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Die Johanneskirche in Frömern ist eine der ältesten Kirchen im Kirchenkreis: der Westturm stammt noch vom ersten nachweisbaren Kirchenbau aus romanischer Zeit (12. Jahrhundert). Um die Mitte des 13. Jahrhunderts erhielt die Turmhalle eine 60 cm starke Kuppel mit längsrechteckigem Grundriß. Bei der ursprünglichen romanischen Kirche handelte es sich um einen einschiffigen, zweijochigen Saalbau (7,88 x 12,76 Meter) mit halbrunder Apsis, wie man bei Grabungen während des Neubaus im 19. Jahrhundert feststellte. Die erhöht liegende Kirche war von einem Friedhof umgeben, der 1682 eine umlaufende Mauer besaß. Die Mauer und die meisten Grabsteine sind heute entfernt. Das Turmportal wurde 1876 beim Neubau vollständig erneuert. Nach dem Turmbrand 1761 bei der Schlacht von Vellinghausen wurde ein neuer spitzer 25,50 m hoher Turmhelm errichtet und die zwei über Eck gestellten Strebepfeiler hinzugefügt.

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Do, 01. Oktober 2020

Gemeinsam Zuversicht leben

Mi, 30. September 2020

Wir haben etwas zu sagen

Mi, 23. September 2020

Kulturerbe und Orte der Hoffnung

Do, 17. September 2020

„Systemsprenger“ zum Start

30. September 2020

Wir haben etwas zu sagen

Sie leiten gemeinsam mit dem Superintendenten Dr. Schneider im Kreissynodalvorstand in den nächsten vier Jahren den Kirchenkreis (v.l.): Udo Sedlaczek, Johannes Schütte, Thomas Sauerwein, Andreas Müller, Susanne Baumert, Dr. Karsten Schneider, Christiane Kuchler, Christine Busch, nicht auf dem Bild: Petra Buschmann-Simons

Evangelischer Kirchenkreis Unna stellt Weichen für die Zukunft

Ende September war es soweit, nach langer Verzögerung tagte die „Sommersynode im Herbst“ des Evangelischen Kirchenkreises Unna. Es war dies die zunächst für Juni geplante Synode und zugleich die erste des neuen Superintendenten Dr. Karsten Schneider. Auf der letzten Synode wurde er gewählt, nun leitet er das Kirchenparlament mit 100 Vertretern aus Gemeinden und Einrichtungen. Wahlen, zukünftige Aufgaben und der Blick auf die ersten Monate im Superintendentenamt standen im Mittelpunkt.

Erster Bericht des Superintendenten

„Es war ein `Im-Amt-Sein´ mit angezogener Handbremse.“, beschreibt Dr. Schneider in seinem Bericht seine ersten hundert Tage als Superintendent. Die Herausforderungen vor die die Kirche durch die Pandemie gestellt wurde, seien nicht nur neu für ihn, sondern auch für ganzen Kirchenkreis gewesen. Umso deutlicher lobt Schneider das Engagement der Gemeinden, diese Krise auf kreativen Wegen, etwa digital, zu überwinden. Für die Zukunft stellte sich der neue Superintendent allerdings auch Fragen: finanzielle und personelle Problem gilt es zu lösen, auch die politischen Fragen dieser Zeit, wie der Klimawandel und Flüchtende, beschäftigten die Kirche. „Die Sorge nach einer Perspektive, wie es weitergehen kann, ist deutlich“, so Schneider, aber auch: „wir haben etwas zu sagen, wir haben das Evangelium von der Liebe Gottes zu sagen – weil es doch so viel Kraft gibt im Leben und im Sterben.“

Personal für die Zukunft

Als Gast begrüßte die Synode Oberkirchenrätin Katrin Göckenjan-Wessel. Sie ist Personaldezernentin der Ev. Kirche von Westfalen (EKvW). Sie beschrieb, was für die Personalentwicklung in der evangelischen Kirche zurzeit nötig und möglich ist. „Wir brauchen eine Haltung der Innovationsfreundlichkeit und der Förderung von Resilienz, um eben in dem eigenen Engagement nicht zu erschöpfen. Dafür brauchen wir einen Hebel. Den sehen wir in den Stichworten Team und Interprofessionalität.“ Eine gemeinsame Aufgabe, unterschiedliches Wissen und klare Regeln benötige es hierfür. Im Pfarrberuf stecke eine andere Aufgabe, als in pädagogischen oder kirchenmusikalischen Berufen. „Pfarrer und Pfarrerinnen sind umfassend gebildet, zu verkündigen und zu leiten und zu entscheiden, dass das, was wir verkünden, stimmt. Die anderen können sehr viel stärker ausstrahlen in andere Gemeindebereiche.“ Wenn dies hinterlegt sei mit einer gemeinsamen Konzeption, dann könne Teamarbeit gelingen. Göckenjan-Wessel stellte vor, wie an 14 Stellen bereits in der EKvW interprofessionelle Teams arbeiten, die sich unterschiedlich aus Pfarrerinnen, Diakonen, Pädagoginnen und Managern zusammensetzen. „Wir erleben eindeutigere Arbeits- und Verantwortungsbereiche, die Stellen sind sehr attraktiv“, so sei die Erfahrungen aus den Teams. In der anschließenden Diskussion formulierten viele Synodale, insbesondere im Hinblick auf die personellen Veränderungen in den nächsten Jahren, ein großes Interesse.

