeln sich die Klima-orientierten Stadtwerke Unna allmählich zum "schwarzen (oder grünen?) Schaf" in der Branche? Jänig setzt darauf, dass weitere Stadtwerke dem Unnaer Modell folgen werden. "Großkraftwerke im herkömmlichen Stil haben nicht die Zukunft in unserer Energieversorgung", meint der Professor da schon Wirkungen beim Energieriesen RWE zu erkennen. Deren neuer Chef Großmann, der eben nicht in der Kohle-Energiebranche seine Karriere durchlaufen habe, setze zunehmend auf "Erneuerbare". "Strom aus der Sahara" klingt für Jänig realistisch und werde ebenfalls den Energiekonzernen zu schaffen machen. Dass das öffentliche Echo bisher eher dürftig ausgefallen ist, stört Jänig weniger. Dem Klimaschutzprogramm der Stadt Unna, vor zwei Monaten von allen Ratsparteien ambitioniert aufgelegt, werde entscheidend vorwärts geholfen. "Kein Privatkunde hat bisher etwas dagegen", schmunzelt er. Und Großabnehmer wie Kirchengemeinden? "Evangelische und katholische Gemeinden im Stadtgebiet sind ins neue Ökostrom-Lieferprogramm voll integriert", so Jänig.Ulrich Knies