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Ev. Kirche in Lünern: Aus der Entstehungszeit der Evangelischen Kirche in Lünern sind keine schriftlichen Quellen überliefert. Eine exakte Datierung ist deshalb nicht möglich. Anhand der Bausubstanz und des Baustils lassen sich aber die ältesten Bauelemente dem 12. Jahrhundert und damit der romanischen Epoche zuordnen. Bei näherer Betrachtung lassen sich die wichtigsten Bauphasen am Bauwerk selbst ablesen. Die einschiffige Kirche wurde aus grünem Sandstein gebaut. Wie viele Kirchen ist sie geostet, so dass die Längsachsen in West-Ost Richtung verläuft. Betritt man durch den Haupteingang das Kircheninnere, wird der Blick unweigerlich auf den reich vergoldeten Schnitzaltar in der Chorapsis gelenkt. Mit einer Höhe von ungefähr vier Metern und einer jetzigen Breite von drei Metern beherrscht er den Chorraum. Der stets geöffnete Turmraum gibt durch eine Glastür den Blick auf das Innere der Kirche frei.

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Archiv

30. Oktober 2006

"Gemeinsam kümmern, dass der Friede erhalten bleibt" - Empfang zur Visitation

Zu einem Empfang im Rahmen der diesjährigen Visitation hatte der Kreissynodalvorstand des Kirchenkreises Unna am 20. Oktober in die Harkortschule eingeladen. VertreterInnen aus den beiden Königsborner Gemeinden, die in diesem Jahr im Mittelpunkt stehen, VisitatorInnen und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens trafen sich zu Grußworten und Gesprächen. Bewirtet wurden die nahezu 100 Personen vom "Café Klatsch", das von SchülerInnen und LehrerInnen betrieben wird. Die Moderation des Empfangs lag in den Händen von Synodalassessor Hans-Martin Böcker, musikalisch umrahmt wurde er von Saxophonist Stephan Olfers. Superintendentin Annette Muhr-Nelson unterstrich in ihrem geistlichen Wort angesichts der wachsenden Armut die Ergänzung von Worten und Taten in der biblischen Geschichte von Maria und Martha. Darin widmet sich die eine der beiden Schwestern ganz den Worten Jesu, die andere ganz den erforderlichen Haushaltsarbeiten. "Wir brauchen in Königsborn beides: Marta-Häuser und Maria-Orte. Es tut gut, zu erleben, wie in diesem Stadtteil viele Institutionen sich darum kümmern, dass der soziale Friede erhalten bleibt", stellte die leitende Geistliche des Kirchenkreises heraus. Die Bemühungen darum veranschaulichte Hausherr Günter Michel, Direktor der Harkortschule und gleichzeitig Vorsitzender des Netzwerkes Königsborn. Sein Blick auf Geschichte und Aufgaben der Harkortschule ließ deutlich werden, wie sehr das "Anliegen, Kindern Chancen zu eröffnen" die Arbeit dort prägt. Einen besonderen Blick auf Kinder und Jugendliche richten auch die vielfältigen Aktionen des Netzwerkes Königsborn, das Michel ebenfalls vorstellte. Auch schrieb er der Kirche Kritisches ins Stammbuch: "Ist es der richtige Weg, Jugendmitarbeiter abzubauen?" Werner Kolter machte sich in diesem Zusammenhang für die Priorität von steuerfinanzierten sozialen Projekten stark: "Wer eine Steuersenkungspolitik will, nimmt in Kauf, dass Kommunen und Kirchen weniger Geld für gemeinnützige Arbeit haben." Seine Bitte an Kirche und BürgerInnen lautete: "Mischen Sie sich in diese Zusammenhänge ein!" Ein anderer Appell an die Kirche war ebenfalls wörtlich zu verstehen: "Lassen Sie die Kirche im Dorf!" Nur so sei diakonische Arbeit vor Ort erfahrbar. Pastoralreferentin Jenny Wischermann vom katholischen Pastoralverbund Unna ermutigte die beiden Königsborner Gemeinden sich auf den gemeinsamen Weg in die Zukunft zu begeben. Sie verwies auf positive Erfahrungen des katholischen Gemeindeverbundes im Blick auf gemeindeübergreifende Wallfahrten und Jugendgottesdienste. "So ein Prozess hat Sternstunden und Durststrecken", berichtete Wischermann von den katholischen Erfahrungen. Im Blick auf Königsborn lobte sie die sehr gute Ökumene vor Ort. Superintendentin Muhr-Nelson bedankte sich bei allen Gästen und skizzierte ein Problem, das Politik und Kirche verbindet: "Es ist schwierig, mit dem Tischtuch, das immer kleiner wird, den ganzen Tisch zu bedecken. Aber wir wollen uns weiterhin gemeinsam für Königsborn einsetzen."gm