Wahlen in Gremien

Mit den Wahlen zum Presbyterium im Frühjahr werden auch die kreiskirchlichen Gremien neu besetzt. Insgesamt waren es über 150 Funktionen: im Kreissynodalvorstand, in der Vertretung für die Landeskirche, sowie in allen weiteren Ausschüssen.

Gewählt wurden in den Kreissynodalvorstand aus den Reihen der Pfarrerinnen und Pfarrer Schulreferent Andreas Müller als Assessor und Frank Hielscher (Friedenskirchengemeinde Bergkamen) als sein Stellvertreter, Petra Buschmann-Simons (Martin-Luther-Kirchengemeinde Bergkamen) ist Skriba, die Stellvertretung hat Martin Brandhorst (Kamen). Ehrenamtliche KSV-Mitglieder sind Johannes Schütte (Königsborn), Christine Busch (Martin-Luther-Kirchengemeinde), Udo Sedlaczek (Holzwickede und Opherdicke), Christiane Kuchler (Massen) und Susanne Baumert (Methler). Der neue KSV wird am 31.10. um 18 Uhr in der Stadtkirche Unna eingeführt. Auf der Landessynode wird der Kirchenkreis neben dem Superintendenten zukünftig vertreten durch Pfarrer Jochen Müller (Dellwig), Annelie Richwin-Krause (Fröndenberg-Bausenhagen) und Christian Robbert (Methler).

Neue Konzepte und Verbünde

Eine Neuordnung der Ev. Erwachsenenbildung im Kirchenkreis stellte Schneider vor. Ein gemeinsames Referat Bildung, in dem Erwachsenen- und Familienbildung zukünftig zusammengeschlossen sind, organisiert die Bildungsangebote. Erfreuliche Nachricht dazu: am 15.10. wird ein neuer Mitarbeiter die vakante Stelle in der Erwachsenenbildung besetzen. Informationen zu der Fusion der beiden Unnaer Krankenhaus zum Christlichen Klinikum und insbesondere auch der Rolle der evangelischen Kirche in dem neuen Verbund, gab Krankenhausseelsorgerin Kerstin Duchow.

Anträge und Gesetze

Die Synode beschloss überdies, einen Antrag an die EKvW zu stellen, damit die Mittel für Flüchtlingsarbeit in bisheriger Höhe von einer halben Million Euro auch weiterhin erhalten bleiben, die vor drei Jahren beschlossene Sonderfinanzierung endet in diesem Jahr. Ein anderer Antrag beruht auf den Erfahrungen einer langwierigen Superintendentenwahl im eigenen Kirchenkreis im Februar. Nun geben die Synodalen der Landeskirche einen Prüfauftrag, wie zukünftig auch verhinderte Wahlberechtigte an der Wahl teilnehmen können. Ein landeskirchliches Gesetz zum Schutz vor sexualisierter Gewalt wurde einstimmig befürwortet.

Die Synode fand in der Stadthalle Unna statt, der im sonst üblichen Tagungsort, dem Gemeindehaus Kamen, nicht die Möglichkeit war, unter Coronabedingungen zu tagen. Neben Tischen mit Abstand und Essen in Einzelportionen waren auch ein Livestream und die Wahlmöglichkeit vorbereitet für Mitglieder, die nicht an der Tagung teilnehmen konnten.

Impressionen

Die Tagung fand mit viel Abstand in der Stadthalle Unna statt
Oberkirchenrätin Katrin Göckenjahn-Wessel stellt die Personalplanung der Landeskirche vor
Tagung unter Corona-Bedingungen
Ein Blick in das Plenum
Erstmals leitete Dr. Schneider als Superintendent eine Synode des Ev. Kirchenkreises Unna
ds/ts