Informationen
zum Hintergrund-
bild - bitte klicken
Sie hier.

Im Bild

Ev. Kirche Heeren-Werve Die Anfänge der denkmalgeschützten Dorfkirche liegen im 14. Jahrhundert. Besonders auffällig sind die „Heerener Giganten“, zwei Skulpturen im Seitenschiff, die der hiesige Künstler Dietrich Worbs aus wuchtigen Baumstämmen gestaltet hat („Familie in Gottes Hand“ sowie sieben biblische Szenen in einem Stamm). Von der bewegten Geschichte der Kirche erzählen u. a. die Totenschilder der Kirchenpatrone (bis 1950 Patronatskirche der Grafen von der Recke bzw. von Plettenberg), die Kopfkonsolen als Gewölbestützen sowie das bis heute einwandfrei funktionierende Uhrwerk der Kirchturmuhr von 1910. Sehenswert sind auch die Chorraumfenster mit Motiven aus der Weihnachts-, Oster- und Pfingstgeschichten. Musikinteressierte mögen sich an der Walcker-Orgel erfreuen, die vom weltberühmten Organisten Wilhelm Middelschulte und seiner Familie 1910 gestiftet wurde.

Zurück zur Seite

Archiv

22. August 2006

450 Jahre Philipp Nicolai

10. AUGUST 1556 - Gottesdienst zum Geburtstag des lutherischen Predigers

450 Jahre Philipp Nicolai

UNNA · "Wie schön leuchtet der Morgenstern, voll Gnad und Wahrheit von dem Herrn", so textete Philipp Nicolai in einem seiner weltberühmten Choräle. Am 10. August 1556 - vor 450 Jahren - wurde Philipp Nicolai in der Grafschaft Waldeck geboren. "Von 1596 bis 1601 wirtkte er als lutherischer Prediger an der Evangelischen Stadtkirche in Unna", erinnert Pfarrer i. R. Jürgen Düsberg an den kraftvollen wie streitbaren Seelsorger, der zu den Zeiten der Pest in Unna wirkte. Im Rahmen eines Gedenkottesdienstes will die Kirchengemeinde Unna am Sonntag, dem 13. August, um 10 Uhr, an diesen besonderen Theologen erinnern. Die musikalische Gestaltung liegt in Händen von Hannelore Höft. Philipp Nicolai hatte es überhaupt nicht leicht. Im ersten Jahr seines Hierseins brach in Unna die Pest aus. Mehr als ein Drittel der Bevölkerung fiel dieser Pandemie zum Opfer. Angesichts des allgegenwärtigen Sterbens und des unvorstellbaren Elends seiner Gemeindeglieder setzte sich bei Philipp Nicolai die theologisch-seelsorgerliche Überzeugung von einem gnadenreichen und freudenvollen ewigen Leben in Gottes Ewigkeit durch. Seine Vertrauens- und Trostpredigten fanden ihren Niederschlag in dem 1599 veröffentlichten "Freudenspiegel des ewigen Lebens", dem er im Anhang einige Choräle beifügte. Chorfenster greifen Choräle Nicolais auf Zwei Chorfenster der Ev. Stadtkirche in Unna sind den beiden bekanntesten dieser Lieder gewidmet: Der Choral "Wie schön leuchtet der Morgenstern" findet sich in dem Fenster "Verheißung und Erwartung" wieder - das "Wachet auf ruft uns die Stimme der Wächter sehr hoch auf der Zinne" findet sich in dem ebenfalls vom Glasmaler Emil Kiess (Trossingen) zusammen mit fünf anderen Chorfenstern geschaffenen Werken. Preisträgerkonzert am 11. November Im Rahmen des Gedenkens an Philipp Nicolai bewegt sich auch das Preisträgerkonzert des 6. Fanny-Mendelssohn-Wettbewerb Unna: Am Samstag, dem 11. November 2006, beginnt um 20 Uhr in der Ev. Stadtkirche die Uraufführung der preisgekrönten Komposition für Orgel zu den berühmten Chorälen Philipp Nicolais (Orgel: Iveta Apkalna, Lettland). Hierbei handelt es sich um eine Veranstaltung in Kooperation mit der Komponistinnenbibliothek Unna und der Unnaer Abendmusiken. Der Eintritt: 10,00 Euro. |tn|  tn