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Die Dellwiger Kirche steht auf dem Ahlinger Berg in Mitten der Ortschaft Dellwig seit nunmehr 1000 Jahren. Damals gründete die Kath. Kirchengemeinde Menden auf dieser Seite der Ruhr eine Tochtergemeinde, für die ein fester Turm errichtet wurde, der auch als Wehrturm diente. Patron der Kirche war der Hl. Laurentius. Im Laufe der Zeit wurde die Kirche immer mehr erweitert. Im 12. Jahrhundert wurde das Kirchenschiff in der heutigen Form erbaut, das 1510 den Chorraum als Abschluss erhielt. Eine grundlegende Umgestaltung erfuhr das Innere der Kirche 1960 und 1992 bei einer weitere Renovierung seine heutige Gestalt. Aus der langen Reihe der Dellwiger Pfarrer ist Friedrich von Bodelschwingh besonders zu erwähnen. Er kam 1863 aus einer Pfarrstelle in Paris mit seiner Ehefrau Ida nach Dellwig. Die vier Kinder des Pastorenehepaares starben im Januar 1869 an Diphterie und sind auf dem benachbarten Friedhof beerdigt. . 1872 folgte von Bodelschwingh dem Ruf nach Bethel bei Bielefeld. Dort baute er als Leiter die Diakonische Anstalt für Epilepsiekranke und Nichtsesshafte auf.

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04. April 2007

Klima-Verantwortung

Opherdicke  Ev. Männertag am Haarstrang OPHERDICKE - "Verantwortung für die Schöpfung" - aktueller hätten die evangelischen Männergruppen bei ihrem jährlichen "Haarstrang-Treffen" in Opherdicke nicht sein können. Freilich: die protestantische Kirche Westfalens ist nicht erst durch die beunruhigenden Klima-Szenarien der letzten Wochen für die Umwelt aktiv geworden. Schon im Eröffnungsgottesdienst in der gut gefüllten Kirche verdeutlichte Pfarrer Christian Bald mit dem Schöpfungspsalm 104 den Auftrag für die Mitchristen, "Grenzen zu respektieren", denn: "Wachstum ist kein Wert an sich". Das Leitungs-Team des Opherdicker Männerkreises um Heinrich Richwinn war in die Gestaltung einbezogen: Herbert Luicke, Dieter Bertz und Bernd Dittrich verlasen Franz von Assisis "Sonnengesang" ebenso wie die berühmte Rede des Häuptlings Seattle, der vor fast 200 Jahren bereits vor der Ausbeutung der natürlichen Ressourcen gewarnt habe. "Umwelt-Richtlinien", die man zusammen mit der katholischen Liebfrauen-Gemeinde erarbeitet hat, bestimmten jetzt das Handeln der Christen in Holzwickede.
Umweltpfarrer: Klima-Desaster ist von Menschen gemacht
Bevor es im Verlauf des gemeinsamen Nachmittags im Gemeindesaal zu einer sehr lebhaften Debatte kam, hatte der Umweltpfarrer der evangelischen Kirche Westfalens, Klaus Breyer, eindringlich "das von Menschen gemachte" Klima-Desaster aufgezeigt. Eine Halbierung des Energieverbrauchs bis 2050 sei vonnöten, um die Erd-Erwärmung nicht auch noch über die schon als unvermeidlich geltende 2-Grad-Grenze anwachsen zu lassen. Vorbild-Wirkung der Industriestaaten aus dem christlichen Kulturkreis mahnte der Theologe an. Breyer lobte die "Klima-Allianz", zu der sich in diesen Tagen christliche Kirchen mit Umweltverbänden und der Wissenschaft zusammenfänden. Das Umweltmanagement "Grüner Hahn", das sowohl in Holzwickede als auch in einer Reihe Gemeinden des Kirchenkreises Unna im letzten Jahr entwickelt worden sei, erweise sich als angemessener innerkirchlicher Beitrag; erst vor wenigen Wochen habe dafür die UNESCO einen "Preis der Nachhaltigkeit" verliehen.
"Heizen mit Weizen?"
Klimaschutz heiligt nicht jedes Mittel Ob die Energie-Umstellung ohne Nutzung von Kernkraft zu schaffen sei, zweifelten Diskussionsredner an. Dass die Kirchen den in Nordrhein-Westfalen geplanten Bau mehrere Kraftwerke auf Kohlebasis kritisch prüfen sollten, war ein weiteres Anliegen. Doch, so Breyer, auch: der Klimaschutz "heilige nicht jedes Mittel": "Heizen mit Weizen" in der aufstrebenden Bio-Energie finde angesichts fortdauernden Hungers in der Welt nicht die Unterstützung der Kirchen. Über 300 Euro sammelten die Haarstrang-Männer für ihr Kinder-Projekt "Nadeshda" in Weißrußland.Ulrich Knies