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1906 wurde diese Kirche gebaut, mit Material einer Vorgängerkirche, die auf Haus Reck stand. Die kleine Kapelle liegt schon auf dem Gebiet der Stadt Hamm, das Dorf Lerche ist jedoch Kamener Gemeindegebiet. Eine evangelische Gemeinde gab es hier schon seit 1567, also schon 50 Jahre nach Luthers Thesenanschlag. Ende der neunziger Jahre erhielt die Kirche neue Fenster, die nach Entwürfen des chilenischen Künstlers José Franzesco Correa Lira angefertigt wurden. Die alte und junge Geschichte wird dort sichtbar: Abendmahl und Grubenlampe finden sich gleich nebeneinander auf den Kirchenfenstern. Sichtbare Predigten auf Gemälden aus Glas.

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24. November 2022

Schwerpunkt beim Klimaschutz

Nach zweieinhalb Jahren fand die Herbstsynode des Ev. Kirchenkreises Unna wieder in Präsenz im Gemeindehaus in Kamen statt.

Herbstsynode des Evangelischen Kirchenkreis Unna beschließt Haushalt

Die Synode des Evangelischen Kirchenkreises Unna hat am 23. November auf ihrer Tagung in Kamen den Haushalt für das Jahr 2023 beschlossen. Einen Schwerpunkt stellt dabei das zukünftige Engagement in Sachen Klimaschutz dar. Hierfür stehen dem Kirchenkreis und den Gemeinden zukünftig über 400.000 Euro jährlich zur Verfügung. Erstmals nach zwei Jahren kamen die Vertreter der Gemeinden und des Kirchenkreises unter der Leitung von Superintendent Dr. Karsten Schneider wieder im Gemeindehaus in Kamen zusammen.

Etwa 11,3 Millionen Euro stehen insgesamt im Evangelischen Kirchenkreis zur Verfügung. Die Mittel sind für die dreizehn evangelischen Kirchengemeinden zwischen Bergkamen und Fröndenberg (3,65 Mio), für die Dienste des Kirchenkreises (2,6 Mio), für Kindergartenarbeit (1,1 Mio) und für diakonische Aufgaben durch die Diakonie Ruhr-Hellweg (rund 500.000 Euro). Für die Besoldung von Pfarrerinnen und Pfarrern werden weitere 2,9 Millionen Euro benötigt. „Mit diesem Haushalt gelingt es uns, die Herausforderungen unserer Zeit finanziell zumindest kurzfristig für das kommende Jahr zu bewältigen. Dabei stellen wir uns auch unserer Verantwortung im Blick auf den Schutz von Gottes Schöpfung, die Einführung einer Klimapauschale setzt wichtige Impulse“, so Verwaltungsleiter Thomas Sauerwein in seiner Einbringungsrede.

Schwerpunkt Klimaschutz

Dieser Schwerpunkt zeichnet sich auch im Haushalt ab, denn 408.000 Euro werden für den Klimaschutz festgeschrieben. Jetzt, im ersten Jahr dieser Regelung wird diese Pauschale finanziert mit Mitteln einer Kirchensteuernachzahlung aus 2021. Für die Folgejahre wird es andere Wege geben müssen. So ist die Klimapauschale nichts Einmaliges, denn auch für die Folgejahre werden 4 Prozent der kirchlichen Haushalte für Klimaschutzmaßnahmen festgesetzt. Dies beschloss die westfälische Landeskirche mit dem Ziel, bis zum Jahr 2040 klimaneutral zu werden. In dem auf der Landessynode Mitte November verabschiedeten Klimaschutzgesetz ist u.a. eine Reduktion der kirchlichen Treibhaus-Emissionen bis Ende 2035 auf zehn Prozent im Vergleich zum Jahr 1990 verbindlich festgelegt.

Doch auch die ganz praktische Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen nimmt Formen im Ev. Kirchenkreis Unna an. Ob Mobilität, Gebäude oder Energiemaßnahmen, das Geld steht den Gemeinden hierfür zur Verfügung. „Wie wir das Geld der Klimapauschale verteilen, wird im kommenden Jahr gemeinsam beraten. Bis dahin geschieht es über das etablierte Antragswesen für zum Beispiel Modernisierungen und energetische Maßnahmen unter Einbezug unserer Steuerungsgruppe Klimaneutralität“, erläuterte Assessorin Anja Josefowitz als Vorsitzende dieser Steuerungsgruppe.

Verlässlicher Partner im Kreis Unna

Darüber hinaus standen Nachwahlen in kreiskirchliche Gremien, Berichte aus der Tansania-Partnerarbeit sowie zur weiteren Planung der KiTa-Arbeit auf dem Programm. Hier knüpfte Mario Löhr, Landrat des Kreises Unna, in seinem Grußworte direkt an: „Wir haben in Ihnen einen verlässlichen Partner gerade in der Zusammenarbeit bei den Tageseinrichtungen für Kinder“. Auch das Thema Klimaschutz sei nun glücklicherweise mittlerweile in der Politik angekommen: „Wenn wir daran in der Zukunft sparen, wird es richtig teuer.“

Fotos:

  • Mario Löhr, Landrat des Kreises Unna, war erstmals mit einem Grußwort als Gast auf der Synode.
  • Verabschiedet wurde Landeskirchenrat Henning Juhl (r.) von Superintendent Dr. Karsten Schneider. Zukünftig wird es nur noch eine Ortsdezernentin je Kirchenkreis geben, für Unna Kirchenrätin Daniela Fricke
Mario Löhr, Landrat des Kreises Unna, war erstmals mit einem Grußwort als Gast auf der Synode.
Verabschiedet wurde Landeskirchenrat Henning Juhl (r.) von Superintendent Dr. Karsten Schneider. Zukünftig wird es nur noch eine Ortsdezernentin je Kirchenkreis geben, für Unna Kirchenrätin Daniela Fricke
ds